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Deutsches Lesebuch mit Bildern für einfache Schulverhältnisse

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN1048601242
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-18337433
Titel:
Deutsches Lesebuch mit Bildern für einfache Schulverhältnisse
Signatur:
DCH-II 75(22,1895)
Erscheinungsort:
Bielefeld
Verlag:
Velhagen & Klasing
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1895
Ausgabenbezeichnung:
Ausgabe C in einem Bande (Kinderfreund), Zweiundzwanzigste Auflage [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
[Lesestück 281 - 320]
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Deutsches Lesebuch mit Bildern für einfache Schulverhältnisse
  • Einband
  • Titelseite
  • Inhatsverzeichnis
  • [Lesestück 1 - 40]
  • [Lesestück 41 - 80]
  • [Lesestück 81 - 120]
  • [Lesestück 121 - 160]
  • [Lesestück 161 - 200]
  • [Lesestück 201 - 240]
  • [Lesestück 241 - 280]
  • [Lesestück 281 - 320]
  • [Lesestück 321 - 381]
  • Anhang I
  • Anhang II
  • Einband

Volltext

280 
Sei, König Wilhelm, hier 
lang deines Volkes Zier, 
der Menschheit Stolz! 
Fühl in des Thrones Glanz 
die hohe Wonne ganz, 
Liebling des Volks zu sein! 
Heil, König, dir! 
320. Der Wegweiser. 
Mach Hebel.) 
10 Weißt, wo der Weg zum Mehl— 
faß geht, 
zum vollen Faß? Im Morgenrot 
mit Pflug und Karst durchs Weizenfeld, 
bis Stern an Stern am Himmel steht. 
16ß Man schafft, weil's Tag ist, ohne Ruh, 
schaut sich nicht um, bleibt nimmen stehn; 
drauf geht's durch Scheun' und Tenne fort 
dem Brotschrank in der Küche zu. 
Weißt du den Weg zum Tha⸗ 
ler? Sieh, 
er geht dem roten Pfennig nach; 
und wer nicht um den Pfennig sorgt, 
der bringt es auch zum Thaler nie 
Wo geht's zur frohen Sonn— 
tagszeit? 
Folg immerdar dem Werkeltag, 
hier durch die Werkstatt, dort durchs 
Feld; 
dann ist der Sonntag auch nicht weit. 
Am Samstag ist er vollends nah. 
Was deckt er wohl im Körbchen zu? 
Ich denk', ein Pfündchen Fleisch ins Mus, 
wohl auch ein Schöppchen Wein ist da. 
Wo geht der Weg zur Armut 
hin? 
Schau nach den Wirtshausschildern hin! 
Geh nicht vorbei, der Wein ist gut 
und nagelneu die Karten drin. 
20 
25 
30 
35 
Im letzten Wirtshaus hängt ein 
Sack; 
und gehst du fort, häng dir ihn um! 
„Du alter Lump, wie steht so gut, 
so zierlich dir der Bettelsack! 
Und drin von Holz das Becherlein 
nimm's wohl in acht, verlier s nicht! 
Und wenn du zu dem Wasser kommst 
und trinken magst, so schöpfe drein!“ 
Wo geht's zum frohen Alter? 
sprecht, 
wo ist der Weg zu Ehr' und Ruh'? 
Grad vor dir hin in Mäßigkeit, 
mit stillem Sinn in Pflicht und Recht. 
Und führt zum Kreuzweg dich die 
Spur, 
und weißt du nicht den rechten Pfad, 
so frage beim Gewissen an 
es kann ja deutsch — ihm folge nur. 
Wo UIl der Weg zum Leichen⸗ 
stein? 
Ach! frage nicht! geh, wo du willst; 
zur stillen Gruft im kühlen Grund 
führt jeder Weg kannst sicher sein 
In Gottesfurcht nur wandle hier! 
Das rat' ich dir, so viel ich kann 
Ein heimlich Pförtchen han das Grab, 
und manches zeigt es jenseis dir 
321. Das kostbare Kräutlein. 
Schmid) 
Zwei Mägde, Brigitte uud Wallburg, gingen der Stadt zu, und jede 
trug einen schweren Korb voll Obst auf dem Kopf. Brigitte murrte und seufzte 
beständig; Wallburg aber lachte und scherzte nur. Brigitte sagte: „Wie magst 
du doch lachen? Dein Korb ist ja so schwer wie der meinige, und du bist um
	        

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Zitierempfehlung

Gabriel, Heinrich, and Karl Supprian. Deutsches Lesebuch Mit Bildern Für Einfache Schulverhältnisse. Bielefeld: Velhagen & Klasing, 1895. Print.
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