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Die Geschichte des Mittelalters (Bd. 2)

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN1779780125
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-23722357
Title:
Abrégé d'histoire grecque
Shelfmark:
F H-65(1,1879)5
Author:
Duruy, Victor
Place of publication:
Paris
Publisher:
Hachette
Document type:
Monograph
Collection:
France
Publication year:
1879
Edition title:
Nouv. édition, entièrement refondue, contenant des gravures d'après les monuments et des cartes [Electronic ed.]
Copyright:
Leibniz-Institut für Bildungsmedien | Georg-Eckert-Institut
Language:
French
Subtitle:
rédigé conformément aux derniers programmes officiels pour la classe de cinquième

Chapter

Title:
Abrégé d'histoire grecque
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Table of contents

Title:
Table des matières
Document type:
Monograph
Structure type:
Table of contents

Contents

Table of contents

  • Historische Darstellungen und Charakteristiken
  • Die Geschichte des Mittelalters (Bd. 2)
  • Binder
  • Title page
  • Uebersicht des Inhaltes
  • Einleitung
  • Erster Zeitraum. Von der Auflösung des weströmischen Reiches bis auf die Thronbesteigung der Karolinger und der Abbasiden 476-751 (750)
  • A. Das Abendland
  • B. Das Morgenland
  • Zweiter Zeitraum: Von der Thronbesteigung der Karolinger bis zu den Kreuzzügen 751-1096
  • Dritter Zeitraum: Das Zeitalter der Kreuzzüge 1096-1273
  • Vierter Zeitraum: Vom Ende der Kreuzzüge bis zur Entdeckung Amerika's 1273-1492
  • Binder

Full text

118 Erster Zeitraum des Mittelalters: 476—751. R. Das Morgenland. 
eine Moschee erbauen, welche von seinen Nachfolgern vollendet ward und 
noch jetzt fift eines der größten Heiligthümer der mohammedanischen Welt 
gilt. Durch den Mangel an Zusammenwirken der größeren Städte, die sich 
einzeln durch einen schmählichen Frieden zu erhalten suchten, war es den 
Arabern möglich geworden, in 5 Jahren ganz Syrien und Palästina zu 
unterwerfen. 
Kurze Zeit später (639) fiel auch Aegypten in ihre Hände, dessen 
Bevölkerung beim Einbrüche der Mohammedaner durch Secten und National- 
hah zerrissen war. Die bei Weitem überwiegende Mehrzahl derselben besaß 
nicht allein keine Anhänglichkeit an die, ihre entfernteren Provinzen aus¬ 
saugende, byzantinische Regierung, sondern sah vielmehr den heranziehenden 
Feind als willkommenen Retter von Druck und Verfolgung an. Dieser 
Umstand erklärt die ans Märchenhafte grenzende Leichtigkeit, mit welcher 
Aegypten von 16,000 Muselmännern unter Amru's Anführung erobert 
wurde. Nach der Angabe einiger viel später lebenden arabischen Geschicht¬ 
schreiber wäre in Alexandria in Folge der Eroberung (641) auch die berühmte 
alexandrinische Bibliothek untergegangen. Amru soll nämlich, als er 
die von der wohlhabenden Bevölkerung vorher verlassene Stadt eingenommen 
hatte, über diese Bibliothek beim Khalisen angefragt und von ihm die Ant¬ 
wort erhalten haben: „Stimmen die Bücher der Bibliothek mit dem Koran 
überein, so sind sie unnütz und brauchen nicht aufbewahrt zu werden; im 
entgegengesetzten Falle aber sind sie schädlich und müssen vernichtet werden." 
Amru befahl daher, wie es heißt, die Verbrennung der ganzen Bibliothek; 
nicht weniger als sechs Monate lang soll man mit den Büchern in allen 
Bädern dieser volkreichen Stadt das nöthige Feuer unterhalten haben. Die 
ganze Erzählung ist ein Märchen; denn die berühmte Bibliothek der Ptolemäer 
war bereits in Eäsar's ägyptischem Feldzuge größtenteils ein Raub der 
Flammen geworden und auch der geringe Hebertest derselben lange vor der 
mohammedanischen Eroberung untergegangen. 
Amru, der als Statthalter in Aegypten blieb, und in der von ihm neu 
gegründeten Stadt Fostat (j. Alt-Kairo) residirte, dehnte seine Eroberungen 
noch gegen Westen über das Land SH'rTa und bis nach Tripolis hin aus. 
Die Berbern wurden ohne große Mühe für den Islam gewonnen. 
Omar wandte gleich nach seinem Regierungsantritt seine ganze Auf¬ 
merksamkeit dem persischen Kriege zu. Der tapfere persische Feldherr 
Rust um hielt sich hinter dem Euphrat, ließ sich mehrere Monate in keinen 
Kampf ein und erwartete die beste Hülse von den Verlegenheiten, welche der 
Hunger den am Rande der syrischen Wüste stehenden Arabern über kurz 
oder lang bereiten mußte. Allein die Unbesonnenheit des 21jährigen Königs 
Jezdegerd vereitelte den klugen Plan des persischen Feldherrn. Rustum 
mußte auf Befehl des Königs über den Euphrat ziehen und dem Feinde 
eine Schlacht anbieten. Diese Schlackt bei-Kadesia, dem Grenzorte des
	        

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Pütz, Wilhelm. Die Geschichte Des Mittelalters. Köln: DuMont-Schauberg, 1876. Print.
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