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Realienbuch (Teil 2, [Schülerbd.])

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN1046132350
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-18184572
Title:
Lesebuch für die Oberklassen evangelischer Elementarschulen in Elsaß-Lothringen
Shelfmark:
DDH-II 26(6,1894)
Place of publication:
Straßburg
Publisher:
Straßburger Dr. und Verl.-Anst.
Document type:
Monograph
Collection:
Readers, imperial Germany
Publication year:
1894
Edition title:
Sechste Auflage [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Binder

Document type:
Monograph
Structure type:
Binder

Contents

Table of contents

  • Deutsches Lesebuch
  • Realienbuch (Teil 2, [Schülerbd.])
  • Binder
  • Title page
    Title page
  • Die Ehre Gotte aus der Natur
  • [1 - 20]
  • [21 - 40]
  • [41 - 60]
  • [61 - 80]
  • [81 - 100]
  • [101 - 120]
  • [121 - 140]
  • [141 - 160]
  • [161 - 180]
  • [181 - 200]
  • [201 - 220]
  • [221 - 240]
  • [241 - 264]
  • Kurzer Abriß der Geschichte der katholischen Kirche
  • Die Schönheit der katholischen Kirche
  • Zeittafel
  • Inhaltsverzeichnis
  • Binder

Full text

40 32. Das wohlriechende Veilchen. 
Wickelte Blüten. In diesem Falle verdient die Pflanze ihren 
Namen nicht. 
Pflanzen, welche ähnlich wie die Herbstzeitlose gebaut sind, 
werden Liliengewächse genannt. Zu den Liliengewächsen 
gehören vor allem die schöne weiße Lilie und die Schwertlilie, 
die Tulpe, die Hyazinthe, die Schachblume, die prächtige Kaiser¬ 
krone, die Narcisse, die Schneetröpfchen, das Schneeglöckchen re. 
32. Das wohlriechende Veilchen. 
Die Pflanze, die vor uns liegt, ist das wohlriechende Veilchen. 
Wir haben an derselben zu betrachten: den Wurzelstock, die 
Blätter, den Blütenstengel mit der Blüte und die Wurzelsprossen 
oder Ausläufer. 
Der Wurzelstock des wohlriechenden Veilchens ist walzenförmig 
und knotig. Er treibt nach unten zahlreiche Fasern, nach oben 
Blätter, Blütenstiele und Wurzelsprossen oder Ausläufer. 
Die Blätter sind grundständig, d. h. unmittelbar aus der Wurzel 
entspringend, langgestielt, breitherzförmig, gekerbt und mit zarten, 
zerstreuten Haaren besetzt. Halten wir ein Blatt gegen das Licht, 
so bemerken wir, dass es stärkere und schwächere Linien durch¬ 
ziehen. Jene heissen Nerven, diese Adern. Der Nerv, welcher 
als eine Fortsetzung des Blattstieles erscheint und die Blattfläche 
in zwei Hälften teilt, heisst Mittelnerv. Die Nerven, welche 
von diesem ausgehen, heissen Seitennerven. Die Adern bilden 
ein Adernnetz. 
Der eigentliche Stengel fehlt dem Veilchen, oder er ist wenig¬ 
stens so verkürzt, dass wir ihn kaum bemerken können. Das wohl¬ 
riechende Veilchen ist also stengellos. Die Blütenstiele, welche 
unmittelbar aus der Wurzel hervorkommen und Schafte bilden, 
sind so lang, oder etwas kürzer, als die Blätter. Sie haben in der 
Mitte zwei fast gegenüberstehende Deckblättchen. Der grüne Kelch 
ist fünfblätterig. Er umschliesst die ebenfalls fünfblätterige Blumen¬ 
krone. Diese ist dunkelviolett, öfters rötlich, selten weiss. Von den 
Blumenblättern sind vier gleich gross, das fünfte ist grösser, am 
obern Rande etwas ausgebuchtet und endigt in einen sackförmigen 
Fortsatz oder Sporn. In der Blüte befinden sich fünf Staubgefäße 
und der Stempel, welcher die Staubgefäße etwas überragt und eine 
hakenförmig gekrümmte Narbe hat. Die Samenhülle bildet eine 
dreiklappige Kapsel mit nur einem Fache. 
Wir bemerken endlich an der Pflanze die Wurzelsprossen oder 
Ausläufer. Darunter versteht man lange, fadenförmige Stengel, welche 
aus der Wurzel entspringen und auf der Erde hinkriechen. Sie
	        

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Realienbuch. München: Oldenbourg, 1885. Print.
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