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Lesebuch für die Mittel- und Oberstufe (Teil 3, [Schülerband])

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN1940956889
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-25770090
Titel:
Drei und dreißig Fragen über die Unterscheidungslehren der evangelischen und katholischen Kirche
Signatur:
WD-I 5(1,1854)
Erscheinungsort:
Stuttgart
Verlag:
C. P. Scheitlin's Verlagshandlung
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Religionsschulbücher vor 1871
Erscheinungsjahr:
1854
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
für Schüler vom 12. bis 14. Jahre : mit Anmerkungen für die Lehrer

Einband

Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Einband

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Ferdinand Hirts Lesebuch für Volksschulen
  • Lesebuch für die Mittel- und Oberstufe (Teil 3, [Schülerband])
  • Einband
  • Zur gefälligen Beachtung
  • Titelseite
  • Werbung
  • Über die Einrichtung und Benutzung des Lesebuches
  • I. Übersicht des Inhalts
  • Übersicht der Abbildungen
  • II. Übersicht der Lesestücke vaterländischer Dichtung
  • Mittelstufe
  • A. Lebensspiegel
  • B. Spiegel der Natur
  • C. Sagen, Legenden und Erzählungen aus der Geschichte
  • Zur Erinnerung an das Jahr 1888
  • Oberstufe
  • Zur gefälligen Beachtung
  • Einband

Volltext

31. Einkehr. 
77 
da kommt durch die Luft ein solcher Käfer gesummt. Vier Flüagel hat 
er; zwei davon sind hart, zwei sind zart und weich. Zum 1 
dienen ihm die letzteren. Jetzt läßt sich der Toten⸗ 
gräber nieder, faltet die feinen, zarten Flügel 
säuberlich zusammen und legt sie auf den Rücken. 
Die beiden harten Oberflügel dedt er darüber. 
Sie schützen jene feinen. Der Totengräber ist 
schlicht braun von Farbe. Sein Kopf und seine 
Brust sind einfach schwarz, wie sich's für sein 
ernstes Geschäft ziemt. Ein großes, schwarzes Toteng 
Kreuz trägt er auf dem Rücken. Kurz nach dem ersten c algt 
meist noch ein zweiter und dritter, ja manchmal versammeln sich deren 
noch mehrere. Als sachverständige Leute untersuchen sie zuerst den 
Boden, auf dem der Leichnam liegt. Befindet sich derselbe auf lockerer 
Erde, so machen sie sich alsobald ans Werk. Sie beginnen sofort mit 
ihren sechs Füßen, von denen die vordern besonders kurz und breit 
wie kleine Schaufeln eingerichtet sind, die Erde unter dem Tiere auf⸗ 
zuwühlen und wegzuscharren, bis dasselbe allmählich tiefer und tiefer 
finkt. Haben sie den Leichnam nun völlig eingesenlt, so kriechen sie 
auf denselben und legen ihre Eier hinein. Ihre Arbeit ist vollendet. 
Sie breiten ihre Flügel aus und fliegen weiler. Die großen Fleisch⸗ 
und Schmeißfliegen, die so gewaltig summen und so schön stahlblau 
glänzen, kommen auch herbei ünd legen ihre Eier ins begrabene Tier. 
us allen diesen kleinen Eiern entstehen nach wenig Stunden weiße 
Maͤden, die mit großer Gier das Fleisch der toten Maus verzehren, 
so daß nach kurzer Zeit nichts übrig ist, als die Haut und die abge⸗ 
lagten Knochen. Dann kriechen die großgewordenen Maden in die 
Erde, verpuppen sich hier, und im nächsten Jahre kommen neue Fliegen 
Ind neue Totengräberkäfer aus der Erde, die wieder das Geschäft 
ihrer Eltern treiben. 
31. *Einkehr. 
1. Bei einem Wirte wundermild, 
da war ich jünagst zu Galte; 
ein goldner Apfel war sein Schild 
an einem langen Alte. 
S 
3. Es kamen in sein grünes Naus 
viel' leichtbeschwingte Gäste; 
ste syrangen frei und hielten Schmans 
und sangen auf das beste. 
bei dem ich eingekehret; 
mit süßer Kost und frischem Schaum 
hat er mich wohl genühret. 
2. Es war der gute Apfelbanm, 
4. Ich fand ein Bett zu süßer Ruh 
auf weichen, grünen Matten; 
der Wirt, er deckte selbst mich m 
mit seinem kühlen Schatten. 
5. Unn fragt' ich nach der Schuldigkeit; 
da schüttelt' er den Wipfel. 
Gesegnet sei er allereit 
von der Wurzel bis mun Gipfell 
Uübland
	        

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Zitierempfehlung

Lepke, Joseph. Lesebuch Für Die Mittel- Und Oberstufe. Breslau: Hirt, 1895. Print.
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