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Geschichte von Hessen insbesondere Geschichte des Großherzogthums Hessen und bei Rhein

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN1005514038
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-15759845
Title:
Deutsches Lesebuch für Lyzeen und höhere Mädchenschulen
Editor:
Jantzen, Hermann (19.02.1874-XX.XX.1933)
Kippenberg, Johanna
Kippenberg, August (21.03.1830-28.07.1889)
Place of publication:
Hannover
Publisher:
Norddeutsche Verlagsanstalt O. Goedel
Document type:
Multivolume work
Collection:
Readers, imperial Germany
Publication year:
1912
Edition title:
Ausgabe A
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Volume

Persistent identifier:
PPN1028662262
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-17063913
Title:
[Sechster Teil, [Schülerband]]
Shelfmark:
DDG-II 2(38,15)-6
Editor:
Jantzen, Hermann (19.02.1874-XX.XX.1933)
Kippenberg, Johanna
Kippenberg, August (21.03.1830-28.07.1889)
Volume count:
Sechster Teil, [Schülerband]
Place of publication:
Hannover
Publisher:
Norddt. Verl.-Anst. Goedel
Document type:
Volume
Collection:
Readers, imperial Germany
Publication year:
1915
Edition title:
Ausgabe A, 38., unveränderte Auflage [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Title page

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Title page

Contents

Table of contents

  • Geschichte von Hessen insbesondere Geschichte des Großherzogthums Hessen und bei Rhein
  • Prepage
  • Title page
  • Seiner Großherzoglichen Hoheit dem Prinzen Karl von Hessen, dem Kenner und Freunde der vaterländischen Geschichte in ehrfurchtsvoller Unterthänigkeit zugeeignet vom Verfasser
  • Vorwort zur Geschichte von Hessen
  • Uebersicht des Inhalts
  • Erstes Buch. Geschichts- und Chronikbilder
  • Image
  • [Abbildung]
  • Zweites Buch. Hessische Liederchronik
  • Drittes Buch. Mundarten des Großherzogthums Hessen und bei Rhein
  • I. Oberhessen
  • II. Starkenburg
  • III. Rheinhessen
  • Viertes Buch. Hessische Sagen und Volksschwänke
  • Fünftes Buch. Hessische Volkslieder
  • Sechstes Buch. Geographische Bilder
  • Flächeninhalt des Großherzogthums Hessen nach der neueren Kreiseintheilung (1854)
  • Uebersicht der Bevölkerung des Großherzogthums Hessen nach der Zählung im Dezember 1852
  • Die bedeutendsten Höhen des Großherzogthums Hessen
  • Siebentes Buch. Geschichte Hessens in Uebersichten
  • Druckfehler
  • Advertising

Full text

einem Kindtaufschmause beigewohnt haben, so bekommen mich diese Sträuße angesteckt 
und müssen ihren sogenannten „Einstand" in süßem Weine geben. 
Gegen Abend verlieren sich Die Frauen nach und nach, und der Vater des 
getauften Kindes zieht sein neues Wams an und bestellt sich für den Abend die Ehe¬ 
männer der eingeladenen Weiber, welche dann bei Acpfelwein, Butter und Käse oft bis 
Mitternacht plaudernd und rauchend zusammensiycn. 
Alte Sprüchwörter der Hessen. 
Geschichtlich erläutert von Ernst Ludwig Wilhelm Nobel 
Die alte» Teutsche» hatten den Gebrauch, Begebenheiten der Vorzeit und Hel¬ 
denthaten in Volksliedern für die Nachwelt aufzubewahren. Auch noch in dem mitt¬ 
leren Zeitalter herrschte diese Sitte, von welcher die Limburger Chronik Beispiele 
anführt. Spottlicder gehören in eben diese Klasse, von welchen wir noch den Rei¬ 
necke Voß, von Herzog Reinhard oder Reginarius von Lothringen benannt, aus dem 
Karolingischen Zeitalter in veränderter Form übrig haben. Hierher sind auch sprüch- 
wörtliche Redensarten oder Idiotismen zu rechnen. Oft liegt denselben eine geschicht¬ 
liche Thatsache von allgemeinem Interesse zum Grunde. Leider aber haben solche 
Sprüchwörter eben das Schicksal, welches die Volksgesänge haben, nämlich bei den 
nachfolgenden Geschlechtern und in wenigen Jahrhunderten aus dem Gedächtniß der 
Menschen zu verschwinden, oder andern Play zu machen. Manche Idiotismen des 
Alterthums, falls sie vorkommen, sind daher unverständlich und können nicht mehr ge¬ 
schichtlich nachgewiesen werden, und wegen ihrer Unverständlichkeit verliert sich ihr In¬ 
teresse und ihr Gebrauch. 
Von vorzüglichem Jnreresse sind die Idiotismen einzelner Länder und Städte. 
Sie stellen uns oft auf eine ansprechende überraschende Weise das Bild früherer Er¬ 
eignisse dar. Als Beispiel mag die nachfolgende kleine Sammlung hessischer Sprüch- 
wörtcr dienen. 
1. 
Hüte dich vor dem Landgrafen zu Hessen, 
Willst du nicht werden gefressen. 
Landgraf Heinrich II., der Enkel Heinrichs des Kindes, welcher von 1328—1376 
regierte, führte den Beinamen des Eisernen. Man leitet diese Benennung von der 
eisernen Rüstung oder dem Panzerhemd her, in welchem er stets erschien; andere wol- 
len, daß sie von seiner herkulischen Leibesstärke und davon, daß er seine Feinde mit 
Muth und Kraft nicderschulg, herrühre. Seine Leibesstärke wird so groß geschildert, 
daß er mit freier Hand ein Hufeisen zu zerbrechen vermocht habe, auch eiserne Wehr 
und Waffen durchzuhauen im Stande gewesen sei. Man erzählt auch, daß er einst 
am Hofe Eduards III. von England, einen Löwen, welcher aus seinem Gewahrsam los¬ 
gekommen sei, ergriffen und festgehalten habe. In jenen unruhigen fehdereichen Zeiten war 
häufig der Nachbar gegen den Nachbar, Feinde standen auf und vertrugen sich, Bünd¬ 
nisse wurden geschloffen und gebrochen um sich neuen anzuschließen. Die kleinen Dynasten 
schlossen sich den größeren an, in der Hoffnung, die Beute des Sieges zu theilen. 
Der furchtbarste Feind von Hessen war Mainz, welches den Grundsatz festhielt, sich 
im Herzen von Hessen eine bleibende Provinz zu gründen; die Grafen von Nassau- 
Dillenburg, Ziegenhain, Wittgenstein und Solms standen auf seiner Seite. Außer¬ 
dem hatte Heinrich während seiner Regierung mit Braunschweig, Paderborn und 
Münster Kämpfe zu bestehen. Er blieb stets unbesiegt, die Mainzer mit ihren Verbündeten 
wurden in 2 Treffen geschlagen: seine Gegner mußten Ländcrstriche und Gerechtsame
	        

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Meyer, Alfred Gustav. “Geschichts-Tabellen.” Gaertner, n.d. Print.
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