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[Teil 3] (Teil 3)

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN176024550X
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-21336341
Title:
Deutsches Lesebuch für Bürgerschulen
Author:
Jacobi, Alfred
Mehl, Hermann
Pilecka, Victor
Place of publication:
Wien
Publisher:
Manz'sche k. k. Hof-Verlags- und Universitäts-Buchhandlung
Document type:
Multivolume work
Collection:
Austria
Publication year:
1888
Edition title:
[Ausgabe] in drei Theilen
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Volume

Persistent identifier:
PPN1760245844
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-21335648
Title:
[Teil 3]
Shelfmark:
A D-183(4,1888)3
Author:
Jacobi, Alfred
Mehl, Hermann
Pilecka, Victor
Volume count:
Teil 3
Place of publication:
Wien
Publisher:
Manz'sche k. k. Hof-Verlags- und Universitäts-Buchhandlung
Document type:
Volume
Collection:
Austria
Publication year:
1888
Edition title:
in drei Theilen, 4. Auflage [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
Das Nibelungenlied
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Deutsches Lesebuch für Bürgerschulen
  • [Teil 3] (Teil 3)
  • Binder
  • Title page
  • Inhalts-Verzeichnis
  • Das Nibelungenlied
  • Das Gudrunlied
  • Walther von der Vogelweide
  • Martin Luther
  • Hans Sachs
  • Volkslieder
  • Paul Gerhardt
  • Friedrich von Logan
  • Christian Fürchtegott Gellert
  • Friedrich Gottlieb Klopstock
  • Gotthold Ephraim Lessing
  • Christoph Martin Wieland
  • Johann Gottfried von Herder
  • Gottfried August Bürger
  • Johann Heinrich Votz
  • Ludwig Heinrich Christoph Hölty
  • Friedrich Leopold Graf zu Stolberg
  • Mathias Claudius
  • Johann Wolfgang von Goethe
  • (Johann Christoph) Friedrich von Schiller
  • Johann Gottfried Seume
  • Ludwig Tieck
  • Josef Freiherr von Eichendorff
  • Adalbert von Chamisso
  • Ernst Moriz Arndt
  • Karl Theodor Körner
  • Max von Schenkendorf
  • Ludwig Uhland
  • Justinus Kerner
  • Gustav Schwab
  • Friedrich Rückert
  • August Graf von Platen
  • Heinrich Heine
  • Johann Ladislaus Pyrker von Felsö-Eör
  • Ignaz Franz Castelli
  • Josef Christian Freiherr von Bedlitz
  • Nikolaus Lenau (Nikolaus Niembsch, Edler von Strehlenau)
  • Anastasius Grün (Anton Alexander Maria Graf von Auersperg)
  • Johann Nepomuk Vogl
  • Johann Gabriel Seidl
  • Karl Egon Ebert
  • Franz Grillparzer
  • Ernst Freiherr von Feuchtersleben
  • Adalbert Stifter
  • Moriz Hartmann
  • Friedrich Halm
  • Ludwig August Frankl
  • Charles Sealsfield
  • Petri Kettenfeier Rosegger
  • Josef Rank
  • Karl Beck
  • Eduard Bauernfeld
  • Bettn Paoli
  • Franz Dingelstedt
  • Alexander von Humboldt
  • Gebrüder Grimm
  • Leopold Ranke
  • Julius Mosen
  • Ferdinand Freiligrath
  • Friedrich Bodenstedt
  • Gottfried Kinkel
  • Gustav Freytag
  • Berthold Auerbach
  • Emanuel Geibel
  • Julius Sturm
  • Binder

Full text

verbrachten sie zehn Tage. Am elften zur Vesperzeit, als Ritterspiele 
auf dem Hofe getrieben wurden, saßen die zwei Koͤniginnen zusammen. 
Da rühmte Kriemhild ihren Siegfried, wie er herrlich vor allen 
Recken gehe. Brunhild entgegnete, dass er doch nur Gunthers Eigen— 
mann sei. So eiferten sie in kränkenden Worten, und als sie darauf 
zur Kirche giengen, kamen sie, die sonst immer beisammen giengen, 
jede mit besonderer Schar ihrer Jungfrauen zum Münster. 
(Brunhild hieß Kriemhilden als Weib eines Lehensmannes zurück⸗ 
stehen. Da warf Kriemhild ihr vor, dass Siegfried es gewesen sei, 
der sie überwunden habe, und gieng in das Münster vor der weinen— 
den Königin. Nach dem Gottesdienste wartete Brunhild vor dem 
Münster und verlangte von Kriemhilden den Beweis jener Rede. Kriem— 
hild zeigte Ring und Gürtel, den Siegfried ihr gegeben, und abermals 
weinte die Königin und gedachte, wie sie den angethanen Schimpf 
rächen wolle. Hagen gelobte, ihr Weinen an Siegfried zu rächen. 
Falsche Boten wurden bestellt und ritten zu Worms ein, als 
hätten sie von Liudeger und Liudegast, die man auf Treu und Glau— 
ben freigelassen, neuen Krieg anzusagen. Siegfried, der seinem Freunde 
stets gern diente, erbot sich alsbald, den Kampf für ihn zu bestehen. 
Als das Heer bereit war, nahm Hagen von Kriemhild Abschied. 
Sie bezeugte Reue über das, was sie gethan, und bat ihn, über 
Siegfrieds Leben in der Schlacht zu wachen. Deshalb vertraute sie 
ihm, dass Siegfried an einer Stelle, zwischen den Schultern, ver— 
wundbar sei, wohin ihm ein Lindenblatt gefallen war, als er sich im 
Blute des Drachen gebadet hatte. Diese Stelle zu bezeichnen, nähte 
sie nach Hagens Rath auf ihres Mannes Gewand ein kleines Kreuz. 
Hagen freute sich der gelungenen List, und kaum war Siegfried aus 
gezogen, so kamen andere Boten mit Friedenskunde. Ungern kehrte 
Siegfried um. Statt der Heerfahrt sollte nun im Waäsgauwalde 
eine Jagd auf Schweine, Bären und Wisente gehalten werden. 
Weinend ohne Maß entließ Kriemhild den Gemahl. Ihr hatte 
geträumt, wie ihn zwei wilde Schweine über die Heide gejagt und 
die Blumen vom Blute roth geworden, wie zwei Berge über ihn 
zusammengefallen und sie ihn nimmermehr gesehen. Mit Gunther, 
Hagen und großem Jagdgefolge ritt Siegfried zu Walde. Gernot 
und Giselher blieben daheim. Viel Rosse, mit Speisen beladen, 
wurden über den Rhein geführt auf einen Anger vor dem Walde. 
Die Jagdgesellen trennten sich, damit man sehe, wer der beste 
Weidmann sei. Siegfried nahm sich einen alten Jäger mit einem 
Spürhund; kein Thier entrann ihm, Berg und Wald machte er leer, 
er gewann Lob vor allen. Schon wurde zum Imbiss geblasen, als 
Siegfried einen Bären aufjagte. Er springt vom Rosse, läuft dem 
Thiere nach, fängt und bindet es auf seinen Sattel. So ritt er zur 
Feuerstätte. Als er abgestiegen, ließ er den Bären los, der unterm 
Gebell der Hunde durch die Küche rannte, Kessel und Brände zu— 
sammenwarf, zuletzt aber von Siegfried ereilt und mit dem Schwerte
	        

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Jacobi, Alfred, Hermann Mehl, and Victor Pilecka. [Teil 3]. Wien: Manz’sche k. k. Hof-Verlags- und Universitäts-Buchhandlung, 1888. Print.
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