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Mit 3 Landcharten (Theil 2)

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN1005514038
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-15759845
Title:
Deutsches Lesebuch für Lyzeen und höhere Mädchenschulen
Editor:
Jantzen, Hermann (19.02.1874-XX.XX.1933)
Kippenberg, Johanna
Kippenberg, August (21.03.1830-28.07.1889)
Place of publication:
Hannover
Publisher:
Norddeutsche Verlagsanstalt O. Goedel
Document type:
Multivolume work
Collection:
Readers, imperial Germany
Publication year:
1912
Edition title:
Ausgabe A
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Volume

Persistent identifier:
PPN1028662262
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-17063913
Title:
[Sechster Teil, [Schülerband]]
Shelfmark:
DDG-II 2(38,15)-6
Editor:
Jantzen, Hermann (19.02.1874-XX.XX.1933)
Kippenberg, Johanna
Kippenberg, August (21.03.1830-28.07.1889)
Volume count:
Sechster Teil, [Schülerband]
Place of publication:
Hannover
Publisher:
Norddt. Verl.-Anst. Goedel
Document type:
Volume
Collection:
Readers, imperial Germany
Publication year:
1915
Edition title:
Ausgabe A, 38., unveränderte Auflage [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Binder

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Binder

Contents

Table of contents

  • Erdkunde für höhere Mädchenschulen und verwandte Anstalten
  • Deutschland, Wiederholung der außereuropäischen Erdteile, Handelsgeographie und Verkehrswege, Mathematische Erdkunde, Allgemeine Erdkunde (Teil 3)
  • Title page
  • Vorbemerkungen
  • Inhaltsübersicht
  • I. Größenwerte (Merkzahlen)
  • II. Deutschland
  • III. Wiederholung der außereuropäischen Erdteile
  • IV. Grundzüge der Handelsgeographie und Verkehrswege
  • V. Mathematische Erdkunde
  • VI. Allgemeine Erdkunde
  • Zehn Lesestücke aus der geographischen Literatur
  • Bemerkungen des Verlegers
  • Advertising

Full text

136 
VI. Allgemeine Erdkunde. 
darum bleiben Gegenstände, die im Meere schwimmen, an derselben Stelle, 
soweit sie nicht von Strömungen, Wind und Flutwelle sortgetrieben werden. 
Je nach der Stärke des Windes, der Tiese und Größe des Meeres sind die 
Wellen von sehr verschiedener Höhe. Selten übersteigt die Wellenhöhe 
10 m. Die Wellenlänge, d. i. die Entfernung von einem Wellenkamm 
zum andern, beträgt das Zwanzig- bis Vierzigfache der Höhe. Nur flache 
Randmeere werden durch die Wellen bis auf den Grund bewegt; in einer 
Tiefe von 100 bis 150 m ist deren Wirkung nicht mehr zu merken. 
b) Ebbe und Flut. Die Gezeiten oder Tiden (Ebbe und Flut) werden 
durch die anziehende Kraft des Mondes und (Jedoch in schwächerem Grade) auch 
der vierhundertmal so weit entfernten Sonne auf die Erde hervorgerufen Tag 
für Tag ziehen mächtige, aber flache Meeresanschwellungen im allgemeinen 
westwärts, also entgegengesetzt der Achsendrehung unseres Planeten, um den 
ganzen Erdball und erzeugen au den Küsten ein regelmäßiges Steigen und 
Sinken des Seespiegels: Flut — Ebbe. Jede dieser Erscheinungen dauert 
6 Stunden 121/2 Minuten, ist aber auf hoher See nicht wahrzunehmen; um 
fo mehr an Flachküsten, die zur Ebbezeit trocken liegen, zur Flutzeit weithin 
vom Meere bedeckt werden. Der Mond M (Fig. 82) übt auf den ihm zu- 
gewandten Punkt A der Erde die stärkste Anziehung aus, eine geringere auf 
den Mittelpunkt C, die geringste auf B. Befindet sich in A Wasser, so entfernt 
es sich von C, da die Anziehungskraft des Mondes die des Mittelpunktes 
der Erde vermindert; es entsteht in A „Zenitflut". Zugleich wird auch die 
Einwirkung von C auf B geschwächt, da M stärker auf C als auf B wirkt; 
die Waffermaffen folgen bei B der Zentrifugalkraft und erzeugen daher hier 
eine zweite Flutwelle, die „Nadirflut". Da das Wasser vou E und D nach 
A und B hin fließt, so muß dort tiefe See eintreten, wenn hier hohe See 
ist. Dasselbe findet statt, wenn M auf der andern Seite in der Verlän- 
gerung von CB steht. Die Zenitflut ist etwas größer als die Nadirflut. 
(Warum?) 
Am höchsten tritt die Flut zur Zeit des Neu- und des Vollmondes auf: 
Springflut. Im ersten Falle ziehen Mond und Sonne die Flutwelle mit 
vereinten Kräften nach derselben Richtung an (Fig. 83, II), im zweiten Falle 
nach entgegengesetzten Richtungen (Fig. 83, I), ohne sich gegenseitig zu stören. 
Dann überschwemmt „Hochwasser" den flachen Strand. Besondere Gefahr 
für die Küstenbewohner entsteht, wenn zu dieser Zeit starke Winde vom Meere 
her wehen und Sturmfluten erzeugen. Am niedrigsten ist die Flut zur Zeit 
der Mondviertel (Quadraturen), weil alsdann die anziehende Kraft des Mondes 
sich mit der der Sonne kreuzt, so daß nur eine taube oder Nippflut 
(Fig. 83, III) entstehen kann. Dann ist der flache Strand meerwärts weithin 
trocken, er hat „Niedrigwasser". Im Mittel beträgt der Höhenunterschied 
JJ 
82.
	        

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Citation recommendation

Gockisch, Paul, and Otto Lerche. Deutschland, Wiederholung Der Außereuropäischen Erdteile, Handelsgeographie Und Verkehrswege, Mathematische Erdkunde, Allgemeine Erdkunde. Breslau: Hirt, 1910. Print.
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