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Schicksale unseres Volkes, zusammenfassende Darstellung der staatlichen Zustände unseres Volkes (Bd. 4, Abt. 1)

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN1766525202
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-21425549
Title:
Lecciones autografiadas de religión y moral
Shelfmark:
E W-28(1,1892)
Author:
Florez, José María
Place of publication:
Madrid
Publisher:
Minuesa
Document type:
Monograph
Collection:
Spain
Publication year:
1892
Edition title:
Nueva edition, [Electronic ed.]
Copyright:
Leibniz-Institut für Bildungsmedien | Georg-Eckert-Institut
Language:
Spanish; Castilian
Subtitle:
cuaderno 1.o

Chapter

Title:
[Lección 6-10]
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Quellensätze zur Geschichte unseres Volkes
  • Schicksale unseres Volkes, zusammenfassende Darstellung der staatlichen Zustände unseres Volkes (Bd. 4, Abt. 1)
  • Binder
  • Cover
  • Title page
  • Title page
  • Herrn Seminardirektor Prof. E. Blume in Dankbarkeit und Ehrerbietung gewidmet
  • Vorwort
  • Inhalt
  • Schicksale unseres Volkes von der Reformation bis zur Gegenwart
  • Erster Abschnitt. Die Zeit der Reformation (1517-1555)
  • Zweiter Abschnitt. Die Zeit der Gegenreformation. Der dreißigjährige Krieg (1555-1648)
  • Dritter Abschnitt. Das Emporkommen Brandenburg-Preußens. Die Entwicklung Österreichs zu einer europäischen Großmacht (1640-1740)
  • Vierter Abschnitt. Die Zeit Friedrichs II. und Josephs II. Preußen wird Großmacht 1740-1786 (1790)
  • Fünfter Abschnitt. Die Zeit der Fremdheerschaft in Deutschland. Untergang des Reiches. DIe Befreiungskriege. Der Deutsche Bund (1790-1815)
  • Sechster Abschnitt. Die Zeit des Deutschen Bundes. 1815-1866
  • Siebenter Abschnitt. Die Zeit des Norddeutschen Bundes. Das Deutsche Kaiserreich. (1867 bis heute)
  • Zusammenfallende Darstellung der staatlichen Zustände unseres Volkes vom Anfange der Reformation bis zur Gegenwart

Full text

wie mit den Bauern Gemeinschaft. Es sind nicht nur wirtschaftliche 
Forderungen, welche die Bauern in ihren Artikeln aufstellten; sie 
forderten auch die freie Wahl ihrer Pfarrer und die freie Predigt 
des Wortes Gottes. In Oberdeutschland schlug das Kriegsfeuer, 
das schon lange unter der Asche geglommen, zu Hellen Flammen 
empor. Es bedurfte einer regelrechten Kriegsführung unter Georg 
Truchseß von Waldburg mit dem Aufgebot des schwäbischen Bundes 
zur Dämpfung des Aufstandes. Auch nach Thüringen und in die 
Gegend des Harzes verbreitete sich der Aufruhr. Die Schlacht 
bei Frankenhausen (1525) machte hier dem Treiben eines Thomas 
Münzer ein Ende. Zu diesen Gefahren kam noch eine andere vou- 
feiten der Gegner des Evangeliums. Im Jahre 1524 traten die 
Herzöge von Bayern mit Ferdinand, dem Bruder Karls V., aus 
Betreiben des Papstes zu Regensburg zu einem Bündnis zusammen. 
Da schlossen zu Torgau eine Anzahl evangelischer Stände ein 
Schutzbündnis (1526), nachdem Sachsen und Hessen schon zu Gotha 
sich vereinigt hatten, um sich mit „Leib und Gut, Land, Herrschaften, 
Leut und allem Vermögen" zu wehren, wenn sie angegriffen würden. 
Durch ihre geschlossene Haltung kam zu Speyer (1526) ein der 
Reformation günstiger Reichstagsabschied zustande: ein jeder Stand 
solle so leben, wie er es „gegen Gott und Kais. Majestät hofft 
und vertraut zu verantworten"; ein Beschluß, der auch durch das 
veränderte Verhältnis des Kaisers zum Papste Clemens VII. herbei¬ 
geführt wurde. Die Erfolge des Kaisers in Italien stärkten bann 
von neuem die Hoffnungen der Katholischen in Deutschland; auf 
bem Reichstage zu Speyer 1529 würbe bas Wormser Ebikt erneuert; 
boch in feierlicher Weife protestierten bie evangelischen Reichsstände 
gegen biesen Beschluß. Nun kam alles barauf an, wie sich ber 
Kaiser auf bem Reichstage zu Augsburg zur Sache ber Religion 
stellen werde. — Das kaiserliche Ausschreiben bes Reichstages 
war in versöhnlichem Tone gehalten. In Innsbruck versammelten 
sich viele aus bem Reiche, um bem Reichsoberhaupt ihre Aufwartung 
zu machen; schon hier suchte ber Kaiser ben Boben für bie zukünftigen 
Verhanblungen zu bereiten. In Augsburg mußte er gleich in ben 
ersten Tagen ben Wiberftanb ber Protestanten erfahren, bie sich 
von ben katholischen kirchlichen Feierlichkeiten geflissentlich fernhielten. 
War Kaiser Karl anfangs gewillt, über ben Parteien zu stehen 
unb einen Vergleich zustanbezubringen, so hat er boch nach ber
	        

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