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Deutsches Lesebuch für einfache Schulverhältnisse

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN1751157482
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-22016968
Title:
Deutsches Lesebuch für Mädchen-Bürgerschulen
Author:
Blaschke, Anton
Kretschmeyer, Franz Jos.
Place of publication:
Wien
Publisher:
Tempsky
Document type:
Multivolume work
Collection:
Austria
Publication year:
1893
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Volume

Persistent identifier:
PPN1751157709
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-22468335
Title:
[Theil 3]
Shelfmark:
A D-159(5,1893)3
Author:
Blaschke, Anton
Kretschmeyer, Franz Josef
Volume count:
Theil 3
Place of publication:
Wien
Publisher:
Verlag von F. Tempsky
Document type:
Volume
Collection:
Austria
Publication year:
1893
Edition title:
5., verbesserte Auflage [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Binder

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Binder

Contents

Table of contents

  • Deutsches Lesebuch für einfache Schulverhältnisse
  • Binder
  • Title page
  • Inhalts-Verzeichnis
  • [I. Religiöses Leben]
  • [II. Das Leben in der Familie, der Gemeinde und im Staate]
  • [III. Sittliches Leben]
  • IV. Gemüthsleben
  • V. Leben und Walten in der väterländlichen Natur
  • [VI. Deutschland, deutsches Volk und deutsche Sitten.]
  • [VII. Aus der weiten Welt.]
  • [VIII. Aus deutscher Sage und Geschichte.]
  • Binder

Full text

260 
fällt sie, in des Speichers Räume, 
in der Sparren dürre Bäume, 
und als wollte sie im Wehen 
mit fick fort der Erde Wucht 
reißen in gewalt'ger Flucht 
wächst sie in des Himmels Hohen 
riesengroß! Hoffnungslos 
weicht der Mensch der Götterstärke; 
müßig sieht er seine Werke 
und bewundernd nntergeh'n. 
Leergebrannt ist die Stätte, 
wilder Stürme rauhes Bette. 
In den öden Fensterhöhlen 
wohnt das Granen; 
und des Himmels Wolken schauen 
hoch hinein. Einen Blick 
nach dem Grabe seiner Habe 
sendet noch der Mensch zurück — 
greift fröhlich dann zum Wanderstabe. 
Was Feuers Wuth ihm auch geraubt, 
ein süßer Trost ist ihm geblieben, 
er zählt die Häupter seiner Lieben 
und sieh! ihm fehlt kein theures Haupt. 
Fr. Schiller. Aus dem „Lied von der Glocke." 
255. Das Innere der Erde. 
Von unserm Erdkörper kennen wir eigemlich nur die Oberfläche; 
denn auch in den tiefsten Bergwerken ist man nicht über 2000 Met. i" 
das Innere der Erde eingedrungen, da doch der halbe Durchmesser der 
Erde gegen 860 Meilen beträgt. Dagegen ist die Höhe der Berge, ans 
welche der Mensch hinaufgestiegen ist, schon ungleich beträchtlicher. Schon 
der Ortet es in Tyrol ist über 4000 Meter hoch, der Chimborasso 
in Amerika ist noch um etliche tausend Meter höher, ja der Dawal a- 
giri-Berg auf dem Himalaja-Gebirge in Asien ist fast noch einmal so 
lioch als der Orteles; denn sein Gipfel ragt mehr als 8000 Meter hoch 
über die Meeresfläche hinauf. 
Wenn man nun alles zusammenfaßt, was man beim Hinabsteigen 
in tiefe Bergschachte und beim Hinaufsteigen auf hohe Berge bemerkt hat, 
so hat man alles beisammen, was wir über den Ban unsers Erdkörpers 
wissen. Das besteht ungefähr in Folgendem: 
Tief unter der Erdoberfläche, auf der wir wohnen, giebt es große 
Höhlen, die wohl meistens mit Wasser angefüllt sein mögen. Manche 
sind aber auch leer und so weit nach oben gelegen, daß man zuweilen 
gar hineinsteigen und ihr Inwendiges betrachten kann. In Nor¬ 
wegen giebt es eine Höhle, die, wenn man die Zeit berechnet, die cs 
braucht, ehe man einen hineingeworfenen Stein unten auffallen hört, über 
13,000 Vieler tief fein muß. Eine andere Höhle in Norwegen senkt sich 
tief unter das Meer hinab; an der Stelle, bis zu der man in sie ein¬ 
gedrungen ist, hört man ganz deutlich das Meer über sich brausen. 
Das ist Sturm! 
Roth wie Blut ist der Himmel! 
Das ist nicht des Tages Glut! 
Welch Getümmel 
Straßen auf! Dampf wallt aus! 
Flackernd steigt die Feuersäule; 
durch der Straßen lange Zeile 
wächst es fort mit Windeseile. 
Kochend, wie aus Ofens Rachen, 
glühn die Lüfte, Balken krachen, 
Pfosten stürzen, Fenster klirren, 
Kinder jammern, Mütter irren, 
Thiere wimmern unter Trümmern. 
Alles reimet, rettet, flüchtet, 
taghell ist die Nacht gelichtet. 
Durch der Hände lange Kette 
um die Wette 
fließt der Eimer; hoch im Bogen 
spritzen Onellen, Wasierwogen; 
heulend kommt der Sturm geflogen, 
der die Flamme brausend sucht. 
Prasselnd in die dürre Frucht
	        

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Theel, F. W., and Gustav Wirth. Deutsches Lesebuch Für Einfache Schulverhältnisse. Berlin: Wohlgemuth, 1876. Print.
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