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[Band 2, [Schülerband]] (Band 2, [Schülerband])

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN1046130196
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-18157317
Title:
Lesebuch für die Münchener Volksschulen
Place of publication:
München
Publisher:
Oldenbourg
Document type:
Multivolume work
Collection:
Readers, imperial Germany
Publication year:
1911
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Volume

Persistent identifier:
PPN1046130501
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-18157147
Title:
[Schuljahr 8, [Schülerband]]
Shelfmark:
DDH-II 48(1,13)-8k
Volume count:
Schuljahr 8, [Schülerband]
Place of publication:
München
Publisher:
Oldenbourg
Document type:
Volume
Collection:
Readers, imperial Germany
Publication year:
1913
Edition title:
Knaben, Vorzugsdruck, 1. Auflage [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Table of contents

Title:
Inhaltsverzeichnis
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Table of contents

Contents

Table of contents

  • Sammlung ausgewählter Lesestoffe für Lehrer- und Lehrerinnenseminare
  • [Band 2, [Schülerband]] (Band 2, [Schülerband])
  • Binder
  • Title page
  • Vorwort
  • I. Aus der Geschichte und Kulturgeschichte
  • II. Aus der Kunst- und Literaturgeschichte
  • III. Aus der Natur-, Länder- und Volkswirtschaftskunde
  • Inhaltsverzeichnis
  • Advertising
  • Binder

Full text

298 
68. Naturwissenschaft und Technik. 
Werner von Siemens. 
„Wissenschaftliche und technische Arbeiten." Berlin. 1891. 2. Band. 
Je tieferen Einblick wir in das geheimnisvolle Walten der Naturkräfte 
5 gewinnen, desto mehr überzeugen wir uns, daß wir erst im ersten Vorhof 
der Wissenschaft stehen, daß noch ein unermeßliches Arbeitsfeld vor uns 
liegt, und daß es wenigstens sehr fraglich erscheint, ob die Menschheit 
jemals zur vollen Erkenntnis der Natur gelangen wird. Es liegt daher 
kein Grund vor, an der Fortdauer des beschleunigten Aufschwungs der 
10 naturwissenschaftlich-technischen Entwicklung zu zweifeln, wenn nicht die 
Menschen selbst durch kulturfeindliche Handlungen sie durchkreuzen. Doch 
selbst solche feindlichen Eingriffe können fortan nur zeitweilige Unterbrechungen 
des Entwicklungsgangs, höchstens nur kurze, örtlich begrenzte Rückschritte 
hervorrufen; denn vor jenem immer tiefer in alle Berufsklassen und Volks- 
15 schichten eindringenden Lichte der Wissenschaft ziehen sich nicht nur die 
Kinder der alten Finsternis, der Aberglaube und das Vorurteil, mehr und 
mehr zurück und verlieren allmählich die ihnen eigene Kraft, auf den Gang 
der Entwicklung hemmend und störend einzuwirken, sondern dank der Buch- 
drnckerkunst und der nunmehrigen räumlichen Ausbreitung der modernen 
20 Kultur können die naturwissenschaftlich-technischen Errungenschaften der 
Menschheit überhaupt nicht wieder verloren gehn. Auch erwächst den 
Völkern, die sie pflegen und hegen, durch sie ein so gewaltiges Übergewicht, 
eine solche überwiegende Machtfülle, daß ihr Unterliegen im Kampfe gegen 
unzivilisierte Völker und damit das Hereinbrechen eines neuen barbarischen 
25 Zeitalters als vollkommen ausgeschlossen erscheint. Wenn wir aber die 
jetzige Kulturentwicklung als eine unaufhaltsame und unzerstörbare ansehen 
müssen, so bleibt uns zwar das Endziel verborgen, dem diese Entwicklung 
zustrebt, wir können aber ans dem Entwicklungsgänge selbst erkennen, in 
welcher Richtung sie die bisherigen Grundlagen des Völkerlebens verändern 
30 muß. Zu diesem Zwecke brauchen wir nur die schon eingetretenen Änderungen 
weiter zu verfolgen. Wir erkennen dann leicht, daß im Zeitalter der 
Herrschaft der Naturwissenschaften dem Menschen die schwere Körperarbeit, 
von der er in seinem Kampfe um das Dasein stets schwer niedergedrückt 
war und großenteils noch ist, mehr und mehr durch die wachsende Benutzung 
35 der Naturkräfte zur mechanischen Arbeitsleistung abgenommen wird, daß die 
ihm zufallende Arbeit immer mehr eine intellektuelle wird, indem er die 
Arbeit der eisernen Arbeiter zu leiten, nicht aber selbst schwere Körperarbeit 
zu leisten hat. Wir sehen ferner, daß im naturwissenschaftlichen Zeitalter 
die Lebensbedürfnisse und Genußartikel mit weit weniger Menschenarbeit 
40 herzustellen sind, daß also auch bei geringerer Arbeitszeit doch immer noch 
ein weit größerer Anteil von diesen Arbeitserzeugnissen ans jeden Menschen
	        

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Wimmers, Peter. [Band 2, [Schülerband]]. Breslau: Handel, 1910. Print.
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