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Lesebuch für Volksschulen

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN1033004782
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-19299796
Titel:
Lesebuch für Volksschulen
Signatur:
DCH-II 121(4,1895)
Erscheinungsort:
Greiz
Verlag:
Henning
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1895
Ausgabenbezeichnung:
Vierte Auflage [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
IV. Geschichtliches
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
[Lesestücke 21-40]
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Lesebuch für Volksschulen
  • binder
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • I. Erbauliches und Beschauliches
  • [Leben mit Gott]
  • [Leben mit dem Nächsten]
  • [Leben mit der Natur]
  • [Lebensweisheit]
  • [Lebensziel]
  • II. Naturkundliches
  • [Lesestücke 1-20]
  • [Lesestücke 21-40]
  • [Lesestücke 41-60]
  • [Lesestücke 61-77]
  • III. Geographisches
  • [Lesestücke 1-20]
  • [Lesestücke 21-40]
  • [Lesestücke 41-61]
  • IV. Geschichtliches
  • [Lesestücke 1-20]
  • [Lesestücke 21-40]
  • [Lesestücke 41-60]
  • [Lesestücke 61-74]
  • Zugabe
  • binder

Volltext

394 
1V. Geschichtliches. 
bald allen anderen Studenten zuvorgekommen, daß auch die ganze hohe 
Schule über Luthers Verstand sich verwundert hat Einsmals/ da 
er auf der großen Büchersammlung die Bücher fein nach einander be⸗ 
sieht, auf daß er die guten kennen lerne, kommte über die lateinische 
Bibel, die er zuvor die Zeit seines Lebens nie gesehen; da bemerkt er 
mit großem Verwundern, daß viel mehr Texte, Episteln und Evangelien 
darin waären, denn man in gemeinen Postillen und auf den Kanzeln 
pflegte auszulegen. Wie er im alten Testamente sich umsieht, konmt 
er üher Samuels und seiner Mutter Hanna Historien, die dürchliest er 
eilends mit herzlicher Lust und Freude Und weil ihm das alles neu 
war, fängt er an, von Grund feines Herzens zu wünschen, unser ge⸗ 
treuer Gott wolle ihm dermaleinst auch ein solch eigen Buch bescheren 
welcher Wunsch und Seufzer ihm reichlich ist gewährt worden. 
Auf der hohen Schule fiel Luther einst in eine schwere Krank— 
heit, darüber er sich seines Lebens gar verzieh. Da besucht ihn ein 
alter Priester und spricht ihm troͤstlich zu: Wein Keber, seid getrost, 
Ihr werdet dieses Lagers nicht sterben unser Gott wird noch einen 
großen Mann aus Euch machen, der viele Leute wieder trösten wird. 
Denn wen Gott lieb hat, daraus er etwas Seliges ziehen will, dem 
legt er zeitlich das heilige Kreuz auf, in welcher Kreuzschule geduldige 
Leute viel lernen.“ 
Im Anfange des Jahres 1505 wird Martin Luther Magister 
der Weltweisheit. Da aber seines Vaters ernster Wille war, daß 
er sollte ein Rechtsgelehrter werden, so fängt er an, die Rechts— 
gelehrtheit zu studieren; denn er war in allen Stücken seinen Eltern 
gehorsam und unterthan. Er fand aber solche Abneigung gegen diesen 
Beruf in seinem Herzen, und ward darüber von einer so peinlichen 
Unruhe geängstigt, daß er beschloß, zu seinen lieben Eltern zu reisen, 
um mit ihnen deshalb zu sprechen Schon gegürtet zur Reise, wollte 
er zuvor noch seinen Freund Alexius besüchen. Er geht morgens 
früh in dessen Wohnung, und findet ihn von bösen Buben in' der 
Nacht ermordet, in seinem Blute liegen. Bestürzt eilt er hinaus ins 
Freie; da kommt plötzlich ein heftiger Donnerschlag, der ihn beläubt 
zu Boden wirft. Darüber erschreckt er sich über die Maßen sehr, und 
da er sich ernstlich vor Gottes Jorn und dem Gerichte entsetzt, beschließt 
er bei sich selbst und thut ein Gelübde, ins Kloster zu gehen und 
ein Mönch zu werden. — Am Abende des 15. Juli 1505 klopfte 
Luther an die Pforte des Augustinerklosters an. Die Pforte that sich 
auf und Luther war Augustinermonch. Er war damals noch ein junges 
Blut von 22 Jahren, und noch eitel heiße Jugend in ihm. Am andern 
Tage nahm Luther von seinen Freunden Abschied, und schrieb auch 
seinen Eltern, wie er nach Gottes Schickung ein Mönch geworden sei. 
Der Vater ist übel damit zufrieden, und will es nicht gestatten; er 
erkläͤrt das Gelübde für einen Betrug des Teufels sagt seinem Sohn 
alle Gunst und den väterlichen Willen ab, und heißt ihn fortan Du, 
zuvor hieß er ihn Ihr, weii er Magister war. Endlich aber giebt er 
seinen Willen und spricht:. „Gott gebe, daß es wohl geraͤte!“
	        

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Lesebuch Für Volksschulen. Greiz: Henning, 1895. Print.
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