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[Teil 1 = Unterstufe, [Schülerband]] (Teil 1 = Unterstufe, [Schülerband])

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN1676506012
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-19642706
Titel:
Lesebuch für deutsche Volksschulen
Bearbeiter*in/Herausgeber*in:
Hunger, Friedrich Wilhelm
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Kesselring
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1898
Ausgabenbezeichnung:
Ausgabe A in 4 Teilen, Ausgabe B in 3 Teilen
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Band

Persistenter Identifier:
PPN1676506594
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-19642532
Titel:
[Teil 1 = Unterstufe, [Schülerband]]
Signatur:
DB-II 556(16,1898)-1
Bandzählung:
Teil 1 = Unterstufe, [Schülerband]
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Kesselring
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1898
Ausgabenbezeichnung:
Ausgabe A in 4 Teilen, Ausgabr B in 3 Teilen, Sechzehnte, unveränderte Auflage [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
VI. Der Himmel - die Jahres- und Tageszeiten
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Lesebuch für deutsche Volksschulen
  • [Teil 1 = Unterstufe, [Schülerband]] (Teil 1 = Unterstufe, [Schülerband])
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • I. Das Haus - die Heimat
  • II. Stadt und Dorf
  • III. Garten, Feld und Wiese
  • IV. Der Wald
  • V. Das Wasser
  • VI. Der Himmel - die Jahres- und Tageszeiten
  • VII. Der menschliche Körper
  • VIII. Gott und der Mensch
  • IX. Aus der Vaterlandskunde
  • Anhang
  • Werbung
  • Einband

Volltext

— 144 — 
Die Erde ist rund wie eine Kugel. Wenn du heute von Vater 
und Mutter inn nimmst und von deiner Hausthür ab dem Wege 
zur Rechten nachgehst und immer weiter wanderst, so wirst du nach 
2oder 3 Jahren, wenn Gott deine Reise behütet, wieder heimkommen, 
aber diesmal von der linken Seite her. Du wirst diese Spazierfahrt 
wohl nicht machen; doch haben's schon manche versucht, und daher 
wissen wir, daß die Erde rund ist. — Die Erde dreht sich auch wie 
die Kugel, wenn sie nach den Kegeln rollt. Während sie sich dreht, 
scheint die Sonne bald auf die eine, bald auf die andere Seite der 
Erde; darum haben wir jetzt Tag und nach etlichen Stunden Nacht. 
— Ehe die Sonne früh aufgeht, sehen wir schon den Wiederschein ihres 
Lichtes, und manchmal sendet sie auch das Morgenrot voraus; abends, 
wenn sie untergeht, malt sie uns zum Abschiede oftmals einen roten 
Himmel. Und das alles ist so herrlich, daß wir wohl mit Sirach aus— 
rufen: „Das muß ein großer Herr sein, der sie gemacht hat!“ 
So hat die Sonne viele Tausend Jahre auf die Erde geleuchtet 
und den Leuten auf ihr manchen hellen Morgen, manchen schönen Tag, 
manchen heitern Abend gebracht; sie hat lächelnd jedem von uns in 
die Wiege geschaut, und sie wird auch einmal jedem von uns auf das 
Grab scheinen. — Unser Leben währet 70 Jahre, und wenn es hoch 
kommt, so sind es 80 Jahre. Der Herr nur bleibt, wie er ist, und 
seine Jahre nehmen kein Ende. Vor ihm ist ein Tag wie tausend 
Jahre, und tausend Jahre sind wie ein Tag. gebel. 
183. Rätsel. 
Es giebt vier Brüder in der Welt, die haben sich zusammengesellt. 
Der erste läuft und wird nicht matt; der andre frißt und wird nicht 
satt; der dritte trinkt und wird nicht voll; der vierte pfeift und klingt 
nicht wohl. 
184. Rätsel. 
Ich wohn in einem steinernen Haus, da lieg' ich verborgen und 
schlafe. Doch tret' ich hervor, ich elle heraus, gefordert mit eiserner 
Waffe. Erst bin ich unscheinbar und schwach und klein, mich kann 
dein Atem bezwingen, ein Regentropfen schon saugt mich ein, doch mir 
wachsen im Siege die Schwingen. Wenn die mächlige Schwester sich zu 
mir gesellt, erwachß ich zum furchtbar'n Gebieter der Welt. en 
185. Die Sonne und der Wind. 
Einst stritten sich Sonne und Wind, wer von ihnen beiden 
der Stärkere sei, und man ward einig, derjenige solle dafür gelten, 
der einen Wanderer, den sie eben vor sich sahen, üötigen würde, seinen 
Mantel abzulegen. 
Sogleich begann der Wind zu stürmen, Regen und Hagelschauer 
unterstüßten ihn. Der arme Wanderer jammerte und zagte; aber inmer 
fester und fester wickelte er sich in seinen Mantel ein und setzte seinen 
Weg fort, so gut er konnte.
	        

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Hunger, Friedrich Wilhelm. [Teil 1 = Unterstufe, [Schülerband]]. Leipzig: Kesselring, 1898. Print.
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