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Das Deutsche Reich (Teil 2, Abt. 3)

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN1794368221
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-21893904
Title:
Bruchstücke aus den Classikern der teutschen Nation
Editor:
Pölitz, Karl Heinrich Ludwig
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Schwickert
Document type:
Multivolume work
Collection:
Readers, pre-1871
Publication year:
1828
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Volume

Persistent identifier:
PPN1794369821
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-22331466
Title:
Des dritten oder höhern Cursus, erste Abtheilung
Shelfmark:
DI-I 33(2,1828)-3,1
Author:
Pölitz, Karl Heinrich Ludwig (17.08.1772-27.02.1838)
Volume count:
3,1
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Schwickert
Document type:
Volume
Collection:
Readers, pre-1871
Publication year:
1828
Edition title:
Aus der 2., verbesserten u. vermehrten Auflage bes. abgedruckt [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
[Lyrische Form]
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
A. Religiöse Lieder
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Adolf Tromnaus Lehrbuch der Schulgeographie
  • Das Deutsche Reich (Teil 2, Abt. 3)
  • Binder
  • Advertising
  • Title page
  • Title page
  • Vorwort zur ersten Auflage
  • Vorwort zur zweiten Auflage
  • Advertising
  • Inhaltsübersicht
  • Überblick
  • Landeskunde
  • A. Die deutschen Alpen und das Alpenvorland
  • B. Das südwestdeutsche Becken
  • C. Die mitteldeutsche Gebirgsschwelle
  • D. Das deutsche Tiefland
  • Ortstafel des Deutschen Reiches
  • Deutsche Universitäten
  • Deutsche Festungen
  • Binder

Full text

— 103 — 
Ihrer Natur nach bilden die Haupttäler einen erfreulichen Gegeu- 
satz zu den rauhen Gebirgsflächen. Bei ihrer tiefen, geschützten Lage 
zeichnen sie sich durch ein mildes Klima aus, das in einzelnen Teilen 
des Rhein- uud Moseltales über 10« C. mittlere Jahreswärme aus¬ 
weist. Sie sind das Hanptgebiet der Ansiedelungen und Städte und 
mußten ihre Anziehungskraft schon frühzeitig als natürliche Wasser- 
straßen bewähren, die sich durch eine sonst oft wenig wegsame Wald- 
und Bergregion hinziehen. In den nördlichen Tälern der Sieg, 
Wupper uud Ruhr siud es zudem die mineralischen Bodenschätze des 
Berglandes, die in den Tälern eine Siedelungshäusung der Bevölkerung 
mit siel) gebracht. Dort bewundert man das Spiegeleisen der Siegener 
Werke im Ruhrgebiete, die Kohlenproduktion und die Gußstahlfabrik 
von Alfred Krupp und die Spinnereien, Tuchfabriken, Färbereien, 
Bleichereien und Eisenhämmer des Wuppertal es. In den südlichen 
Flußtälern lockten in erster Linie die Ernten ergiebiger Fruchtgelände, 
die Kultur des Weinstocks und die edler Obstarten und sonstiger 
Gartenfrüchte. Die Fruchtgefilde finden sich besonders dort, wo 
die Täler sich zu kleinen Ebenen ausweiten (Nahegau, unteres 
Lahntal, Neuwieder Becken), während beim Weinbau die Terrassen- 
kultur angewandt wird. Durch Weinbau glänzen besonders die durch 
landschaftliche Reize so reich ausgestatteten Täler des Rheins und 
der Mosel. 
Tie Wcinkultur am Rhein datiert aus dem neunten Jahrhundert: 
864 wird zuerst in einer Urkunde ein Weinberg angeführt. Ihn schenkte Wala- 
brecht an die Abtei Bleidenstadt in der Gemarkung Rüdesheim. Nach der Binger 
Chronik ist um das Jahr 842 im Rheingau die Rebenkultur noch unbekannt. 
Die Rheingauer Sage läßt allerdings bereits Karl den Großen als Einführer 
und Beförderer des Weinbaus erscheinen; der Vorliebe zur Rebenkultur sei es 
zu danken gewesen, daß sich dieser große Kaiser gern in Ingelheim aufhielt. Mit 
Schluß des elften Jahrhunderts nahm der Weinbau seinen eigentlichen Anfang. 
Die Rüdesheimer legten, unterstützt von dem Erzbischos Siegfried, 1074 
einen Weinberg von größerer Ausdehnung an, der Erzbischos bezog hiervon 
einen Weinzins von 49 Fuder. 1108 wurde der Hellenberg bei Aß m anns- 
Hausen mit Rotweinreben bepflanzt. Die Benediktinerabtei Johannisberg 
säumte nicht lange und legte Weinberge an dem berühmten Klosterabhang an. 
Die Cistercienser von Eberbach bepflanzten den Steinberg. Die Anlage des 
Rüdes heimer Berges ist in das 13. Jahrhundert zu verlegen. JnRauen- 
thal, Neuendorf :c. reichen die ersten Anfänge des Weinbaues bis in das 
12. Jahrhundert zurück. Gegenwärtig sind allein im Rheingau über 3000 ha 
Land mit Reben bepflanzt. Der Weinstock wird durchschnittlich alle 30 Jahre 
erneuert. Die Anlage der Weinberge und die ganze Behandlung desselben ver- 
ursacht viel Arbeit, erheischt die größte Sorgfalt. Ein angelegter Wein 
berg verursacht alljährlich immer 150—200 Mk. für den Morgen Unkosten. 
^Oie Arbeiten sind äußerst schwer, und wie oft lohnen sie in schlechten Wein- 
jähren nicht im entferntesten die Mühen und Arbeiten des Rheinländers! Früh 
im Jahre wird der Boden tief mit einem langen Karst umgehauen und er- 
forderlichen Falls gedüngt. Nun werden die Reben beschnitten und an die 
Pfähle gehestet. Kurze Zeit nachher^ wird der Boden geebnet. Mitte August 
wevden die Reben „gegipfelt": die Spitzen sämtlicher Reben werden zu diesem 
Zwecke sämtlich auf gleiche Höhe abgeschnitten. 
Die Menge und die Güte des Weins hängt zwar im allgemeinen von 
der sorgsamen Pflege des Weinbergs ab ; den größten Einsluß übt jedoch die 
Witterung aus. Der Monat August mit seiner großen Hitze ist der „Kochmonat". 
Die Reifezeit, der Monat September, darf nicht zu trocken sein. Je mehr die
	        

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Schöne, Emil, and Adolf Tromnau. Das Deutsche Reich. Halle a. d. S.: Schroedel, 1902. Print.
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