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Schreiblesefibel

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN169891928X
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-20353093
Title:
Schreiblesefibel
Shelfmark:
DB-II 282(3,1876)
Place of publication:
Hamburg
Publisher:
Berendsohn
Document type:
Monograph
Collection:
Reading primers, imperial Germany
Publication year:
1876
Edition title:
3. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Other

Title:
Bemerkungen für Lehrer
Document type:
Monograph
Structure type:
Other

Contents

Table of contents

  • Schreiblesefibel
  • Binder
  • Title page
  • [ABC und Erstleseunterricht]
  • Lesestücke
  • Bemerkungen für Lehrer
  • Binder

Full text

Bemerkungen für Lehrer. 
Die Reihenfolge der Buchstaben in dieser Fibel ist nicht nach 
dem Gange bestimmt, den die Schreibschrift verlangt, sondern aus- 
schließlicch nach den Regeln der Lautlehre. Aus mehreren Gründen 
legen wir auf das frühe (Erkennen der Laute den größten Werth. 
Die meisten Regeln der Orthographie gründen sich darauf, und da es 
unsere Aufgabe schon im ersten Schuljahre ist, das Kind nicht nur 
um Lesen und Abschreiben, sondern auch zum möglichst richtigen Dictat- 
ÜYreiben zu brino n, ~ kann ez mit Bewußtsein Fehler nur dann 
vermeiden, wenn . vie Laute gründli O kennt. Wir nehmen z. B. 
t vor T. Venndas tlautet immer gleich, I aber bezeichnet zwei verschiedene 
Laute, da es am (Ende der Silbe wie t lautet. Wir nehmen ss, ß 
und S zusammen, weil sie denselben Laut haben, und gewöhnen das 
Kind schon von vorn herein zu unterscheiden, wo dieser oder jener 
Buchstabe zu gebrauchen, d h. vb , ß oder s zu schreiben ist. 
Nur wenn den Lauten die vollste Aufmerksamkeit zugewandt 
wird, kann man in Wahrheit sagen, daß lautirt wird. 
C3 sei hier nur noch erwähnt, daß wir, da so großer Werth 
auf des Dictatschreiben gelegt werden muß, so früh wie möglich an- 
fangen, neben dem Laut auch den Namen des Buchstabens zu nennen. 
Beim Dictatschreiben ist es deshalb so nöthig, die Buchstaben mit 
ihrem Namen anzugeben, da ja für denselben Laut oft verschiedene 
Buchstaben vorkommen, z. B. f, v, ph. 
Die Reihenfolge der Laute und Buchstaben. 
Wir fangen bei den reinen Vocalen an, und zwar wie sie nach 
Senkung der Zungenspitze auf einander folgen: I: s. v 7 10 ü >15 
G s e Nect rente ectittntse q171k 13:69 c§s u R 
Indem wir an der Lesemaschine einen Buchstaben zeigen, oder auch lose 
auf Holz oder Pappe gezogene Buchstaben an die Wandtafel stellen, 
nennen wir den Laut desselben, zugleich aber auch Wörter, in denen 
der betreffende Vocal lang gchört wird. 
(Für be Bilder am Anfang d:r Fibel haben wir solche Gegen- 
stände gewählt, in deren Namen der Vocal larg ausgr,, recyen wird.) 
Rathsam ist es, solche Wörter zu nennen, die jedem Kinde bekannt 
sind, noch besser ist es, wenn man Gegenstände oder Abbildun,,... 
davon zeigt, jedenfalls aber muß der Gegenstand bcryrou.. 
werden. Haben nun auch die Kinder selbst Wörter genannt, | .... 
der Vcoal gehört wird. also damit gezeigt, daß sie den Laut uiudr- 
finden können, so läßt man den Buchstaben schreiben &.i j.dem 
Buchstaben werden die Striche gezählt. Da dees; :cal ' » ein
	        

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Citation recommendation

Baade, Friedrich et al. Realienbuch. Bielefeld [u.a.]: Velhagen & Klasing, 1911. Print.
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