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[Teil 1 = Mittelstufe, [Schülerband]] (Teil 1 = Mittelstufe, [Schülerband])

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN1040497837
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-18275900
Title:
Deutsches Lesebuch mit Bildern für Stadt- und Landschulen
Editor:
Gabriel, Heinrich
Supprian, Karl
Place of publication:
Bielefeld
Publisher:
Velhagen & Klasing
Document type:
Multivolume work
Collection:
Readers, imperial Germany
Publication year:
1886
Edition title:
Ausgabe B in 2 Teilen, Ausgabe für die Regierungsbezirke Düsseldorf
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Volume

Persistent identifier:
PPN1668436043
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-19362716
Title:
[Teil 1 = Mittelstufe, [Schülerband]]
Shelfmark:
DB-II 294(19,1886)-1
Volume count:
Teil 1 = Mittelstufe, [Schülerband]
Place of publication:
Bielefeld
Publisher:
Velhagen & Klasing
Document type:
Volume
Collection:
Readers, imperial Germany
Publication year:
1886
Edition title:
Ausgabe B in 2 Teilen, Ausgabe für den Regierungsbezirk Düsseldorf, 19. Auflage [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
[Lesestücke 181-200]
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Deutsches Lesebuch mit Bildern für Stadt- und Landschulen
  • [Teil 1 = Mittelstufe, [Schülerband]] (Teil 1 = Mittelstufe, [Schülerband])
  • Binder
  • Title page
  • Zur Beachtung
  • Inhaltsverzeichnis
  • [Lesestücke 1-20]
  • [Lesestücke 21-40]
  • [Lesestücke 41-60]
  • [Lesestücke 61-80]
  • [Lesestücke 81-100]
  • [Lesestücke 101-120]
  • [Lesestücke 121-140]
  • [Lesestücke 141-160]
  • [Lesestücke 161-180]
  • [Lesestücke 181-200]
  • [Lesestücke 201-220]
  • [Lesestücke 221-240]
  • [Lesestücke 241-260]
  • [Lesestücke 261-280]
  • [Lesestücke 281-300]
  • Binder

Full text

— 129 — 
197. Die drei Bergleute im Kuttenberg. 
GSage. — Brüder Grimm) 
In Böhmen liegt der Kuttenberg, darin arbeiteten drei Bergleute lange 
Jahre und verdienten damit für Frau und Kinder das Brot ehrlich. Wann 
sie morgens in den Berg gingen, so nahmen sie dreierlei mit: erstens ihr 
Gebetbuch, zweitens ihr Licht, aber nur auf einen Tag mit Oh versehen, 
drittens ihr bißchen Brot, das reichte auch nur auf einen Tag. Ehe sie die Arbeit 
anhuben, thaten sie ihr Gebet zu Gott, daß er sie in dem Berge bewahren 
möchte, und danach fingen sie getrost und fleißig an zu arbeiten. Es trug sich 
zu, als sie einen Tag gearbeitet hatten und es bald Abend war, daß der Berg 10 
vornen einfiel und der Eingang verschüttet wurde. Da meinten sie begraben zu 
sein und sprachen: „Ach Gott! wir armen Bergleute, wir müssen nun Hungers 
sterben! Wir haben nur auf einen Tag Brot zu essen und einen Tag Ol auf 
dem Licht!“ Nun befahlen sie sich Gott und dachten bald zu sterben; doch 
wollten sie nicht müßig sein, so lange sie noch Kräfte hätten, arbeiteten fort und 15 
fort und beteten. Also geschah es, daß ihr Licht sieben Jahre brannte und ihr 
kleines bißchen Brot, von dem sie tagtäglich aßen, ward auch nicht all, sondern 
blieb eben so groß, und sie meinten, die sieben Jahre wären nur ein Tag. Doch 
da sie nicht ihr Haar schneiden und den Bart abnehmen konnten, waren diese 
ellenlang gewachsen. Die Weiber hielten unterdessen ihre Männer für tot, meinten, 20 
sie würden sie nimmer wiedersehen, und dachten daran, andere zu heiraten. 
Nun geschah es, daß einer von den dreien unter der Erde so recht aus 
Herzensgrund wünschte: „Ach, könnte ich noch einmal das Tageslicht sehen, 
so wollt' ich gerne slerben!“ Der zweite sprach: „Ach, könnte ich noch einmal 
daheim mit meiner Frau zu Tische sitzen und essen, so wollt' ich gerne ster⸗ 25 
ben!“ Da sprach auch der dritte: „Ach, könnt' ich nur noch ein Jahr fried⸗ 
lich und vergnügt mit meiner Frau leben, so wollt' ich gerne sterben!“ Wie 
sie das gesprochen hatten, so krachte der Berg gewaltig und übermächtig und 
sprang von einander. Da ging der erste hin zu dem Ritz und schaute hinauf 
und sah den blauen Himmel, und wie er sich am Tageslicht gefreut, sank er 80 
augenblicklich tot nieder. Der Berg aber that sich immer mehr von einander, 
also daß der Riß größer ward; da arbeiteten die beiden andern fort, hackten 
sich Treppen, krochen hinauf und kamen endlich heraus. Sie gingen nun fort 
in ihr Dorf und ihre Häuser und suchten ihre Weiber, aber die wollten sie nicht 
mehr kennen. Sie sprachen: „Habt ihr denn keine Männer gehabt?“ „Ja,“ 35 
antworteten jene, „aber die sind schon sieben Jahre tot, und liegen im Kutten— 
berg begraben!“ Der zweite sprach zu seiner Frau: „Ich bin dein Mann!“ 
aber sie wollte es nicht glauben, weil er den ellenlangen Bart hatte und ganz 
unkenntlich war. Da sagte er: „Hol mir das Bartmesser, das oben in dem 
Wandschrank liegen wird, und ein Stückchen Seife dazu.“ Nun nahm er sich 40 
den Bart ab, kämmte und wusch sich, und als er fertig war, sah sie, daß es 
ihr Mann war. Sie freute sich herzlich, holte Essen und Trinken, so gut sie 
es hatte, deckte den Tisch, und sie setzten sich zusammen hin und aßen vergnügt 
mit einander. Wie aber der Mann satt war und eben den letzten Bissen 
gegessen hatte, da fiel er um und war tot. Der dritte Bergmann wohnte ein — 
ganzes Jahr in Stille und Frieden mit seiner Frau zusammen; als es herum 
war, zu derselben Stunde aber, wo er aus dem Berge gekommen war, fiel 
Gabriel u. Supprian, Lesebuch. 1.
	        

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Gabriel, Heinrich. [Teil 1 = Mittelstufe, [Schülerband]]. Bielefeld: Velhagen & Klasing, 1886. Print.
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