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Deutsches Volksschul-Lesebuch

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN1676381570
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-20397441
Titel:
Deutsches Volksschul-Lesebuch
Signatur:
DB-II 547(2,1875)
Bearbeiter*in/Herausgeber*in:
Dietlein, Hermann Rudolf (03.03.1823-16.07.1903)
Dietlein, Woldemar (04.04.1830-31.10.1891)
Erscheinungsort:
Wittenberg
Verlag:
Herrosé
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1875
Ausgabenbezeichnung:
Ausgabe B, (für Simultanschulen), Zweite, unveränderte Auflage [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
[Lesestücke 421-440]
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Deutsches Volksschul-Lesebuch
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhalts-Verzeichnis
  • Biographische Notizen über die Dichter
  • [Lesestücke 1-20]
  • [Lesestücke 21-40]
  • [Lesestücke 41-60]
  • [Lesestücke 61-80]
  • [Lesestücke 81-100]
  • [Lesestücke 101-120]
  • [Lesestücke 121-140]
  • [Lesestücke 141-160]
  • [Lesestücke 161-180]
  • [Lesestücke 181-200]
  • [Lesestücke 201-220]
  • [Lesestücke 221-240]
  • [Lesestücke 241-260]
  • [Lesestücke 261-280]
  • [Lesestücke 281-300]
  • [Lesestücke 301-320]
  • [Lesestücke 321-340]
  • [Lesestücke 341-360]
  • [Lesestücke 361-380]
  • [Lesestücke 381-400]
  • [Lesestücke 401-420]
  • [Lesestücke 421-440]
  • [Lesestücke 441-460]
  • [Lesestücke 461-480]
  • [Lesestücke 481-487]
  • Einband

Volltext

- . 411 - 
Von seiner Leutseligkeit und Gerechtigkeitsliebe, sowie von seiner 
Bereitwilligkeit, den Armen und Unterdrückten beizustehen, erzählt die 
Geschichte manches Beispiel. 
Einst herrschte in Böhmen arge Theurung, so dass viele Einwohner 
die bitterste Noth litten. Da ließ Joseph Getreide nach Böhmen schaffen 
uud reiste selbst dahin, um zu sehen, ob auch alles ordentlich vertheilt 
erde. 
_ Unerkannt kam er in eine kleine Stadt. Vor dem Antthaùsse hielten 
K fee l gut Non helatue Wagen ie Hue. ster gt sus fu ret 
Getreide nicht los werden und haben noch einen Rückweg von vier Meilen 
zu machen."“ — „Das ist wahr," setzte der anwesende Amtsschreiber hinzu, 
1und außerdem warten noch die Einwohner des Ortes seit längerer Zeit 
vergeblich auf die Austheilung des Getreides.'" Der Kaiser, welcher einen 
unscheinbaren Oberrock trug, trat darauf mit dem Amtsschreiber in die 
Wohnung des Amtmanns, der die Leute so lange warten ließ. Der Amt: 
mann hatte eben große Gesellschaft. ~,,Jch bin kaiserlicher Offizier," sagte 
Joseph, „und möchte sie ersuchen, die armen Leute drunten abzufertigen, 
die schon so lange gewartet haben.’ ,,Die Bauern können noch warten," 
erwiderte der Amtmann, ,,ich werde mich durch sie in meinem Vergnügen 
nicht stören lassen."" ,, Aber man muss doch menschlich sein und die Leute 
nicht ohne Noth plagen." — , Sie haben mir keine Lehren zu geben, mein 
Herr, ich kenne meine Pflicht. ,, Nun denn, " rief der Kaiser entrüstet, 
,o muss ich ihnen sagen, Herr Amtmann, dass sie mit der Austheilung 
des Korns nichts mehr zu schaffen haben. Sie sind vom Kaiser, der hier 
vor ihnen steht, ihres Amtes entsetzt. Die Vertheilung aber besorgen Jie, 
Herr Amtss;chreiber; sie sind von heute an Amtmann.“ 
. HWie er einst einer armen Frau in ihrer Krantheit geholfen hat, 
indem er ihr 50 Dukaten schenkte, ist ja auch jedermann bekannt. . 
Nach dem Tode seiner Mutter machte Joseph in seinem weiten Reiche 
große Veränderungen und Verbesserungen. Er hob viele Klöster auf, 
gestattete freie Religionsübung, sogar den so lange bedrückten Juden, 
errichtete Volksschulen, gab freiere Gesetze, die allen Theilen seines 
großen Staates zu Gute kommen sollten. 
So gut es aber auch der wackere Kaiser meinte, so wurden doch 
seine edlen Absichten von den meisten seiner Unterthanen verkannt, und 
besonders zog er en. Misfallen des Adels und der Geistli ch- 
keit zu, denen er von ihren Rechten manches nahm. Die Ungarn 
und Niederlän der reizte er durch seine wohlgemeinten, aber oft 
übereilten Neuerungen zum Aufstande, so dass er erleben mussste, wie 
sich die niederländischen. Provinzen für unabhängig erklärten. 
Das Mizslingen seiner menschenbeglückenden Pläne beugte den Kaiser 
so tief, dass er aus Kummer über den schlechten Erfolg derselben schon im 
Jahre 1790 starb. Jm Bewusstsein, das Gute gewollt zu haben, sprach er 
kurz vor seinem Sterben: „Jch möchte, man schriebe auf meinen Grabstein:
	        

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Dietlein, Hermann Rudolf, and Woldemar Dietlein. Deutsches Volksschul-Lesebuch. Wittenberg: Herrosé, 1875. Print.
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