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[Teil 1 = Unterstufe, [Schülerband]] (Teil 1 = Unterstufe, [Schülerband])

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN1676506012
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-19642706
Titel:
Lesebuch für deutsche Volksschulen
Bearbeiter*in/Herausgeber*in:
Hunger, Friedrich Wilhelm
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Kesselring
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1898
Ausgabenbezeichnung:
Ausgabe A in 4 Teilen, Ausgabe B in 3 Teilen
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Band

Persistenter Identifier:
PPN1676506594
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-19642532
Titel:
[Teil 1 = Unterstufe, [Schülerband]]
Signatur:
DB-II 556(16,1898)-1
Bandzählung:
Teil 1 = Unterstufe, [Schülerband]
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Kesselring
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1898
Ausgabenbezeichnung:
Ausgabe A in 4 Teilen, Ausgabr B in 3 Teilen, Sechzehnte, unveränderte Auflage [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
IV. Der Wald
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Lesebuch für deutsche Volksschulen
  • [Teil 1 = Unterstufe, [Schülerband]] (Teil 1 = Unterstufe, [Schülerband])
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • I. Das Haus - die Heimat
  • II. Stadt und Dorf
  • III. Garten, Feld und Wiese
  • IV. Der Wald
  • V. Das Wasser
  • VI. Der Himmel - die Jahres- und Tageszeiten
  • VII. Der menschliche Körper
  • VIII. Gott und der Mensch
  • IX. Aus der Vaterlandskunde
  • Anhang
  • Werbung
  • Einband

Volltext

126 
Jetzt taut der Schnee. Die Wassertropfen eilen hurtig nach dem Bache. 
„Halt!“ ruft das Moos den Flüchtigen zu und hält mit seinen hun— 
dert Ärmchen ihrer viele fest „Ich habe viele Kinder,“ sagt es, „die 
brauchen Morgentrank.“ Das Moos reicht jedem von ihnen sein 
Tröpschen: der Eichel, der Buchecker, der Haselnuß, den Samenkörnchen 
der Flockenblume und des Vergißmeinnichts Sie wachen auf und 
trinken und keimen, und das Moos schützt die zarten Sprossen vor dem 
kalten Märzhauche. Sobald es aber wärmer wird, kommen die Pflänz— 
chen überall hervor, die Käfer kriechen heraus, die Schnecken schlüpfen 
ans Tageslicht, und aus den Puppen kommen schöne Schmetterlinge 
Aus fernen Ländern kehren Rotkehlchen und Nachtigallen wieder 
und beginnen ihre Nester zu bauen. Sie tragen Reischen in den neu— 
belebten Busch und flechten sie ineinander. Nun fehlt es noch an 
einem weichen Bettchen für die Eier und die künftigen jungen Vöglein. 
Da fliegen die Alten zum weichen Moose und bitten um seine Hilfe 
Gutwillig giebt es seine Pflänzchen her, damit die Vögel ihre Nester 
damit ausfüttern können. Bald kommen auch Hasen und Rehe und 
suchen ein sicheres, trauliches Versteck, in dem sie die jungen Häschen 
und Rehe pflegen können Für sie breitet sich das Moos als weicher 
Teppich aus, auf dem sie alle ein weiches Lager haben. 
As schöner, grüner Überzug bekleidet anderes Moos die Abhänge 
der Waldberge. Es bildet schwellende Kissen und ladet die Kinder zur 
angenehmen Ruhe ein, wenn sie vom Erd- und Heidelbeersuchen er— 
müdet sind. 
Das kleine Moos lehrt den schwachen Menschen, sich freundlich 
an andere anzuschließen, wenn er sich allein zu schwach fühlt. In Ge— 
meinschaft mit andern kann er dann viel Großes ausrichten, was dem 
einzelnen nicht möglich wäre. Wagner. 
V. Das Wasser. 
153. Das Wasser. 
Auf der Erde befindet sich gleichsam ein großer Trichter oder 
Kessel, in welchem alles Wasser zusammenkommt. Man nennt ihn das 
Meer. Von diesem Wasser soll nun die Erde jahraus, jahrein versorgt 
werden. Wie aber gelangt dasselbe in die Länder, welche Hunderte 
von Meilen vom Meere entfernt liegen; und wie gelangt es in die Höhe, 
daß es die höchsten Berge und Bäume benetzen kann? Da läßt Gott 
ein ungeheures Brennglas über das Meer scheinen. Dies ist die Sonne 
Dieselbe verwandelt durch die Wärme ihrer Strahlen tagtäglich eine 
ungeheure Menge Wasser in feine Dünsteé, welche in die Höhe steigen, 
so fein, daß wir sie mit unsern Augen gar nicht gewahren Dabei
	        

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Hunger, Friedrich Wilhelm. [Teil 1 = Unterstufe, [Schülerband]]. Leipzig: Kesselring, 1898. Print.
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