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Norddeutsches Lesebuch

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN1676392629
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-19465614
Title:
Norddeutsches Lesebuch
Shelfmark:
DB-II 599(22,00)
Editor:
Meyn, Ludwig (20.11.1879-)
Sach, August (28.01.1837-27.12.1929)
Keck, Heinrich (20.03.1824-07.02.1895)
Johansen, Christian (04.11.1820-26.06.1871)
Illustrator:
Leutemann, Heinrich (08.10.1824-14.12.1905)
Joerdens, F. A.
Place of publication:
Halle a.S.
Publisher:
Buchhandlung des Waisenhauses
Document type:
Monograph
Collection:
Readers, imperial Germany
Publication year:
1900
Edition title:
22., verbesserte Auflage durchgesehen von Aug. Sach, mit 78 Holzschnitten nach Zeichnungen von H. Leutmann, F. A. Joerdens u.a. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
mit besonderer Berücksichtigung der Bedürfnisse der einklassigen Volksschule

Chapter

Title:
[Des Kindes Art und Unart]
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Norddeutsches Lesebuch
  • Binder
  • Title page
  • Aus dem Vorwort zur ersten Auflage
  • Vorwort zur sechzehnten Auflage
  • Vorwort zur zwanzigsten Auflage
  • Inhaltsverzeichnis
  • [Der Tageslauf]
  • [Die Woche und der Sonntag]
  • [Des Kindes Art und Unart]
  • [Die heimliche Natur]
  • [Das Haus]
  • [Lebensverhältnisse]
  • [Das deutsche Vaterland]
  • [Das Vaterland in seinen Beziehungen zur Fremde]
  • [Aus Deutschlands Geschichte]
  • [Blick gen oben]
  • [Die alte Welt]
  • [Physikalisches]
  • [Die neue Welt]
  • [Deutschlands Wiedergeburt durch die Hohenzollern]
  • Friedrich nach der Niederlage bei Kolin in Böhmen am 18. Juni 1757
  • [Aus der Heldensage]
  • [Abschluß]
  • Schleswig-Holstein
  • Inhaltsverzeichnis
  • Binder

Full text

68. Der Srühling. 
Da kriecht der Peter vor und schmunzelt 
„Was klagt ihr denn? Hier bin ich ja 
Die Mutter jauchzt, der Vater runzelt 
die Stirn und spricht: „Schon wieder da? 
Nun, wie ich's dachte, ist's geschehen, 
die Mutter war nur ganz verwirrt; 
ich hab's dem Burschen angesehen, 
wie weit die Reise gehen wird.“ 
Die Mutter jubelte, durchdrungen 
von frommem Dank: „'s ist besser so. 
Nun hab' ich wieder meinen Jungen 
gesund daheim, des bin ich froh!“ 
Doch Peter sagte ganz beklommen: 
„Hätt' ich nur nicht geglaubt, es schneit 
und wär der Kreuzweg nicht gekommen, 
ich wäre jetzt, wer weiß wie weit!“ 
(Eberhardt.) 
V. 10. Sporenstreichs oder spornstreichs ist eigentlich Gen. von Sporenstreich — Sporen⸗ 
stich und bedeutet „in größter Schnellen 
11. Und froh, daß in der Näh und Ferne 
sein Fuß sich nicht verirret hat, 
gelangt er vor dem Abendsterne 
noch ungesehen in die Stadt. 
Doch ist er kaum erst heimgekommen, 
so schallt Gelüchter durch das Haus; 
das hätt' er übel fast genommen, 
allein — er macht sich nichts daraus. 
12. Man spaßt: „Du mußt in Meilenschuhen 
gewandert sein, drum setz' dich auch 
nun hintern Ofen, um zu ruhen, 
und pfleg' am Brotschrank deinen Bauch.“ 
Er thut's. Jetzt treten seine Alten 
zur Stubenthür betrübt herein; 
die Mutter seufzt mit Hündefalten: 
„Ach Gott! wo mag nun Peter sein?“ 
14 
67. Drei Rätsel. 
Der Reiche, dem es fehlt, erhält 2. Vo Hilfe fast unmöglich scheint, 
es nicht um noch so vieles Geld; da bin ich ein willkommner Freund. 
der Arme hat's und weiß oft nicht, Lies vorwärts oder rückwärts mich, 
womit er es zufrieden stellt. ich bleibe unveränderlich. 
Zwei Väter, zwei Söhne zogen aus. 
Was brachten sie von der Jagd nach Haus? 
Drei Hasen: davon einen ganzen 
trug jeder Jäger in seinen Ranzen. 
Nun sage du: 
wie ging das zu? 
68. Der Frühling. 
Der sehõöne Frühling ist wieder gekommen! Nun scheint die helle Sonne 
Värmer, und die Bäume des Waldes werden grün. Meine Augen sehen 
ũberall bunte Blümchen. Überall, auf jener Wiene und dont in dem Garten, 
sprossen sis hervor und erfüllen die reine Luft mit ihrem angenehmen Ge- 
ruche. Die Vöglein im Walde singen ihr munteres Liedehen und bauen 
künstliche Nester; der Landmann besdet wiede seinen Acker. In dieser 
schönsten Zeit des Jahres spielen wir Kinder gar gerne draussen im Schat- 
ton der Bäume oder auf blumigen Wiesen. Vir brauchen dann nicht mehr 
solehe Handschuhe von Pelz, wie wir sie im Vinter hatten, denn die liebe 
Sonne scheint warm genusg. O, vwie schön ist der Fribling! WMir vollen 
unsern Vater im Himmel lieben, der ihn zur Freude der Menschen schuf. 
Der Frübling schenkt Wonne und Leben 
der wiedererwachten Natur; 
es grünen die Bänme, die Reben, 
die Saaten, die Wiesen. die Flur. 
(Rellnoerx.) 
Norddeutsches Lesebuch
	        

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Meyn, Ludwig et al. Norddeutsches Lesebuch. Halle a.S.: Buchhandlung des Waisenhauses, 1900. Print.
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