GEI-Digital Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
  • Rotate to the left
  • Rotate to the right
  • Reset image to default view
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Lesebuch für die Oberklassen katholischer Volksschulen

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN1035889013
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-18611633
Title:
Lesebuch für die Oberklassen katholischer Volksschulen
Shelfmark:
DCH-II 103(12,1899)
Place of publication:
Dortmund
Publisher:
Crüwell
Document type:
Monograph
Collection:
Readers, imperial Germany
Publication year:
1899
Edition title:
Ausgabe für den Regierungsbezirk Aachen, Zwölfte Auflage, (mit der vorigen Auflage übereinstimmend) [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
Erste Abteilung
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
[Lesestücke 161-177]
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Lesebuch für die Oberklassen katholischer Volksschulen
  • Binder
  • Title page
  • Inhaltsverzeichnis
  • Erste Abteilung
  • [Lesestücke 1-20]
  • [Lesestücke 21-40]
  • [Lesestücke 41-60]
  • [Lesestücke 61-80]
  • [Lesestücke 81-100]
  • [Lesestücke 101-120]
  • [Lesestücke 121-140]
  • [Lesestücke 141-160]
  • [Lesestücke 161-177]
  • Zweite Abteilung
  • A. Heimatkunde
  • B. Aus der Weltkunde
  • Dritte Abteilung
  • Anhang
  • Verzeichnis der Gedichte
  • Binder

Full text

— 134 — 
161. Eine Ohrfeige zu rechter Zeit. 
(Oldenburger Volksbote.) 
In einer der bedeutendsten Städte Norddeutschlands lebte 
ein Kaufmann, Namens Müller, dem in letzter Zeit oft ein jun¬ 
ger, wohlgekleideter Mensch begegnete, der ihn sehr freundlich, 
;a fast zutraulich grüßte. Herr Müller erwiderte den Gruß 
zwar gern; da er sich aber nicht erinnerte, den jungen Men¬ 
schen je gesehen zu haben, so glaubte er, dieser verwechsele 
ihn mit jemand, dem er vielleicht ähnlich sei. 
Eines Tages nun war Herr Müller zu einem Freunde ge¬ 
laden, und als er zur bestimmten Zeit auf dem Landsitze des¬ 
selben eintraf, fand er denselben jungen Mann schon mit dem 
Hausherrn in eifrigem Gespräch die schattigen Alleen auf- und 
abgehend. Er näherte sich den beiden, die ihn auch schon ans 
der Ferne bemerkt hatten. Der Wirt wollte nun seine Freunde 
einander vorstellen; aber der jüngere machte eine abwehrende 
Bewegung mit der Hand, indem er sagte: „Das ist nicht nötig, 
wir kennen uns schon viele Jahre." — „Ich glaube, Sie sind 
im Irrtum," nahm jetzt Herr Müller das Wort. „Ich habe 
allerdings seit einiger Zeit manchen freundlichen Gruß von 
Ihnen bekommen, aber außerdem sind Sie mir völlig fremd." 
— „Und doch bleibt es dabei; ich kenne Sie lange und habe 
mich sehr gefreut, Sie heute hier zu sehen und eine Gelegenheit 
zu haben,, Ihnen meinen herzlichen Dank auszudrücken." — „Sie 
sprechen in Rätseln. Wie kann ich Sie zum Dank verpflichtet 
haben, wenn ich Sie gar nicht kenne?" — „Das ist aller¬ 
dings eine alte Geschichte; aber wenn wir uns hier nieder¬ 
setzen und Sie mir dann einige Augenblicke zuhören wollen, 
so glaube ich, werden Sie sich meiner doch vielleicht noch 
erinnern. 
Es sind jetzt 17 Jahre her, — ich war damals ein 
Knabe von 9 Jahren, — als ich auf meinem Schulwege 
darüber nachdachte, wie angenehm es sein würde, wenn ich zu 
dem Brot, das mir die Mutter zum Frühstück mitgegeben, 
auch einen Apfel hätte; meine Kameraden aßen oft so schöne, 
große Äpfel, und ich bekam nur selten Obst. Mit solchen Ge¬ 
danken kam ich auf den Marktplatz, über den mein Weg führte. 
Da waren viele Körbe voll der auserlesensten Früchte, die 
mich so recht anlachten. Ich blieb unwillkürlich stehen, um sie 
zu betrachten. Die Eigentümerin hatte ihrer Ware den Rücken 
zugekehrt und sprach angelegentlich mit einer Nachbarin. Da 
kam mir so der Gedanke: Sie wird es kaum bemerken, wenn 
du einen Apfel nimmst; sie behält ja noch eine große Menge.
	        

Cite and reuse

Cite and reuse

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS IIIF manifest Mirador ALTO TEI Full text PDF DFG-Viewer OPAC

Chapter

PDF RIS

Image

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Image

URN:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Lesebuch Für Die Oberklassen Katholischer Volksschulen. Dortmund: Crüwell, 1899. Print.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment