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[Teil 1 = Unterstufe, [Schülerband]] (Teil 1 = Unterstufe, [Schülerband])

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN1676506012
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-19642706
Titel:
Lesebuch für deutsche Volksschulen
Bearbeiter*in/Herausgeber*in:
Hunger, Friedrich Wilhelm
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Kesselring
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1898
Ausgabenbezeichnung:
Ausgabe A in 4 Teilen, Ausgabe B in 3 Teilen
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Band

Persistenter Identifier:
PPN1676506594
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-19642532
Titel:
[Teil 1 = Unterstufe, [Schülerband]]
Signatur:
DB-II 556(16,1898)-1
Bandzählung:
Teil 1 = Unterstufe, [Schülerband]
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Kesselring
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1898
Ausgabenbezeichnung:
Ausgabe A in 4 Teilen, Ausgabr B in 3 Teilen, Sechzehnte, unveränderte Auflage [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
I. Das Haus - die Heimat
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Lesebuch für deutsche Volksschulen
  • [Teil 1 = Unterstufe, [Schülerband]] (Teil 1 = Unterstufe, [Schülerband])
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • I. Das Haus - die Heimat
  • II. Stadt und Dorf
  • III. Garten, Feld und Wiese
  • IV. Der Wald
  • V. Das Wasser
  • VI. Der Himmel - die Jahres- und Tageszeiten
  • VII. Der menschliche Körper
  • VIII. Gott und der Mensch
  • IX. Aus der Vaterlandskunde
  • Anhang
  • Werbung
  • Einband

Volltext

2. Der gute Sohn. 
Der König Friedrich der Große hatte einen Edelknaben!, der arm, 
aber von zärtlicher Liebe gegen seine in Dürftigkeit lebende Mutter 
erfüllt warr Die Edelknaben des Königs mußten abwechselnd vor seinem 
Schlafgemache wachen, daß der König, wenn er erwachte und etwas 
haben wollte, gleich einen Diener hatte Da hatte nun dieser Knabe 
schon zwei Nächte für andere um Geld gewacht, damit er seiner armen 
Mutter etwas schicken könne. Er wollte auch noch die dritte Nacht 
wachen. In derselben schrieb er an die Mutter einen Brief. „Meine 
liebe Mutter,“ hieß es darin, „ich wache nun schon die dritte Nacht 
für Geld und freue mich sehr, daß ich dir etwas schicken kann, bin aber 
diese Nacht sehr müde!“ Bei diesen Worten hörte der Brief auf; denn 
der Knabe hatte seine Arme auf den Tisch gelegt, das Haupt auf den 
einen Arm gestützt und war fest eingeschlaäfen Mitten in der Nacht 
schellte der König einmal und noch einmal, aber es kam kein Page. 
Da stand der König auf und ging in das Pagenzimmer. Hier fand 
er den Pagen fest schlafend. Er sah aber auch den Brief auf dem 
Tische liegen und las ihn. „Ei,“ dachte er, „das ist ein guter Sohn!“ 
Er schlich sich davon, holte eine Rolle Dukaten? und sieckte sie dem 
Knaben in die Rocktasche. Erst gegen Morgen erwachte der Knabe 
aus seinem Schlafe. Er fühlte etwas Schweres in seiner Tasche, nahm 
es heraus und merkte nun gleich, daß der König bei ihm gewesen sei. 
In großer Angst ging er zu ihm und bat um Verzeihung. „Schon 
gut, schon gut, mein Sohn!“ sprach der König, „bist ein guter Sohn, 
wirst auch ein treuer Diener sein.“ Nach Pustkuchen⸗Glanzow. 
3. Du sollst deine Eltern ehren. 
Wolf Tiefstädt war eines Klingenschmiedes Sohn gewesen und 
hatte auch seines Vaters Handwerk gelernt. Er ward aber hernach 
ein tapferer Kriegsmann, und um seine Heldenthaten und guten Dienste 
zu belohnen, machte ihn der Kurfürst August von Sachsen zum 
Ritter und beschenkte ihn mit schönen Landgütern. Einmal hatte er 
den Kurfürsten selber zu Gaste, und als er an der Tafel stand und 
aufwartete, hieß ihn der Kurfürst neben sich setzen. Wolf Tiefstädt 
aber sagte: „Will Kurfürstliche Gnaden mir eine Bitte erfüllen, so hab 
ich hier im Hause meinen alten Vater, dem ich nächst Gott mein zeit— 
lich Leben, mein Handwerk und all mein Glück verdanke; ihm gebuührt 
an meiner Statt neben seinem Kurfürsten an der Tafel zu sienl“ 
„Holt ihn herzu!“ gebot der Kurfürst. Der alte Klingenschmied mußte 
sich herzusehen und ward stattlich beschenkt entlassen Den Sohn aber 
hatte der Kurfürst nun noch lieber, weil er des vierten Gebbtes so 
treulich wahrnahm. 
Edeltnabe oder Page spr. Pahsche) — ein junger Adliger zur Be⸗ 
d n fürstlicher Personen. ) Dukaten — eine Goldmünze im Werte von
	        

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Hunger, Friedrich Wilhelm. [Teil 1 = Unterstufe, [Schülerband]]. Leipzig: Kesselring, 1898. Print.
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