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Lesebuch für die Oberklassen katholischer Volksschulen

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN1035889013
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-18611633
Title:
Lesebuch für die Oberklassen katholischer Volksschulen
Shelfmark:
DCH-II 103(12,1899)
Place of publication:
Dortmund
Publisher:
Crüwell
Document type:
Monograph
Collection:
Readers, imperial Germany
Publication year:
1899
Edition title:
Ausgabe für den Regierungsbezirk Aachen, Zwölfte Auflage, (mit der vorigen Auflage übereinstimmend) [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
Erste Abteilung
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
[Lesestücke 141-160]
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Lesebuch für die Oberklassen katholischer Volksschulen
  • Binder
  • Title page
  • Inhaltsverzeichnis
  • Erste Abteilung
  • [Lesestücke 1-20]
  • [Lesestücke 21-40]
  • [Lesestücke 41-60]
  • [Lesestücke 61-80]
  • [Lesestücke 81-100]
  • [Lesestücke 101-120]
  • [Lesestücke 121-140]
  • [Lesestücke 141-160]
  • [Lesestücke 161-177]
  • Zweite Abteilung
  • A. Heimatkunde
  • B. Aus der Weltkunde
  • Dritte Abteilung
  • Anhang
  • Verzeichnis der Gedichte
  • Binder

Full text

133 
durch eigene Ersparnis, indem er fleiisig arbeitete und ein¬ 
gezogen lebte. Anfänglich ging es hart und langsam. Aber 
sein Sprichwort: „Was nicht ist, kann werden,“ gab ihm 
immer Mut und Hoffnung. Mit der Zeit ging es besser. Er 
wurde durch unverdrossenen Fleiss und Gottes Segen noch 
ein reicher Mann und ernährt jetzt die Kinder des armen 
Bruders Wonichtsist, der selber nichts zu heissen und zu 
nagen hat. 
16V. Die Eiche und -er Kürbis 
(Johann Wilhelm Ludwig Glcim.) 
1. Sohn, mit Weisheit und Verstand 
Ordnete des Schöpfers Hand 
Alle Dinge. Sieh umher! 
Keines steht von ohngefähr, 
Wo es steht. Das Firmament, 
Wo die große Sonne brennt, 
Hub der kleinste Sonnenstaub, 
Deines Atems leichter Raub, 
Trat auf unsers Gottes Wort 
Jegliches an seinen Ort. 
Jedes Diilg in seiner Welt 
Ist vollkomnlen: dennoch hält 
Mancher Thor es nicht dafür 
Und kunstrichtert Gott in ihr! 
2. Solch ein Thor war jener Mann, 
Den ich dir nicht nennen kann, 
Der, als er an schwachen Ranken 
Einen Kürbis hangen sah, 
Groß und schwer wie deiner da, 
Den du selbst gezogen hast, 
Den verwegenen Gedanken 
Hegte: Nein, solch eine Last 
Hätt' ich an so schwaches Reis 
Wahrlich doch nicht aufgehangen! 
Mancher Kürbis, gelb und weiß, 
Reih' bei Reih', in gleichen: Raun:, 
Hätte sollen herrlich prangen 
Hoch am starken Eichenbaum! 
3. Also denkend, geht er fort 
Und gelanget an den Ort 
Einer Eiche, lagert sich 
Längelang in ihrem Schatten 
Und schläft ein. — 
Die Winde hatten 
Manchen Monat nicht geweht; 
Aber als er schläft, entsteht 
In der Eiche hohem Wipfel 
Ein Gebrause; starke Weste 
Schütteln ihre vollen Äste. 
Plötzlich stürzt von dem Bewegen 
Prasselnd ein geschwinder Regen 
Reifer Eicheln von dem Gipfel. 
4. Viele liegen auf dem Grase, 
Aber eine fällt gerade 
Dem Kunstrichter auf die Nase. 
Plötzlich springt er auf und sieht 
Daß sie blutet. Dieser Schade 
Geht noch an, denkt er und flieht 
Und bereuet auf der Flucht 
Den Gedanken, welcher wollte, 
Daß der Eichbaum eine Frucht 
Gleich dem Kürbis tragen sollte. 
„Traf ein Kürbis mein Gesicht," 
Sprach er, „nein, so lebt' ich nicht! 
O wie dumm hab' ich gedacht! 
Gott hat alles wohl gemacht!"
	        

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Eisenmann, Joseph Anton. Lehrbuch Der Allgemeinen Geographie. München: Fleischmann, 1822. Print.
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