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Fortbildungsschulkunde

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN1741695821
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-20877722
Title:
Schulatlas für Gymnasien, Real- und Handelsschulen, Lehrerbildungs-Anstalten sowie sonstige höhere Lehranstalten
Shelfmark:
A GA-16(1,1897)
Author:
Richter, Eduard (03.10.1847-06.02.1905)
Place of publication:
Wien
Publisher:
Tempsky
Document type:
Monograph
Collection:
Austria
Publication year:
1897
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Leibniz-Institut für Bildungsmedien | Georg-Eckert-Institut
Language:
German
Subtitle:
im Anschluss an sein Lehrbuch der Geographie

Map

Title:
Nord-Amerika, Fluss- & Gebirgskarte
Document type:
Monograph
Structure type:
Map

Contents

Table of contents

  • Fortbildungsschulkunde
  • Binder
  • Title page
  • Vorwort
  • Einleitung
  • I. Allgemeiner Teil
  • II. Spezieller Teil
  • 1. Methodik der einzelnen Unterrichtsfächer
  • 2. Die Disziplin in der Fortbildungsschule
  • 3. Weitere Veranstaltungen zur Pflege von Geist und Gemüt der fortbildungsschulpflichtigen Jugend
  • Inhaltsverzeichnis
  • Advertising
  • Binder

Full text

68 
I. Allgemeiner Teil. 
schon genügende Vorkenntnisse besitzt. Man möchte fast sagen, daß diese 
Kurse nicht eigentlich geeignet sind, in die Elemente der Fortbildungsschul- 
wissenschaften einzuführen, sondern daß sie eine Art von Universität für 
solche Lehrer sind, welche schon einige Zeit in Fortbildungsschulen unter¬ 
richten und sich die Elemente durch Privatstudien angeeignet haben. 
Also auch diese Kurse sind, sogar in Gemeinschaft mit den staatlichen 
Kursen, so dankbar die Erfolge dieser Veranstaltungen anerkannt werden 
müssen, nicht im stände, dem vorhandenen Bedürfnisse nach weiterer Aus¬ 
bildung der Lehrer für die Zwecke der obligatorischen Fortbildungsschule 
gründlich abzuhelfen. 
Es scheint also nichts weiter übrig zu bleiben, als denjenigen Lehrern, 
die nicht in der Lage sind, einen der erwähnten Kurse zu besuchen, den 
Bat zu erteilen, sich durch Privatstudien die nötigen Kenntnisse an¬ 
zueignen. Nun muß auch zugegeben werden, daß ein großer Teil der 
Lehrer, die ohne weitere Vorbildung Fortbildungsschulunterricht übernehmen 
mußten oder freiwillig übernommen haben, sich mit der Zeit ganz beachtens¬ 
werte Kenntnisse angeeignet haben. Aber es darf doch auf keinen Fall 
gebilligt werden, daß die Lehrer erst nach der Übernahme eines Amtes 
als Fortbildungsschullehrer sich auf Kosten der Schüler durch Studieren, 
probieren und Experimentieren die für die erfolgreiche Arbeit in der Fort¬ 
bildungsschule nötigen Kenntnisse aneignen, die sie doch auf alle Fälle 
schon besitzen müssen, ehe ihnen ein so verantwortungsvolles Amt über¬ 
tragen wird. wer bürgt aber dafür, daß die Lehrer solchen Privat¬ 
studien obliegen zu einer Zeit, wo ihnen Amt und Verdienst eines Fort¬ 
bildungsschullehrers erst in weiter Ferne winkt? 
Ein Mittel gibt es allerdings, sich wenigstens einigermaßen eine solche 
Bürgschaft zu verschaffen, und das ist eine Prüfung. Jeder Lehrer, der 
Fortbildungsschulunterricht übernehmen will, hat vor einer be¬ 
sonderen Kommission das Lxamen als Fortbildungsschullehrer 
abzulegen, in dem er den Besitz der nötigen Kenntnisse nachweisen muß, 
und nur, wer diese Prüfung mit Erfolg bestanden hat, darf eine Stelle als 
Fortbildungsschullehrer übernehmen. 
wenn aber der Staat die Ablegung einer solchen Prüfung 
verlangt, so mutz er den Lehrern auch Gelegenheit geben, sich 
die für die Prüfung nötigen Kenntnisse anzueignen, denn der 
Autodidakt ist bei seinen Studien der Gefahr ausgesetzt, Nebensachen mit 
Hauptsachen zu verwechseln, so daß sein wissen dann kein klares und 
deutlich gegliedertes sein kann, wie es aber für einen, der es unterrichtlich 
verwerten will, fein muß. Der Staat müßte also in ähnlicher Weise 
wie er Lehrer in besonderen Unterrichtskursen zu Turnlehrern
	        

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Mehner, Max. Fortbildungsschulkunde. Dresden: Schultze, 1903. Print.
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