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Lesebuch für die Mittelstufe (Teil 4, [Schülerband])

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN1043580336
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-18103807
Titel:
Ferdinand Hirts deutsches Lesebuch
Erscheinungsort:
Breslau
Verlag:
Ferdinand Hirt, Königliche Universtitäts- und Verlags-Buchhandlung
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1903
Ausgabenbezeichnung:
Ausgabe G, für katholische Schulen mit einfacheren Schulverhältnissen, vollständig in 4 Teilen, kleinere Ausgabe des früheren Lepkeschen Lesebuches
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Band

Persistenter Identifier:
PPN1047376172
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-18266287
Titel:
Lesebuch für die Mittelstufe
Signatur:
DDH-II 15(5,07)-4
Bandzählung:
Teil 4, [Schülerband]
Erscheinungsort:
Breslau
Verlag:
Hirt
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1907
Ausgabenbezeichnung:
Ausgabe G, für katholische Schulen mit einfachen Schulverhältnissen, kleinere Ausgabe des früheren Lekeschen Lesebuches, vollständig in 7 Teilen, 5. (Stereotyp-) Auflage, in der neuen deutschen Rechtschreibung [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
F. Die Himmel erzählen die Ehre Gottes
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Ferdinand Hirts deutsches Lesebuch
  • Lesebuch für die Mittelstufe (Teil 4, [Schülerband])
  • Einband
  • Werbung
  • Titelseite
  • Inhaltsübersicht
  • A. Deutscher Lebensspiegel
  • B. Aus dem Leben der Kirche und ihrer Heiligen
  • C. Aus der Geschichte des deutschen Volkes
  • D. Heimat und Fremde
  • E. Aus Natur- und Menschenleben
  • F. Die Himmel erzählen die Ehre Gottes
  • G. Ordnung erhält die Welt
  • Alphabetisches Verzeichnis der Gedichte
  • Einband

Volltext

D. Die Himmel erzaͤhlen die Ehre Gottes 
263. Von unsrer Sonne. 
Die Sonn' erwacht! Mit ihrer Pracht erfüllt sie die Berge, das Tal. 
O Morgenluft, o Waldesduft, o goldener Sonnenstrahl! 
l. Vie Sonne gehört zu den selbstleuchtenden Himmelskörpern; sie ist 
ein Fixstern. Nähme man alle Planeten und Mond— zusammen, so würde 
die Sonne sie dennoch 700 mal an Gewicht übertreffen. Wäre die Sonne 
hohl, und stünde in ihrem Mittelpunkt die Erde, so könnte der Mond die 
Erde innerhalb der Sonne ganz bequem umkreisen, sogar in einer doppelt 
so großen Entfernung als seiner gegenwärtigen, ohne an die Oberfläche der 
Sonne zu streifen. Wie die Erde von einer Lufthülle, so ist die Sonne 
von einer Lichthülle umgeben. 
Über 150 Millionen Kilometer ist dieses freundliche Gestirn von uns 
entfernt. Ein Eisenbahnzug, der in einer Stunde 50 Imn zurücklegt, würde 
erst nach 343 Jahren auf der Sonne ankommen. 
2. Betrachtet man die Sonne durch ein gutes Fernrohr, nachdem man 
die Augen durch ein dunkel gefärbtes Glas geschützt hat, so sieht man die 
Sonnenscheibe selber in ganz gleichmäßigem Lichte glänzen. Gewöhnlich er— 
scheint sie mit einer sehr großen Zahl kleiner, grauer Flecken bedeckt, welche 
Sonnenflecken heißen. Man hat solche beobachtet, welche mehr als 
50000 km im Durchmesser hatten. Dabei fand man, daß manche Flecken 
bald wieder verschwanden, andre aber allmählich von Ost nach West 
über die Sonnenscheibe wanderten und dann unsichtbar wurden. Aber 
etwa 27 Tage nach ihrem ersten Erscheinen befanden sich viele der be— 
obachteten Flecken wieder am vorigen Platze. Das erklärt man durch die 
Annahme, daß die Sonne sich in diefer Zeit einmal um sich selbst drehe. 
Man denkt sich die Sonne als einen festen Körper, der sich in höchster 
Gluthitze befindet und von einer glühenden Gashülle umgeben ist. Nach 
der Auffassung der meisten Forscher sind die Sonnenflecken Wolken, in 
denen das abgekühlte Gas sich zeigt; andre halten die Flecken für abgekühlte 
Schlackenmassen, die sich nach kurzer Zeit wieder auflösen. 
3. Durch geistvolle Untersuchungen ist es gelungen, auch Kunde über die 
Bestandteile des Sonnenkörpers zu erhalten. Als solche hat man Eisen, 
Kupfer, Zink, Kalk, Ton, Salz, Wasserstoff, Kalium, Natrium u. a. erkannt. 
Kein Stoff ist gefunden worden, der nicht auch auf unsrer Erde vorkäme. 
4. Groß ist der Reichtum des Lichtes unsrer Sonne. Sie spendet uns 
618000 mal so viel Licht als der Vollmond und 20 Millionen mal so starkes 
Licht als der Sirius, der hellste der übrigen Fixsterne. Die Waärme aber, 
welche die Sonne verbreitet, ist fast unberechenbar. Sollte die Wärmemenge, 
welche allein unsre Erde alljährlich von der Sonne empfängt, durch Brennstoff auf 
der Erde erzeugt werden, so würden dazu nicht weniger als 2000 Billionen 
Doppelzentner Steinkohlen erforderlich sein. 
Ohne das Licht und die Wärme, welche wir von der Sonne erhalten, 
wäre unser irdischer Wohnplatz eine kalte, finstere, schaurige Todeswüste. 
360
	        

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