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Lesebuch für die Oberklassen katholischer Volksschulen

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN1035889013
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-18611633
Title:
Lesebuch für die Oberklassen katholischer Volksschulen
Shelfmark:
DCH-II 103(12,1899)
Place of publication:
Dortmund
Publisher:
Crüwell
Document type:
Monograph
Collection:
Readers, imperial Germany
Publication year:
1899
Edition title:
Ausgabe für den Regierungsbezirk Aachen, Zwölfte Auflage, (mit der vorigen Auflage übereinstimmend) [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
Zweite Abteilung
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
B. Aus der Weltkunde
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
3. Naturkundliche Bilder
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Lesebuch für die Oberklassen katholischer Volksschulen
  • Binder
  • Title page
  • Inhaltsverzeichnis
  • Erste Abteilung
  • [Lesestücke 1-20]
  • [Lesestücke 21-40]
  • [Lesestücke 41-60]
  • [Lesestücke 61-80]
  • [Lesestücke 81-100]
  • [Lesestücke 101-120]
  • [Lesestücke 121-140]
  • [Lesestücke 141-160]
  • [Lesestücke 161-177]
  • Zweite Abteilung
  • A. Heimatkunde
  • B. Aus der Weltkunde
  • 1. Geographische Bilder
  • 2. Geschichtliche Bilder
  • 3. Naturkundliche Bilder
  • Dritte Abteilung
  • Anhang
  • Verzeichnis der Gedichte
  • Binder

Full text

420 
seinen Zwecken. Er kann nichts Neues schaffen, sondern nur die 
Formen und Gestalten des von Gott Geschaffenen verändern. 
Die Naturerzeugnisse, z. B. ein Stein, ein Apfelbaum und 
ein Vogel, sind unter sich in wesentlichen Stücken verschieden. 
Der Stein nimmt keine Nahrung zu sich, in ihm regt und 
bewegt sich nichts; er treibt aus seinem Innern keine Teile nach 
außen hervor, keine Blätter, keine Blüten, keine Früchte; er 
wächst nicht, empfindet nicht; kurz, er ist leblos. 
Der Baum dagegen nimmt Nahrung zu sich, er wächst, er 
treibt aus seinem Innern Zweige, Blätter, Blüten und Früchte; 
aus seinen Fruchtkernen entstehen neue Bäume seiner Art: der 
Baum ist also ein lebendes Wesen. Er kann sich aber nicht 
selbst bewegen, nicht von einem Orte zum andern gelangen, er 
empfindet auch nicht. Der Vogel endlich nimmt ebenfalls Nah¬ 
rung zu sich, in seinem Innern ist Regung und Bewegung, er 
kann seinen ganzen Körper aus eigener Kraft bewegen und von 
einem Orte zum andern gelangen; aus den Eiern, die er legt, 
-entstehen junge Vögelein; er empfindet; er kann andere Dinge 
um sich her unterscheiden; kurz, der Vogel lebt. Alle Natur¬ 
erzeugnisse sind mithin entweder leblos oder lebendig, und die 
letzteren entweder mit oder ohne Empfindung, mit oder ohne 
willkürliche Bewegung. 
Die Naturerzeugnisse, welche von innen nach außen wachsen 
und besondere Werkzeuge zur Nahrung und zum Wachstum 
haben, nennt man organische, d. h. mit Werkzeugen versehene. 
Die, welche keine solche Werkzeuge haben, sondern sich durch 
Ansetzen gleichartiger Teile von außen vergrößern, heißen unor¬ 
ganische. Die organischen Naturerzeugnisse, welche leben, em¬ 
pfinden und sich bewegen können, nennt man Tiere; die, welche 
leben, aber nicht empfinden und sich nicht bewegen können, 
Pflanzen. Die unorganischen Naturerzeugnisse endlich werden 
Mineralien genannt. 
305. Gott sorgt auch für die verwaisten Tiere. 
(Gespräche Eckermanns mit Goethe.) 
„Ist es nicht wunderbar, daß der junge Kuckuck auch von 
solchen Vögeln gefüttert wird, die ihn nicht gebrütet und erzogen 
haben?" 
Auf diese Äußerung, welche bei Gelegenheit eines Ge¬ 
spräches über den Kuckuck der große Dichter Goethe gegen den 
Naturforscher Eckermann that, antwortete „letzterer: „Es ist 
freilich wunderbar, doch gibt es wohl etwas Ähnliches. Ja, ich 
ahne in dieser Richtung sogar ein großes Gesetz, das tief durch
	        

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Lesebuch Für Die Oberklassen Katholischer Volksschulen. Dortmund: Crüwell, 1899. Print.
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