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Theodor Schachts Lehrbuch der Geographie alter und neuer Zeit

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN1005514038
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-15759845
Title:
Deutsches Lesebuch für Lyzeen und höhere Mädchenschulen
Editor:
Jantzen, Hermann (19.02.1874-XX.XX.1933)
Kippenberg, Johanna
Kippenberg, August (21.03.1830-28.07.1889)
Place of publication:
Hannover
Publisher:
Norddeutsche Verlagsanstalt O. Goedel
Document type:
Multivolume work
Collection:
Readers, imperial Germany
Publication year:
1912
Edition title:
Ausgabe A
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Volume

Persistent identifier:
PPN1028662262
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-17063913
Title:
[Sechster Teil, [Schülerband]]
Shelfmark:
DDG-II 2(38,15)-6
Editor:
Jantzen, Hermann (19.02.1874-XX.XX.1933)
Kippenberg, Johanna
Kippenberg, August (21.03.1830-28.07.1889)
Volume count:
Sechster Teil, [Schülerband]
Place of publication:
Hannover
Publisher:
Norddt. Verl.-Anst. Goedel
Document type:
Volume
Collection:
Readers, imperial Germany
Publication year:
1915
Edition title:
Ausgabe A, 38., unveränderte Auflage [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Binder

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Binder

Contents

Table of contents

  • Theodor Schachts Lehrbuch der Geographie alter und neuer Zeit
  • Binder
  • Frontispiece
  • Title page
    Title page
  • Vorwort zur achten Auflage
  • Inhalt
  • Erster Abschnitt. Vorbegriffe nebst Anfang des geographischen Zeichnens. Karte der Heimat
  • Zweiter Abschnitt. Die deutschen Länder und ihre Nachbarschaft, oder Mittel-Europa
  • I. Gebirge und Landschaften des mittleren Deutschlands
  • II. Gebiete der Weser und Ems
  • III. Gebiet der Elbe mit dem nächsten Küstenstrich
  • IV. Stromgebiet der Oder nebst der Nachbarküste
  • V. Gebiet der Weichsel nebst der Küste bis Memel
  • VI. Die Alpen nebst dem Jura
  • VII. Der Rhein nebst Maas und Schelde
  • VIII. Gebiet der Donau
  • IX. Nordostküste des adriatischen Meeres
  • Dritter Abschnitt. Die Erdkugel, oder Lehren aus der mathematischen und physischen Geographie
  • Taf. III
  • Mittel-Europa
  • [Karte]
  • Vierter Abschnitt. Die Länder und Staaten der Erde
  • I. Asien
  • II. Afrika
  • III. Europa
  • IV. Amerika
  • V. Australien nebst Polynesien
  • Druckfehler und Berichtigungen
  • Register
  • Binder

Full text

484 
Asien - 
Vorder-Indi e n. 
zugleich ist es eine Art Rom, denn es leben darin 7000 Mönche und eine Menge 
Braminenfamilien von mehr als 32000 Köpfen. Und doch hat es auch Fabrikation 
und Handel; europäische Waareu aus Kalkutta, feine Gewebe aus Dakka, Shawls 
aus Kaschmir ?e. Agra und Delhi, beide an der Dschnmna, etwa 30 Meilen 
von einander entfernt, und in den vorigen Jahrhunderten als Hauptstädte des 
Großmoguls berühmt, beide aber größteutheils zertrümmert; Agra hat 125, Delhi 
15t Tausend Einw. In letzterem die berühmte Dschammamoschee. Der umfang- 
reiche kaiserliche Palast zu Delhi war noch vor kurzem der Aufenthalt eines Nach- 
kommen des großmogolifchen Hauses, dem die euglisch-ostiudische Kompaguie sehr 
einträgliche Krongüter gelassen hatte. Part na in Bandelkand (rechts der Dschumna) 
ist wegen seiner Diamantgruben, Mirzapur nicht weit von Benares (mit 80000 
Einwohnern) wegen vorzüglichen Rosenöls, und Multra als Geburtsort des Gottes 
Krischua besonders nennenswerth. Man nennt den langen Landstrich zwischen 
Dschumna und Gauges das Doäb oder Zweistromland: auch dort siud der bevöl¬ 
kerte» Orte viele. — Zwischen dem obern Doäb und dem Alpenlande Nepal liegt 
das gewesene Königreich Andh, worin die früheren Hauptorte Fyzabad (100000) 
und Audh, dann die spätere Residenz Lucknau mit 284000, und Cawnpore 
(Kahnpur) am Ganges mit 108000 E. 
2. Im nördlichen Dekan zwischen den Flüssen Nerbudda und Godavery: Nag¬ 
pur mit 111000 E., Hauptort der Ceutralprovinz, welche hauptsächlich die Länder 
Berar und Gondwana umfaßt. 
3. Der (das) Pendschab liegt westlich des Sutledsch und war geraume Zeit 
das Land der Sikhs, die einen Bundesstaat darin errichteten. Das Wort Sikh heißt 
Schüler und bezeichnet die Bekenner der Lehre Naneks. Ihre Religion, ein ver- 
edelter Muhammedanismus in Verbindung mit braminischen Lehren, vereinte sie 
zu eiuem kräftigen Volke, das sich trotz der grausamen Verfolgung durch Groß- 
mogule und persische Despoten zu erhalten wußte. Ohne die Vertheidlgnng da- 
gegen würden sie friedliebende Verehrer des einzigen Gottes und Vaters der Mensch- 
heit sein, nach dem Vorbilde ihres frommen Religionsstisters Nanek, der 1540 
gestorben ist. Im Kampfe aber mit den Moslemin wurden sie kriegliebend und ver- 
wilderten. So trefflich die Reform Naneks war — denn er entsagte der Kasten- 
theilnng wie dem Götzendienste, und der unterste Sudra, der zu seiner Lehre 
übertrat, galt ihm uicht weniger als der Bramin — so sehr artete sie ans. Um 
ihre Häuptlinge (Sirdars) sich schaarend, wurden sie aus Vertheidigeru Angreifer 
und Räuber, und zuletzt untereinander uneius. Einer von den verbündeten Häupt- 
lingen machte sich beim Beginn dieses Jahrhunderts zum Maha-Radjcha (Großfürsten) 
aller Sirdars, vergrößerte seinen Staat durch Eroberungen, z. B. Kaschmirs nnd 
eines Theils von Kabul mit der Stadt Peschäner, und schlug seine Residenz in 
Lahore auf. Er hieß Rund fch it-Singh. Sein Reich hatte eine Bevölkerung 
von etwa 8 Millionen, und die Kriegsmacht betrug oft, wenn alle Sirdars ge» 
horchten, an 60,000 Mann. Nach seinem Tode (1839) traten starke Zerwürfnisse 
ein, welche, zunächst infolge tun Grenzverletzungen, die Engländer zum Einschreiten 
veranlaßten; 1846 gerieth, zum Segen für die Bevölkerung, ein Landstrich westlich
	        

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Schröder, Th. H. [Theil 1]. Wolfenbüttel: Druck und Verlag von L. Holle, 1862. Print.
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