GEI-Digital Logo Vollbild
  • Erstes Bild
  • Vorheriges Bild
  • Nächstes Bild
  • Letztes Bild
  • Doppelseitenansicht
  • Nach links rotieren
  • Nach rechts rotieren
  • Neuladen in Standardansicht
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Lesebuch für Volksschulen

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN1033004782
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-19299796
Titel:
Lesebuch für Volksschulen
Signatur:
DCH-II 121(4,1895)
Erscheinungsort:
Greiz
Verlag:
Henning
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1895
Ausgabenbezeichnung:
Vierte Auflage [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
I. Erbauliches und Beschauliches
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
[Lebensziel]
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Lesebuch für Volksschulen
  • Einband
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • I. Erbauliches und Beschauliches
  • [Leben mit Gott]
  • [Leben mit dem Nächsten]
  • [Leben mit der Natur]
  • [Lebensweisheit]
  • [Lebensziel]
  • II. Naturkundliches
  • [Lesestücke 1-20]
  • [Lesestücke 21-40]
  • [Lesestücke 41-60]
  • [Lesestücke 61-77]
  • III. Geographisches
  • [Lesestücke 1-20]
  • [Lesestücke 21-40]
  • [Lesestücke 41-61]
  • IV. Geschichtliches
  • [Lesestücke 1-20]
  • [Lesestücke 21-40]
  • [Lesestücke 41-60]
  • [Lesestücke 61-74]
  • Zugabe
  • Einband

Volltext

l. Erbauliches und Beschauliches. 
121. Kannitverstan. 
Der Mensch hat taͤglich Gelegenheit Betrachtungen über 
den Unbestand aller irdischen Dinge anzustellen, wenn er will, und 
zufrieden zu werden mit feinem Schicksal, wenn auch nicht viel ge⸗ 
bratene Tauben für ihn in der Luft herumfliegen. Aber dem 
e Umwege kam ein deutscher Handwerksbursche in Amsterdam 
urch den Irrtum zur Wahrheit und zu ihrer Erkenntnis. Denn als 
er in diese große und reiche Handelsstadt, voll prächtiger Häuser, 
wogender Schiffe und geschaͤftiger Menschen gekommen war, fiel ihm 
sogleich ein großes und schöͤnes Haus in die 8 wie er auf 
ganzen Wanderung von seinem Geburtsorte bis nach Amsterdam keines 
erlebt hatte. Lange betrachtete er mi Verwunderung dies kostbare 
Gebäude, die sechs Schornsteine auf dem Dach, die schönen Gesimse 
und die hohen Fenster, größer als an des Valers Haus daheim die 
Thür. Enblich konnte en sich nicht enthalten, einen Vorübergehenden 
anzureden. „Guter Freund“ redete er ihn an, „könnt Ihr mir nicht 
en wie der Herr heißt, dem dieses wunderschöne Haus gehört mit 
en Fenstern voll Tulipanen, Sterublumen und Levkojen?? — Der 
Mann aber, der vermutlich etwas Wichtigeres zu thun hatte, und zum 
Unglück gerade so viel von der deutschen Sprache verstand, als der 
Fragende von der holländischen, naͤmlich nichts sagte kurz und schnauzig: 
Kannitverstan“, und schnurtrte vorübern Dies woar enn holländisches 
Wort, oder drei wenn man's recht betrachtet und heißt auf deutsch 
so viel als: Ich kann Euch nicht verstehen. Aber der gute Fremdling 
rl es sei der Name des Mannes, nach dem er ant hatte. 
as muß ein grundreicher Mann sein der Herr Kannitverstan, dachte 
er und ging weiter. Gaff' aus Gass' ein kam er endlich an den 
Meerbusen, der da hn Het Ey, oder auf deutsch: Das Msilon. 
Da stand nun Schiff an Schiff und Mastbaum an Mastbaum, und 
er wußte anfänglich nicht, wie er es mit seinen zwei einzigen Augen 
durchfechten werde alle diese Merkwürdigkeiten genug zu sehen und zu 
betrachten, bis endlich ein großes Schiff seine Äufmerksamkeit an sich 
zog, das vor kurzem aus Ostindien angelangt war und jetzt eben aus— 
geladen wurde. Schon standen ganze Reihen von Kisten und Ballen 
auf⸗ und nebeneinander am Lande. Noch immer wurden mehr 3 
palt und Fässer voll Zucker und Kaffee, voll Reis und feffer. 
18 er aber zugesehen hatte, fragte er endlich einen, der eben eine 
Kiste auf der Achsel heraustrug, wie der glückliche Mann heiße, dem 
das Meer alle diese Waren ans Land bringe. Kannitverstan“, war 
die Antwort. Da dachte er: „Haha, schaut's da heraus? Kein Wunder, 
wem das Meer solche Reichtümer an das Land schwemmt, der hat gut 
solche Häuser in die Well stellen und solcherlei Tulipanen vor die 
Fenster in vergoldeten Scherben. Jetzt ging er wieder zurück und 
stellte eine traürige Betrachtung bei sich 2 an, was er für ein 
armer Mensch sei unter so vielen reichen Leiten in da Welt. Aber 
als er eben dachte: wenn ich's doch auch nur einmal so gut bekäme, 
6
	        

Zitieren und Nachnutzen

Zitieren und Nachnutzen

Hier finden Sie Downloadmöglichkeiten und Zitierlinks zu Werk und aktuellem Bild.

Monografie

METS MARC XML Dublin Core RIS IIIF Manifest Mirador ALTO TEI Volltext PDF DFG-Viewer OPAC

Kapitel

PDF RIS

Bild

PDF ALTO TEI Volltext
Herunterladen

Bildfragment

Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild Link zu einem IIIF Bildfragment

Zitierlinks

Zitierlinks

Monografie

Um dieses Werk zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
URN:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Kapitel

Um dieses Strukturelement zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Bild

URN:
URN:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Zitierempfehlung

Lesebuch Für Volksschulen. Greiz: Henning, 1895. Print.
Bitte das Zitat vor der Verwendung prüfen.

Werkzeuge zur Bildmanipulation

Werkzeuge nicht verfügbar

Bildausschnitt teilen

Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment