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Deutsches Lesebuch mit Bildern für einfache Schulverhältnisse

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN1048601242
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-18337433
Title:
Deutsches Lesebuch mit Bildern für einfache Schulverhältnisse
Shelfmark:
DCH-II 75(22,1895)
Place of publication:
Bielefeld
Publisher:
Velhagen & Klasing
Document type:
Monograph
Collection:
Readers, imperial Germany
Publication year:
1895
Edition title:
Ausgabe C in einem Bande (Kinderfreund), Zweiundzwanzigste Auflage [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Title page

Document type:
Monograph
Structure type:
Title page

Contents

Table of contents

  • Deutsches Lesebuch mit Bildern für einfache Schulverhältnisse
  • Binder
  • Title page
  • Inhatsverzeichnis
  • [Lesestück 1 - 40]
  • [Lesestück 41 - 80]
  • [Lesestück 81 - 120]
  • [Lesestück 121 - 160]
  • [Lesestück 161 - 200]
  • [Lesestück 201 - 240]
  • [Lesestück 241 - 280]
  • [Lesestück 281 - 320]
  • [Lesestück 321 - 381]
  • Anhang I
  • Anhang II
  • Binder

Full text

Zu den Lesebüchern von Gabriel und Supprian gehört eine 
Beigabe für die Hand des Lehrers. 
Dieselbe enthält verschiedenartige Verzeichnisse der Lesestoffe und 
Bilder, und zwar: 
1. ein Verzeichnis der Lesestoffe nach Verfassernamen geordnet; 
2 in litterarische und realistische getrennt 
und die ersteren nach Därstellungsgattungen geordnet; 
3. Lesestoffe, welche sich zur Benutzung im Religionsunterricht eignen; 
4. ein alphabetisches Verzeichnis der singbaren Lieder, endlich 
b. ein Verzeichnis der Bilder nach den dargestellten Gegenständen geordnet. 
Geor ceiele Beigabe, für den Gebrauch der Bücher von Wichtigkeit, wird jedem 
eehrex ex darum ersucht, einmal unentgeltlich und postfrei geliefert. 
— — 
Baunα Spielet nicht mit Feuer! 
L. Ministerial-Erlaß vom 1. Juni 1891. U. III. A. Nr. 1866) 
e3 Helle Kinderstimmen erschollen vom Spielplatz im Garten herauf zum 
Fenster, aus welchem der Vater voll Freude dem munteren Treiben der Kinder 
zuschaute. Als es unten aber stiller wurde, stieg er hinab, um zu sehen, 
womit sie sich jetzt die Zeit vertrieben, und gewahrte zu seinem Schrecken, 
daß sein Sohn Fritz mit Streichhölzern spielte. „Welch ein Unglück hättet 
ihr jetzt anrichten können!“ sprach der Vater mit ernster Stimme, „da ganz in 
der Nähe die Scheune, gefüllt mit Stroh und Heu bis obenan, steht!“ 
„Vater,“ rief Fritz, „wir wollen ja nur damit spielen!“ „Durch das Spielen 
mit dem Feuer,“ sprach der Vater, „ist schon viel Unglück von Kindern ange— 
richtet worden. Hört zur Warnung eine Geschichte: 
Der kleine Paul hat einmal, als er allein war, mit Streichhölzern gespielt. 
Das hatte ihm Vater und Mutter streng verboten. Wißt ihr, was ihm ge⸗ 
schehen ist? Er hat sich die Finger verbrannt, und als er schnell das Streich— 
holz wegwarf, ist es auf das Bett gefallen. Das hat zu brennen angefangen. 
Paul haãt laut geschrieen; da sind zum Glück noch Nachbarn dazugekommen und 
haben das Feuer gelöscht. Aber Pauls Vater, der am Abend müde von der 
Arbeit nach Hause kam, hat sich nicht in das Bett legen können, weil es ver— 
brannt war, und hat an der Erde schlafen müssen Die Mutter hat viel 
geweint. Paul und seine Geschwister haben auch nichts zu Weihnachten be— 
kommen, weil der Vater ein neues Bett kaufen mußte. — Lautlos hatten die 
Kinder der Erzählung gelauscht. Als der Vater schwieg, eilte Friß zu ihm 
und versprach hoch und teuer, nie wieder so leichtsinnig zu sein. Der Vater 
verzieh ihm, schürfte aber doch den Kindern noch folgende Sätze eißn 
Streichhölzchen und andere leicht brennbare Gegenstände, wie Pulver und 
Spiritus, sind kein Spielzeug für Kinder. Kinder sollen gefundene Streich— 
hölzchen sofort den Eltern geben, und wenn sie andere kleine Kinder mit solchen 
spielen sehen, sie ihnen freundlich fortnehmen. Eigenmächtig darf kein Kind 
ein Streichholz benutzen; hat es dies mit Erlaubnis der Eltern thun dürfen, 
so soll es dasselbe nicht fortwerfen oder liegen lassen, so lange es noch glimmt. 
Man darf nicht gegen den Tisch stoßen oder am Tischtuch ziehen, wenn eine 
Lampe darauf steht. Personen, welche eine brennende Lampe oder ein Licht 
tr n, darf man nicht jagen, necken oder erschrecken. Niemand soll mit offenem 
»n Boden, in den Keller, in die Scheune oder in die Ställe gehen. 
—
	        

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Gabriel, Heinrich, and Karl Supprian. Deutsches Lesebuch Mit Bildern Für Einfache Schulverhältnisse. Bielefeld: Velhagen & Klasing, 1895. Print.
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