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Lesebuch für die Oberklassen evangelischer Elementarschulen in Elsaß-Lothringen

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN1046132350
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-18184572
Title:
Lesebuch für die Oberklassen evangelischer Elementarschulen in Elsaß-Lothringen
Shelfmark:
DDH-II 26(6,1894)
Place of publication:
Straßburg
Publisher:
Straßburger Dr. und Verl.-Anst.
Document type:
Monograph
Collection:
Readers, imperial Germany
Publication year:
1894
Edition title:
Sechste Auflage [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
II. Teil: Geschichte
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
[Lesestück 1 - 20]
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Lesebuch für die Oberklassen evangelischer Elementarschulen in Elsaß-Lothringen
  • Binder
  • Title page
  • Inhaltsverzeichnis
  • I. Teil
  • I. (Der Tageslauf)
  • II. (Heimat und Fremde)
  • III. (Die Woche und ihre Arbeit)
  • IV. (Sonntag und Festtag)
  • V. (Haus und Familie)
  • VI. (Die Jahreszeiten)
  • II. Teil: Geschichte
  • [Lesestück 1 - 20]
  • [Lesestück 21 - 37]
  • III. Teil: Geographie
  • I. Elsaß - Lothringer
  • II. Allgemeine Geographie
  • IV. Teil: Naturkunde
  • A. Naturgeschichte
  • B. Naturlehre
  • Binder

Full text

— 200 — 
zogen, nachdem sie noch vorher die in ihrem Bereich liegenden Ort— 
schaften in Brand gesteckt hatten. 
21. Erfindungen im Mittelalter. 
Die letzten Jahrhunderte des Mittelalters zeichnen sich durch 
bedeutende Erfindungen aus. Da ist zunächst der Kompaß zu nennen, 
dessen Erfindung in den Anfang des vierzehnten Jahrhunderts fällt 
und einem Italiener zugeschrieben wird. Erst durch den Kompaß 
wurde die Seefahrt auf dem freien Weltmeer möglich gemacht und 
der Weg zu neuen Entdeckungen gebahnt. Seine wesentlichsten Teile 
sind die auf einem Stift frei spielende Magnetnadel, welche die wun⸗ 
derbare Eigenschaft besitzt, mit dem einen Ende stets nach dem Nord— 
pol zu zeigen, und die Windrose, eine kreisförmige Scheibe, auf welcher 
ein Stern von zweiunddreißig Strahlen angebracht ist, deren Spitzen 
die Welt- oder Himmelsgegenden anzeigen. 
Die Erfindung des Schießpulvers wird gewöhnlich dem Fran— 
ciskaner Berthold Schwarz zu Freiburg im Breisgau zugeschrieben 
(1340), der ein großer Freund chemischer Untersuchungen war. Einst 
hatte er Salpeter, Schwefel und Kohle in einem Mörser zerstoßen 
und diese Masse mit einem Stein zugedeckt, als von ungefähr ein 
Funke hineinfiel, die Mischung entzündete und den Stein mit einem 
heftigen Knall in die Höhe schleuderte. So kam man auf den Gedanken, 
dies Pulver im Kriege zum Schießen zu gebrauchen. Nach 1350 
finden wir die Kanonen oder, wie sie damals hießen, die Bombarden, 
Donner- oder Wallbüchsen im Gebrauch; später kam das kleine Ge— 
wehr auf, das anfangs noch mit einer Lunte oder Zündrute abgefeuert 
wurde. Die Erfindung des Schießpulvers und der Geschütze brachte 
einen gänzlichen Umschwung in der Kriegführung hervor, da die alten 
Waffen des Rittertums den ferntreffenden Büchsen weit nachstanden 
und die Rüstungen gegen Kugeln keine volle Sicherheit gewährten. 
Daher bildete sich bei der allgemeinen Verbreitung des Feuergewehrs 
mit der Zeit eine neue Kriegskunst aus. 
Die segensreichste Erfindung ist die der Buchdruckerkunst durch 
den Mainzer Johann von Sorgenloch, Gensfleisch zu Gutenberg, 
gewöhnlich kurz Johann Gutenberg genannt. Das älteste Schreib— 
material waren die Blätter der Papyrusstaude in Ägypten ge— 
wesen; dann wurden Felle gegerbt und zum Schreiben zugerichtet; 
ein weiterer Fortschritt war das Pergament, bis man noch später 
das Baumwollen⸗ und zuletzt das Leinen- oder Lumpenpapier erfand. 
In alten Zeiten wurden Urkunden und Bücher geschrieben, wobei
	        

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Lesebuch Für Die Oberklassen Evangelischer Elementarschulen in Elsaß-Lothringen. Straßburg: Straßburger Dr. und Verl.-Anst., 1894. Print.
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