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Der Kinderfreund

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN1037023471
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-18690405
Titel:
Der Kinderfreund
Signatur:
DCH-II 110(1,11)
Erscheinungsort:
Detmold
Verlag:
Meyer
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1911
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
ein Lesebuch für die Mittelstufe der Volksschulen im Fürstentum Lippe

Kapitel

Titel:
IV. Aus dem Erwerbsleben
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
[Lesestücke 221-240]
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Der Kinderfreund
  • Einband
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • Verzeichnis der Bilder
  • Zum Eingang
  • I. Aus der Natur
  • [Lesestücke 2-20]
  • [Lesestücke 21-40]
  • [Lesestücke 41-60]
  • [Lesestücke 61-80]
  • [Lesestücke 81-107]
  • II. Aus Heimat, Vaterland und weiter Welt
  • III. Aus alter und neuer Zeit
  • IV. Aus dem Erwerbsleben
  • [Lesestücke 192-200]
  • [Lesestücke 201-220]
  • [Lesestücke 221-240]
  • [Lesestücke 241-262]
  • V. Aus dem sittlichen Gemeinschaftsleben
  • VI. Aus dem christlich-religiösen Leben
  • Einband

Volltext

diener brauchte späterhin dies Mittel nicht mehr anzuwenden. 
Der König gewöhnte sich sehr bald daran, früh aufzustehen, 
und war dafür seinem Kammerdiener sehr dankbar. 
Merkt hiebei das schöne Sprichwort: Morgenstunde hat 
Gold im Munde. Pfennigmagazin für Kinder. 
241. Die Quelle. 
An einem heißen Sommertage ging der kleine Wilhelm über 
Feld. Seine Wangen glühten vor Hitze, und er lechzte vor Durst. 
Da kam er zu einer Quelle, die im kühlen Schatten einer Eiche 
hell wie Silber aus einem Felsen hervorbrach. 
Wilhelm trank sogleich von dem eiskalten Wasser — und sank 
fast ohnmächtig zur Erde. Er kam krank nach Hause und verfiel in 
ein gefährliches Fieber. „Ach," seufzte er auf seinem Krankenbette, 
„wer hätte es jener Quelle angesehen, daß sie ein so schädliches Gift 
enthalte!" 
Allein Wilhelms Vater sprach: „Die reine Quelle ist an deiner 
Krankheit nicht schuld, sondern deine Unvorsichtigkeit." 
Mein Kind, prüfe, was deinem Leibe gesund ist; und was ihm 
ungesund ist, das gib ihm nicht? 
242. Auf dem Bahnhöfe. 
„Einsteigen in der Richtung nach Herford!" schallt es durch die 
Wartesäle. Hastig erhebt sich alles und eilt auf den Bahnsteig dem 
Zuge entgegen, der bereits laut donnernd heranbraust. Wer 
Gepäck hat, steht schon draußen bereit, um nicht zu spät zu kommen, 
denn man muß rasch zur Hand sein, wenn man einen Platz bekommen 
will. „Vorsicht!" ertönt es laut durch die drängende Menge; der 
Bahnhofsvorsteher mit der roten Mütze treibt die allzu Vorwitzigen 
zurück, damit sie nicht vom Zuge erfaßt werden. „Vorsicht!" rufen 
auch die Leute der Post und die Gepäckträger, die ihren schweren 
Karren durch das Gewühl hindurchschieben müssen. Da gibt es 
manchen Puff und Knuff, der aber nicht weiter übelgenommen wird. 
Dazu ist jetzt keine Zeit. Eben hält der Zug, schnaubend und keuchend 
steht die Lokomotive da, wie einer, der sich beim Laufen überanstrengt 
hat und sich nun einmal verpusten will. Rasch öffnen sich die Türen 
der Wagen; manch fröhlicher Willkommengruß wird ausgetauscht; 
daneben wird traurig Abschied genommen. Längs des Zuges irren 
Leute umher, die vergeblich einen Platz suchen und ängstlich nach dem 
Schaffner rufen. Andere suchen ihre Gepäckträger. Kellner mit 
allerhand Erfrischungen eilen am Zuge auf und ab, Zeitungsverkäufer 
rufen ihre Blätter aus, alles in Hast und Eile, denn schon heißt es: 
„Bitte, Platz nehmen!" Die Türen werden zugeklappt, die Post-
	        

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Zitierempfehlung

Preuß, August Eduard, and J. A. Vetter. Preußischer Kinderfreund. Königsberg: Bon, 1840. Print.
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