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Lesebuch für die Mittel- und Oberstufe (Teil 3, [Schülerband])

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN1041844204
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-18859765
Titel:
Ferdinand Hirts Lesebuch für Volksschulen
Bearbeiter*in/Herausgeber*in:
Lepke, Joseph
Erscheinungsort:
Breslau
Verlag:
Hirt
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1895
Ausgabenbezeichnung:
Ausgabe F, Lesebuch für katholische Volksschulen
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Band

Persistenter Identifier:
PPN1041844514
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-18859425
Titel:
Lesebuch für die Mittel- und Oberstufe
Signatur:
DCH-II 23(12,1895)-3a
Bandzählung:
Teil 3, [Schülerband]
Erscheinungsort:
Breslau
Verlag:
Hirt
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1895
Ausgabenbezeichnung:
Ausgabe F, Lesebuch für katholische Volksschulen, 12. Stereotyp-Auflage [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
Mittelstufe
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
B. Spiegel der Natur
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Ferdinand Hirts Lesebuch für Volksschulen
  • Lesebuch für die Mittel- und Oberstufe (Teil 3, [Schülerband])
  • Einband
  • Zur gefälligen Beachtung
  • Titelseite
  • Werbung
  • Über die Einrichtung und Benutzung des Lesebuches
  • I. Übersicht des Inhalts
  • Übersicht der Abbildungen
  • II. Übersicht der Lesestücke vaterländischer Dichtung
  • Mittelstufe
  • A. Lebensspiegel
  • B. Spiegel der Natur
  • C. Sagen, Legenden und Erzählungen aus der Geschichte
  • Zur Erinnerung an das Jahr 1888
  • Oberstufe
  • Zur gefälligen Beachtung
  • Einband

Volltext

30. Der Totengräber. 
den Raub zu fangen, gräbt er sich im trockenen, feinen Sand ein 
trichterförmiges Loch, die sogenannte Fallgrube, verbirgt sich im Grunde 
desselben und lauert auf die zu⸗ 
fällig herbeikommenden Insekten. 
Den ganzen Körper hält er 
unter Sand verborgen bis an 
den Kopf und die spitzigen Fänge. 
Läuft nun eine Ameise, oder eine 
Fliege, oder eine Raupe, oder 
ein anderes kleines Insekt in 
jene Grube und denkt nichts Arges, so rutschen sie an der Wand 
des losen Sandes der Grube hinunter, fallen dem Ameisenlöwen 
zwischen die ausgestreckten Freßzangen, werden von diesem gepackt, 
rein ausgesogen und dann hinausgeworfen. Will die Ameise die Wand 
hinaufspringen und entfliehen, so schießt der räuberische Grubenmann 
nach ihr mit Pulver und Schrot. Er ladet die Schaufel einmal ums 
andere und wirft aus allen Leibeskräften Sand in die Höhe, so daß 
dieser wie ein Regen auf die zappelnde Ameise herabfällt und sie auf 
dem beweglichen Boden heruntertreibt. Ist einmal ein Inselt von diesem 
Räuber ergriffen, so kommt es selten los. Der Ameisenlöwe kann sehr 
lange hungern, aber dennoch leidet er selten Mangel; denn solches 
Wild, wie er es liebt, läuft genug in der Welt herum, so daß er den 
Sommer über manches Stück fangen kann. Im Juni oder Juli gräbt 
er sich tiefer in den Sand und umgiebt sich mit einer aus weißen 
Fãden bestehenden Hülle, die er selber spinnt, und die auswendig mit 
Sand bedeckt ist. Wenn man daher im August an die Grube geht, 
wo man vorher den Ameisenlöwen beobachtet hat, so wird man da⸗ 
selbst im Sande eine haselnußgroße Sandkugel finden. Diese enthält 
einen eingesponnenen Ameisenlöwen. Vier Wochen lang hält er sich 
still im engen Kämmerlein, verpuppt sich und verwandelt sich in ein 
geflügeltes Inselt, welches etwa nach 2 bis 3 Wochen die Hülle durch⸗ 
bricht, herausschlüpft und die Puppenhülse zur Hälfte im Loche stecken läßt. 
30. Der Totengräber. 
Der Totengräber ist ein Käferchen, noch kleiner als ein Mailäfer. 
Er hat das Geschäft erhalten, die kleinen Tiere zu begraben. Man 
hat ihm deshalb den Namen Totengräber“ gegeben. Liegt im 
Sommer auf dem Felde ein totes Mäuschen, so währt es nicht lange, 
2
	        

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Lepke, Joseph. Lesebuch Für Die Mittel- Und Oberstufe. Breslau: Hirt, 1895. Print.
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