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Was der Jugend gefällt

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN1686402082
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-20132615
Title:
Was der Jugend gefällt
Shelfmark:
DI-II 58(1,09)
Author:
Freudenberg, Alwin (19.11.1873-30.06.1930)
Illustrator:
Elssner, Felix (21.08.1866-03.05.1945)
Place of publication:
Dresden
Publisher:
Köhler
Document type:
Monograph
Collection:
Readers, imperial Germany
Publication year:
1909
Edition title:
7.-12. Tausend [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
deutsche Gedichte aus neuerer und neuester Zeit

Chapter

Title:
Leben und LIeben daheim.
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Lesebuch für Bürger- und Volks-Schulen
  • [Mittelstufe, [Schülerband]] (Mittelstufe, [Schülerband])
  • Binder
  • Title page
  • Vorwort
  • Inhalts-Verzeichnis
  • I. Der Mensch im Verhältnis zum Menschen
  • II. Der Mensch im Verhältnis zur Natur
  • 1. Haus und Hof
  • 2. Der Garten
  • 3. Wiese und Wasser
  • 4. Das Feld
  • 5. Der Wald
  • 6. Luft und Himmel
  • 7. Im Wechsel der Jahreszeiten
  • 8. Schonet die Pflanzen, erbarmet euch der Tiere!
  • III. Der Mensch im Verhältnis zu Gott
  • Binder
    Binder

Full text

202 
4. Einigen Steinkohlenlagern, die besonders tief und versteckt liegen, 
scheint die Zeit doch zu lange zu währen, ehe sie wieder ans Tageslicht 
und zu den Leuten kommen. Sie verwandeln sich auf eigene Faust in 
Erdöl (Petroleum), das dem Solaröl ganz ähnlich ist. Das Erdöl quillt 
dann mit dem Wasser aus dem Boden hervor; die Leute schöpfen es auf, 
füllen es in Fässer und fahren es zu allen, die es in den Lampen ver¬ 
wenden wollen. 
5. So kommen die alten Bäume und Kräuter zuletzt doch noch mit 
den Menschenkindern zusammen, Heizen ihnen im Winter das Zimmer mit 
der Wärme, welche sie vor alten Zeiten vom Sonnenschein erspart haben, 
kochen ihnen Kaffee und Mittagbrot, backen ihnen Kuchen und Torte und 
erhellen am Abend das Zimmer, damit die Kinder bei ihrem Lichte allerlei 
Geschichten lesen und mancherlei Nutzbares arbeiten können. 
Wagner, „Herzblättchens Naturgeschichte". 
159. Spielet nicht mit Feuer! 
Helle Kinderstimmen erschollen vom Spielplätze im Garten herauf 
zum Fenster, aus welchem der Vater voll Freude dem munteren Treiben 
der Kinder zuschaute. Als es unten aber stiller wurde, stieg er hinab, 
um zu sehen, womit sie sich jetzt die Zeit vertrieben, und gewahrte zu 
seinem Schrecken, daß sein Sohn Fritz mit Streichhölzern spielte. „Welch 
ein Unglück hättet ihr jetzt anrichten können!" sprach der Vater mit 
ernster Stimme, „da ganz in der Nähe die Scheune, gefüllt mit Stroh 
und Heu bis obenan, steht!" „Vater", rief Fritz, „wir wollen ja nur 
damit spielen!" „Durch das Spielen mit dem Feuer," sprach der Vater, 
„ist schon viel Unglück von Kindern angerichtet worden. Hört zur Warnung 
eine Geschichte: 
Der kleine Paul hat einmal, als er allein war, mit Streichhölzern 
gespielt. Das hatte ihm Vater und Mutter streng verboten. 
Wißt ihr, was ihm geschehen ist? Er hat sich die Finger verbrannt, 
und als er schnell das Streichholz wegwarf, ist es auf das Bett gefallen. 
Das hat zu brennen angefangen. Paul hat laut geschrieen; da sind zum 
Glück noch Nachbarn dazugekommen und haben das Feuer gelöscht. Aber 
Pauls Vater, der am Abend müde von der Arbeit nach Hause kam, hat 
sich nicht in das Bett legen können, weil es verbrannt war, und hat an 
der Erde schlafen müssen. 
Die Mutter hat viel geweint. 
Paul und seine Geschwister haben auch nichts zu Weihnachten be¬ 
kommen, weil der Vater ein neues Bett kaufen mußte." 
Lautlos hatten die Kinder der Erzählung gelauscht. Als der Vater 
schwieg, eilte Fritz zu ihm und versprach hoch und teuer, nie wieder so
	        

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Steger, August et al. [Mittelstufe, [Schülerband]]. Halle a.d.S.: Schroedel, 1899. Print.
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