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[Teil 2 = 7. und 8. Schuljahr, [Schülerband]] (Teil 2 = 7. und 8. Schuljahr, [Schülerband])

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN1045325074
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-18417797
Title:
Lesebuch für die Oberklassen der Volksschulen
Place of publication:
Chemnitz
Publisher:
Pickenhahn
Document type:
Multivolume work
Collection:
Readers, imperial Germany
Publication year:
1898
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Volume

Persistent identifier:
PPN1045325171
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-18417659
Title:
[Teil 2 = 7. und 8. Schuljahr, [Schülerband]]
Shelfmark:
DDH-II 58(5,1898)-2
Volume count:
Teil 2 = 7. und 8. Schuljahr, [Schülerband]
Place of publication:
Chemnitz
Publisher:
Pickenhahn
Document type:
Volume
Collection:
Readers, imperial Germany
Publication year:
1898
Edition title:
Fünfte, veränderte Auflage [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
A. Prosa
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
II. Aus der Weltgeschichte
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Lesebuch für die Oberklassen der Volksschulen
  • [Teil 2 = 7. und 8. Schuljahr, [Schülerband]] (Teil 2 = 7. und 8. Schuljahr, [Schülerband])
  • Binder
  • Title page
  • Inhaltsverzeichnis
  • A. Prosa
  • I. Erzählungen, Märchen, Fabeln, Parabeln
  • II. Aus der Weltgeschichte
  • III. Aus der Erdkunde
  • IV. Aus der Naturkunde
  • B. Poesie
  • Binder

Full text

112 
In der Nacht ward die flackernde Lebensflamme immer schwächer. 
In halb bewußtlosem Zustande, ohne zu leiden, verbrachte der Kaiser die 
setzten Stunden. Hart an seinem Bette saß die Kaiserin, des Gemahles 
Hand in der ihren. Nichts konnte sie bewegen, die Hand des Sterbenden 
zu lassen. Immer kürzer wurden die Atemzüge. Da, um 19 Uhr am 
Morgen des 9. März — noch ein tiefes Auffeufzen, und Kaiser Wilhelm 
hatte ausgerungen. 
Unermeßlich groß war der *n des deutschen Volkes. Den 
Gefühlen aller gab Bismarck im Reichstage erhabenen und zugleich 
rührenden Ausdruck, als er mit oft von Chränen erstickter Stimme die 
Grõöße des verewigten KNaisers würdigte. Er schloß seine Rede mit 
folgenden Worten: „Die heldenmütige Tapferkeit, das nationale, hoch— 
gespannte Ehrgefühl und vor allen Dingen die treue, arbeitsame Pflicht 
erfüllung im Dienste des Vaterlandes und die Liebe zum Vaterlande, die 
in unserm dahingeschiedenen Herrn verkörpert waren, mögen sie ein 
unzerstörbares Erbteil unserer Nation sein, das uns der aus unserer 
Mitte geschiedene Kaiser hinterlassen hatl“ Nach Bernhard Kugler. 
III. Aus der Erdkunde. 
57. Deutschland. 
Deutschland gehört zu den schönsten Ländern, welche die Sonne 
begrüßt in ihrem ewigen Laufe. Unter einem gemäßigten Himmel liegend, 
leidet dieses Land weder unter der sengenden Glut des Südens noch ünter 
der Erstarrung nördlicher Gegenden. In seiner edeneal zeigt es die 
größte Abwechslung und die reichste Mannigfaltigkeit, köstlich für das Auge, 
erheiternd und erhebend fürs Gemüt. Auch bringt unser Vaterland alles 
hervor, was der Mensch bedarf zu seiner Erhaltung wie zur Förderung 
des Geistes, ohne ihn zu verweichlichen oder zu verhärten. 
Der Boden ist fähig zu jeglichem Anbau. Unterhalb des ewigen 
Schnees der Alpen dehnen sich die herrlichsten Weiden aus. Am Fuße der 
kahlen Felswand zieht sich ein üppiges Thal dahin. Neben Moor und Heide, 
die nur von der bleichen Binse und der dornigen Brombeerstaude belebt sind 
und menschlichem Fleiße nichts gewähren als die magere Frucht des Hafers 
oder der Kartoffel, erfreuen das Auge des Menschen die kräftigsten Fluren, 
geeignet zu den schönsten Saatfeldern und den herrlichsten Erzeugnissen des 
Gartenbaues. Fruͤchtbäume prangen in unzählbarer Menge und in jeglicher 
Art, vom sauern Holzapfel bis zur lieblichen Pfirsiche. Hoch auf den Bergen 
des Landes hebt unter Buchen und Tannen die gewaltige Eiche ihr Haupt 
zu den Wolken empor und blickt über Abhänge und Hügel hinweg, die den 
köstlichen Wein erzeugen, die Freude der Menschen, der hohen wie der geringen. 
Kein reißendes Tier schreckt, kein giftiges Gewürm droht, kein häßliches 
Ungeziefer quält. Aber Überfluß gewährt das Land an nützlichem Vieh 
für des Menschen Arbeit und Genüsse. Das Schaf trägt Wolle für das 
feinste Gespinst, der Stier verkündet Kraft und Stärke in Bau und Gestalt,
	        

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[Teil 2 = 7. Und 8. Schuljahr, [Schülerband]]. Chemnitz: Pickenhahn, 1898. Print.
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