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Aus der allgemeinen Erdkunde, Länderkunde von Mitteleuropa (Teil 1)

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN1779780125
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-23722357
Titel:
Abrégé d'histoire grecque
Signatur:
F H-65(1,1879)5
Autor*in:
Duruy, Victor
Erscheinungsort:
Paris
Verlag:
Hachette
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Frankreich
Erscheinungsjahr:
1879
Ausgabenbezeichnung:
Nouv. édition, entièrement refondue, contenant des gravures d'après les monuments et des cartes [Electronic ed.]
Copyright:
Leibniz-Institut für Bildungsmedien | Georg-Eckert-Institut
Sprache:
Französisch
Untertitel:
rédigé conformément aux derniers programmes officiels pour la classe de cinquième

Inhaltsverzeichnis

Titel:
Programme officiel du 23 Juillet 1874
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Erdkunde für Mittelschulen
  • Aus der allgemeinen Erdkunde, Länderkunde von Mitteleuropa (Teil 1)
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhalts-Übersicht
  • Aus der Allgemeinen Erdkunde
  • Länderkunde von Mitteleuropa
  • A. Länderkunde Preußens mit Einschluß der kleineren norddeutschen und mitteldeutschen Staaten
  • B. Preußens westliche Nachbargebiete
  • C. Die süddeutschen Landschaften und Staaten
  • D. Deutschlands südliche Nachbargebiete
  • E. Rückblick auf Mitteleuropa
  • Anhang
  • Einband

Volltext

Länderkunde Preußens usw. 45 
werken und Eisengießereien zum Himmel empor und erfüllen die Luft mit schwarzen 
Rauchwolken. Mittelpunkt der Kohlenförderung und Eisenindustrie ist Königs- 
Hütte (73), des Eisenbergbaus B e u t h e n (68), der Zinkgewinnung L i p i n e. 
Andere Jndustrieorte sind G l e i w i tz (67) und Z a b r z e (63). Die Oberschlesische 
Platte bildet den ostdeutschen Großindustriebezirk. 
Aufgaben. M i ß die Entfernung zwischen dem Heimatort und Königsberg! — B e - 
rechne für diese Strecke die' Fahrtdauer auf der Eisenbahn! — Zeichne Unterlauf 
und das Mündungsgebiet a) der Memel, b) des Pregels, c) der Weichsel, d) der Oder! — 
Modelliere eine Seenplatte! — Vergleiche a) West- und Ostdeutsches Tiefland, 
b) Karpatischen und Baltischen Höhenzug, cj die Bruchlandschaften des Ostdeutschen Tief- 
landes, d) Königsberg, Stettin, Danzig! — Erkläre: Urstromtal, Moränenwall, Gletscher¬ 
lehm, Delta, Sinkstoffe! — Unterscheide Küstenstädte, Talstädte, Randstädte! — 
Warum haben die Flüsse des Ostdeutschen Tieflandes vielfach einen treppenartigen 
Lauf? — Warum ist der Baltische Landrücken so reich an Seen? — Warum weist das Ost- 
deutsche Tiesland viele Kanäle auf? — Wie steht die Elbe in Verbindung mit der Oder, 
der Weichsel, der Ostsee, dem Oberschlesischen Kohlengebiet? 
5. Schleswig-Holstein. 
1. Allgemeines, a) Schleswig-Holstein liegt zwischen den beiden deutschen Meeren. 
Im Süden wird die Landschaft begrenzt von der Elbe und der Senke des Elb-Trave- 
Kanals. Im Norden ist keine natürliche Grenzscheide vorhanden. Die Fortsetzung 
bildet die dänische Halbinsel Jütland, die sich nach Norden in den südlichen großen 
Busen Skandinaviens hinein erstreckt. Die meerumschlungene deutsche Nordmark 
ist die Landbrücke zwischen Deutschland und dem Norden Europas. 
b) Die Karte zeigt eine buchten- und hügelreiche, aber inselarme Ostküste, 
eine buchtenarme und niedrige, aber inselreiche Westküste und eine mehr ebene Mitte. 
Die steile Ostküste mit ihrem Seenreichtum ist die Fortsetzung des Baltischen Land- 
rückens. Die Westküste ist die Fortsetzung des westdeutschen Marschlandstreifens. 
Die Mitte ist Geestland. Schleswig-Holstein ist somit das Bindeglied zwischen 
dem Ost- und dem Westdeutschen Tiesland. 
2. Die Ostküste, a) Wie am Nordabhang des Baltischen Landrückens im Ost- 
deutschen Tiefland, so tritt auch hier vielfach der Geschiebelehm zutage und gewährt 
einen ergiebigen Getreidebau. (Propsteier Roggen.) Die Förden weisen auf das 
Meer hin. Da sie nicht durch die Anschwemmungen der Flüsse unter der Versandung 
leiden und außerdem sehr geschützt liegen, so bilden sie gute Häfen. Doch können sie 
nicht dementsprechend zur Geltung kommen, weil das Hinterland nur schmal ist. 
Gleichwohl hat Schleswig-Holstein unter allen preußischen Provinzen die größte 
Handelsflotte. Die wichtigsten Handelshäfen sind die Förden von Schleswig (Schlei) 
und Kiel. Die Förde von Eckernförde ist der erste Fischereihafen Preußens. Die 
Ostküste ist ein Gebiet des Ackerbaues, des Seehandels und der Fischerei. 
b^ Kurz vor der Einmündung des Elb-Trave-Kanals in die Lübecker Bucht 
liegt Lübeck (160). Das äußere Gepräge weist auf die glanzvolle Vergangenheit hin. 
Als nächstgelegene Ostseestadt vermittelte Lübeck den Handel zwischen dem Westen 
Deutschlands und den Ostseeländern. Es wurde Beherrscherin der Ostsee und 
Führerin der Hanse. Mit dem Niedergang der Hanse und dem Rückgang des Ostsee- 
Verkehrs sank Lübecks Stern. Es mußte seine Vormachtstellung an Hamburg ab- 
geben. Neuerdings hat auch der Nord-Ostsee-Kanal Lübecks Handel zugunsten 
4*
	        

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Zitierempfehlung

Müller, Albert et al. Aus Der Allgemeinen Erdkunde, Länderkunde Von Mitteleuropa. Berlin [u.a.]: Oldenbourg, 1913. Print.
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