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Lesebuch für Volksschulen

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN1033004782
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-19299796
Title:
Lesebuch für Volksschulen
Shelfmark:
DCH-II 121(4,1895)
Place of publication:
Greiz
Publisher:
Henning
Document type:
Monograph
Collection:
Readers,imperial Germany
Publication year:
1895
Edition title:
Vierte Auflage [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
IV. Geschichtliches
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
[Lesestücke 41-60]
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Lesebuch für Volksschulen
  • binder
  • Title page
  • Inhaltsverzeichnis
  • I. Erbauliches und Beschauliches
  • [Leben mit Gott]
  • [Leben mit dem Nächsten]
  • [Leben mit der Natur]
  • [Lebensweisheit]
  • [Lebensziel]
  • II. Naturkundliches
  • [Lesestücke 1-20]
  • [Lesestücke 21-40]
  • [Lesestücke 41-60]
  • [Lesestücke 61-77]
  • III. Geographisches
  • [Lesestücke 1-20]
  • [Lesestücke 21-40]
  • [Lesestücke 41-61]
  • IV. Geschichtliches
  • [Lesestücke 1-20]
  • [Lesestücke 21-40]
  • [Lesestücke 41-60]
  • [Lesestücke 61-74]
  • Zugabe
  • binder

Full text

WV. Geschichtliches. 
245 
58 
— 
41. Luther in Worms. 1521. 
Kaiser Karl V. hatte auf das Jahr 1521 einen Reichstag 
ausgeschrieben, der in Worms gehallen werden sollte, und forderte den 
Kurfürsten von Sachsen auf er möchte doch auch kommen und 
den Luther mitbringen, damit dessen Sache dort verhandelt würde. 
Der Kurfürst fragte bei Luther an, ob er wohl nach Worms gehen 
würde wenn man ihn dahin entbote. ‚Wenn ich berufen werde,“ ant— 
wortete Luther, „so will ich auch gehen. Fliehen will ich nicht, wider⸗ 
rufen noch viel weniger, so wahr mich mein Herr Jesus stärket; denn 
ich kann keines ohne Gefahr der Gonseligkeit und Vieler Seligkeit thun!“ 
Nun wurde ihm beim Kaiser sicheres Geleit ausgewirkt und zu— 
erhielt er die Kaiserliche Vorladung, binnen 21 nach 
orms zu kommen. Als er aber abreiste umarmte er no einmal 
seinen lieben Freund Melanchthon. „Komme ich nicht wieder,“ sprach 
er und morden mich meine Feinde, so beschwoͤre ich dich lieber Bruder, 
laß hicht ab zu lehren und bei der Wahrheit zu verharren. Arbeite 
unterdefsen für mich weil ich nicht hier sein kann. Du kannst es ja 
noch viel beffer machen. Daher ist auch nicht viel schade um mich, 
h du doch da. In dir hat der Herr noch einen viel gelehrteren 
reiter.“ 
In Begleitung des Kaiserlichen Herolds Kaspar Sturm, ferner 
seines Bruders Jakob, seiner Freunde Justus Jonas, Nikolaus 
Amsdorf und des berühmten Rechtsgelehrten Hieronymus Schurf 
trat Luther am 2. April die Reise an. Er fuhr in einem Wagen, 
den ihm der wittenbergische Magistrat geschenkt hatte. Wo er unter⸗ 
wegs anhielt, lief meilenweit das Volk herbei, den Mann zu sehen, 
der so dreift dem Papftle widersprochen hatte. Als er seinem geliebten 
Erfurt sich näherte, kam ihm ein langer Zug zwei Meilen weit zu 
Pferde und zu Fuß entgegen, und in, der Städt konnte der Wagen 
vor allem Gedraͤnge kaum von der Stelle. Auch ließ man ihm nicht 
eher Ruh, bis er predigte — und unter welchem Zulauf geschah das! 
In Eisenach wurde er krank, doch erholte er sich bald wieder. Man 
warnle ihn, nicht weiter zu reisen denn man werde ihn in Worms zu 
Pulver verbrennen. Aber mutig antwortete er: ‚Wenn gleich meine 
Feinde ein Feuer machen, das von Worms nach Vittenherg reicht so 
will ich doch im Namen des Herr erscheinen, Christum bekennen und 
denselben allein walten laffen.· In der Nähe von Worms kam ihm 
ein Bote von Spalatin, seinem Freunde und des Kurfürsten Ge— 
heimschreiber und Hofprediger, entgegen er sollte doch ja nicht nach 
Woris kommen und sich in solche Gefahr begeben. Luther ließ aber 
zurücksagen: „Und wenn auch so viel Teufel in Worms wären als 
Ziegel auf den Dächern, so will ich doch hinein!“ 
Am 16. April 1521 zog er in Wormns ein. Vor seinem Wagen 
ritt der Kaiserliche Herold einher; eine Menge von Reitern und Wagen, 
die ihn eingeholt hatten schlofsen sich an, und mehr als 2000 Menschen 
drängten ihm nach bis in fein Quarlier. Schon am folgenden Mor—
	        

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Lesebuch Für Volksschulen. Greiz: Henning, 1895. Print.
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