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[Teil 1 = Unterstufe, [Schülerband]] (Teil 1 = Unterstufe, [Schülerband])

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN1676506012
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-19642706
Titel:
Lesebuch für deutsche Volksschulen
Bearbeiter*in/Herausgeber*in:
Hunger, Friedrich Wilhelm
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Kesselring
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1898
Ausgabenbezeichnung:
Ausgabe A in 4 Teilen, Ausgabe B in 3 Teilen
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Band

Persistenter Identifier:
PPN1676506594
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-19642532
Titel:
[Teil 1 = Unterstufe, [Schülerband]]
Signatur:
DB-II 556(16,1898)-1
Bandzählung:
Teil 1 = Unterstufe, [Schülerband]
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Kesselring
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1898
Ausgabenbezeichnung:
Ausgabe A in 4 Teilen, Ausgabr B in 3 Teilen, Sechzehnte, unveränderte Auflage [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
II. Stadt und Dorf
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Lesebuch für deutsche Volksschulen
  • [Teil 1 = Unterstufe, [Schülerband]] (Teil 1 = Unterstufe, [Schülerband])
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • I. Das Haus - die Heimat
  • II. Stadt und Dorf
  • III. Garten, Feld und Wiese
  • IV. Der Wald
  • V. Das Wasser
  • VI. Der Himmel - die Jahres- und Tageszeiten
  • VII. Der menschliche Körper
  • VIII. Gott und der Mensch
  • IX. Aus der Vaterlandskunde
  • Anhang
  • Werbung
  • Einband

Volltext

4 — 
Alte in Feuer und Rauch aufgehen lassen; sechzig hat sie auf einmal 
gepackt und ums Leben gebracht. Glücklicherweise bin ich ihr zwischen 
den Fingern durchgeschlüpft Was sollen vin aber nun anfangen?“ 
sprach die Kohle. „Ich meine,“ anlwortete die Bohne, „weil wir so 
glücklich dem Tode entronnen sind, so wollen wir uns als gute Ge— 
sellen zusammenhalten und, dami uns nicht ein neues Unglück ereile, 
gemeinschaftlich auswandern in ein fremdes Land 
Der Vorschlag gefiel den beiden andern, und sie machten sich mit— 
einander auf den Weg. Bald aber kamen sie an einen lleinen Bach, 
und da weder Brücke noch Steg da war, so wußten sie nicht, wie sie 
hinüberkommen sollten. Der Strohhalm fand guten Rat und sprach 
Ich will mich querüber legen, so bun ihr auf mir wie auf einer 
Brücke hinübergehen“ Er streckte sich also von einem Ufer zum andern, 
und die Kohle, die von hißiger Natur war, trippelte auch ganz keck 
auf die neugebaute Brücke. Abs sie aber in die Mue gekommen war 
und unter sich das Wasser rauschen hörte, ward ihr doch angst; sie blieb 
stehen und getraute sich nicht weiter Der Strohhalm aber fing an zu 
brennen, zerbrach in zwei Stucke und fiel in den Bach. Die Kohle 
rutschte nach, zischte, wie sie ins Wasser kam, und gab den Geist auf. 
Die Bohne aber, die vorsichtigerweise noch am UMer zurückgeblieben 
war, mußte üher die Geschichte lachen, konnte nicht aufhören und lachte 
so gewaltig, daß sie zetplatzte Num ware es ebenfalls um sie ge— 
schehen gewesen, wenn nicht zum guten Gluͤck ein Schneider, der auf der 
Wanderschaft war, sich an dem Bache ausgeruht hätte. Weil er ein 
mitleidiges Herz hatte, so holte er Nadel und Zwirn heraus und nähte 
sie zusammen. Die Bohne bedankte sich bei ihm aufs schönste; aber da 
er schwarzen Zwirn gebraucht hatte, so haben seit der Zeit alle Bohnen 
eine schwarze Naht. Grimm. 
III. Garten, Feld und Wiese. 
64. Die Schatzgräber. 
Ein Winzer, der am Tode lag, rief seine Kinder an und sprach: 
„In unserm Weinberg liegt ein Schatz, grabt nur darnach!“ — 
„An welchem Platz?“ schrie alles lant den Valer an— „Grabt nur!“ 
— O weh! da slarb der Mann. Kaum war der Greis zur Gruft 
gebracht, so grub man nach aus Leibeskraft; mit Hacke, Karst? und 
Spaten ward der Weinberg um und um gescharrt. Da war kein 
Kloß, der ruhig blieb, man warf die Erde gar durchs Sieb und 
zog die Harken? kreuz und quer nach jedem Steinchen hin und her; 
1) Winzer — Weinbauer, Weingärtner. 2) Karst — zweizinkige Hacke. 
8) Harke — Rechen.
	        

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Hunger, Friedrich Wilhelm. [Teil 1 = Unterstufe, [Schülerband]]. Leipzig: Kesselring, 1898. Print.
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