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Lesebuch für die Mittelstufe (Teil 4, [Schülerband])

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN1043580336
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-18103807
Title:
Ferdinand Hirts deutsches Lesebuch
Place of publication:
Breslau
Publisher:
Hirt
Document type:
Multivolume work
Collection:
Readers, imperial Germany
Publication year:
1904
Edition title:
Ausgabe G, für katholische Schulen mit einfachen Schulverhältnissen, kleinere Ausgabe d. früheren Lekeschen Lesebuches, vollständig in 7 Teilen
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Volume

Persistent identifier:
PPN1047376172
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-18266287
Title:
Lesebuch für die Mittelstufe
Shelfmark:
DDH-II 15(5,07)-4
Volume count:
Teil 4, [Schülerband]
Place of publication:
Breslau
Publisher:
Hirt
Document type:
Volume
Collection:
Readers, imperial Germany
Publication year:
1907
Edition title:
Ausgabe G, für katholische Schulen mit einfachen Schulverhältnissen, kleinere Ausgabe des früheren Lekeschen Lesebuches, vollständig in 7 Teilen, 5. (Stereotyp-) Auflage, in der neuen deutschen Rechtschreibung [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
C. Aus der Geschichte des deutschen Volkes
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Ferdinand Hirts deutsches Lesebuch
  • Lesebuch für die Mittelstufe (Teil 4, [Schülerband])
  • Binder
  • Advertising
  • Title page
  • Inhaltsübersicht
  • A. Deutscher Lebensspiegel
  • B. Aus dem Leben der Kirche und ihrer Heiligen
  • C. Aus der Geschichte des deutschen Volkes
  • D. Heimat und Fremde
  • E. Aus Natur- und Menschenleben
  • F. Die Himmel erzählen die Ehre Gottes
  • G. Ordnung erhält die Welt
  • Alphabetisches Verzeichnis der Gedichte
  • Binder

Full text

0. Aus der Geschichte des deutschen 
Volkes. 
101. Das deutsche Volk macht sich von der Herrschaft 
der Römer frei. 
1. Zu der Zeit, als unser Heiland geboren wurde, herrschte in 
dem weiten römischen Weltreiche der mächtige Kaiser Augustus. Seine 
Herrschaft reichte über fast alle damals bekannten Teile der Erde. Aber 
das war den Römern immer noch nicht genug. Mit List und Gewalt 
suchten sie ihre Herrschaft auch zwischen Rhein und Weser aufzurichten. 
Hier und da im Lande tat sich ein römischer Markt auf. Die umwohnenden 
Deutschen kauften dort römische Hausgeräte, Kleider und Waffen, und die 
Fremden wurden ihnen nach und nach fast unentbehrlich. Die kriegs— 
lustige Jugend der edlen deutschen Geschlechter diente gern im Römer⸗ 
heere, erhielt Ehrenzeichen und Beute und pries bei ihrer Rückkehr in die 
heimatlichen Wälder der Römer Freundlichkeit und gutes Leben. Daher 
meinten diese, ihre Herrschaft über die gutmütigen Deutschen sei so sicher, 
daß sie nun anfangen könnten, sie wie Besiegte zu behandeln. 
2. So tat besonders der Statthalter Varus. Er trieb Steuern 
ein und hielt Gericht nach römischer Weise. Aber mit Ingrimm sahen die 
Deutschen, wie sie nach fremden Gesetzen von fremden Richtern in fremder 
Sprache verurteilt wurden. Sie wurden mit Rutenstreichen gezüchtigt, 
und solche entehrende Strafe hatten doch ihre Heerführer nicht einmal 
im Kriege verhängen dürfen. Sie sahen die Ihrigen von einem Fremden 
zum Tode verurteilt, und doch hatte sonst nur die Versammlung ihrer 
freien Männer das Todesurteil sprechen dürfen. Es war aber gut, daß sich 
mit Freundlichkeit und Freigebigkeit der Römer solcher übermut verband. 
Unsre Vorväter wären sonst halbe Römer geworden, und deutsche Sprache 
und Art wären verschwunden. Zum Heile der Deutschen kam es anders. 
3. Unter dem deutschen Volke der Cherusker war ein Fürstensohn, 
mit Namen Hermann oder Armin; der hatte römische Kriegskunst 
erlernt und war von den Römern hoch geehrt worden. Er hatte aber 
sein deutsches Herz darüber nicht verloren wie manche seinesgleichen. Ihn 
empörte das Benehmen der Römer, und er beschloß, die Freiheit seines 
Volkes zu retten. In den Wäldern und Schluchten versammelte er die 
ß. Hirts Deutsches Lesebuch. Ausg. S. IV.
	        

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Lesebuch Für Die Mittelstufe. Breslau: Hirt, 1907. Print.
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