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[Teil 3b = 9. Schulj] (Teil 3b = 9. Schulj)

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN1741695821
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-20877722
Title:
Schulatlas für Gymnasien, Real- und Handelsschulen, Lehrerbildungs-Anstalten sowie sonstige höhere Lehranstalten
Shelfmark:
A GA-16(1,1897)
Author:
Richter, Eduard (03.10.1847-06.02.1905)
Place of publication:
Wien
Publisher:
Tempsky
Document type:
Monograph
Collection:
Austria
Publication year:
1897
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Leibniz-Institut für Bildungsmedien | Georg-Eckert-Institut
Language:
German
Subtitle:
im Anschluss an sein Lehrbuch der Geographie

Map

Title:
Asien, Fluss- & Gebirgskarte
Document type:
Monograph
Structure type:
Map

Contents

Table of contents

  • Deutsches Lesebuch für Mittelschulen
  • [Teil 3b = 9. Schulj] (Teil 3b = 9. Schulj)
  • Binder
  • Title page
  • [An die niedersächsische Heimat]
  • Vorwort zu Band III A und III B
  • Inhaltsverzeichnis
  • I. Aus dem häuslichen und Berufsleben
  • II. Schilderungen und Abhandlungen aus Geschichte und Erdkunde
  • III. Schilderungen und Abhandlungen aus der Erdkunde
  • IV. Abhandlungen aus Volkswirtschaft und Staatswesen
  • V. Schilderungen und Abhandlungen aus der Naturkunde
  • VI. Bilder aus der Kirchengeschichte
  • Gesamtverzeichnis der Dichter und Prosaschriftsteller in allen Teilen des Mittelschullesebuches
  • Binder

Full text

343 
Kanzel in der einfachen, gotischen Dorfkirche oder unter einer knor¬ 
rigen, schattigen Eiche auf einem der friedlichen Heidhöfe und holten 
sich Nahrung und Erquickung für ihre Seele. Bald mußten seine Pre¬ 
digten auch gedruckt werden, das Verlangen danach war zu groß, und 
noch jetzt gehören seine Evangelien- und Epistelpredigten zu denen, 
die am weitesten verbreitet sind und am liebsten gelesen werden, so 
daß er auch noch nach seinem Tode einen segensvollen Einfluß auf 
unser deutsches Christenvolk ausübt. 
Er hat nicht lange gelebt. In hingebender, selbstloser Liebe hat 
er seine Kräfte ohne Schonung bald verzehrt. Schon 1865 am 14. No¬ 
vember rief der Herr seinen treuen Diener heim. Er starb nach 
schwerem Leiden, heilsgewiß und hoffnungsfreudig. 
3. Im Herbst 1849 hatte er in Hermannsburg die Missionsanstalt 
gegründet. Kurz vorher hatte er auf dem Missionsfeste der benach¬ 
barten Stadt Celle erklärt: ,,In Gottes Namen will ich in Hermanns¬ 
burg eine Mission errichten und habe keinen Pfennig dazu. Mit wieviel 
Zöglingen soll ich anfangen? mit drei oder vier? Nein mit zwölf; denn 
sein ist beides, Silber und Gold." Die Leute vernahmens mit Staunen 
und Verwunderung, etliche freilich mit Hohn und Spott, viele aber 
mit herzlicher Freude und Zustimmung. Sein Wort und Beispiel ent¬ 
zündete ihren Eifer. Alles, was er einnahm, verwandte er bis auf den 
letzten Pfennig für seinen Herrn. Reichlich strömten die Gaben ihm 
zu von seinen Bauern und aus allen Ständen, von groß und klein, von 
alt und jung Männer gaben von dem Gewinn ihrer Arbeit, Frauen ver¬ 
kauften ihren Schmuck, und Kinder brachten ihr Patengeld. Ein junger 
Bauer in Hermannsburg schenkte sogar seinen Bauerhof für die Mission 
und trat dann als Zögling in das Missionshaus ein. Die jungen Leute 
strömten Harms zahlreich zu, bald war er genötigt, die Zahl der 
Missionszöglinge zu verdoppeln, und nach zwölf Jahren mußte er sogar 
ein zweites Missionshaus bauen. 1853 stand die erste Schar von Missio¬ 
naren zur Aussendung bereit; wie sollten sie übers Weltmeer kommen? 
Mit Afrika, wohin sie gehen sollten, gab es noch keinen regelmäßigen 
Schiffsverkehr; da ließ der Dorfpastor in fröhlichem Glaubensmut ein 
schmuckes Segelschiff erbauen, das er Kandaze nannte nach der Königin 
von Mohrenland, und begeistert gaben unsere Heidebauern und andere 
Freunde ihm die Mittel dazu. Freudig sind die Missionare dann auf 
ihr hinausgefahren, konnten aber zu ihrem Schmerz keinen Eingang 
zu den Galla in Ostafrika gewinnen, bei denen sie die Missionsarbeit 
beginnen sollten; ihre mehrfachen Versuche wurden durch die Mo¬ 
hammedaner, welche die Küste beherrschten, vereitelt. Da führte 
der Herr sie nach Natal. Es waren ihrer acht Missionare, welche den 
Heiden das Evangelium predigen, und ebenso viele Kolonisten, welche
	        

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Citation recommendation

Steger, August, and Wilhelm Wohlrabe. [Teil 3b = 9. Schulj]. Halle a.S.: Schroedel, 1912. Print.
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