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Deutsches Lesebuch für Lehrer- und Lehrerinnen-Seminare

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN1940956889
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-25770090
Titel:
Drei und dreißig Fragen über die Unterscheidungslehren der evangelischen und katholischen Kirche
Signatur:
WD-I 5(1,1854)
Erscheinungsort:
Stuttgart
Verlag:
C. P. Scheitlin's Verlagshandlung
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Religionsschulbücher vor 1871
Erscheinungsjahr:
1854
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
für Schüler vom 12. bis 14. Jahre : mit Anmerkungen für die Lehrer

Einband

Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Einband

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Deutsches Lesebuch für Lehrer- und Lehrerinnen-Seminare
  • Einband
  • Einband
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis.
  • Erster Teil. Prosa.
  • I. Märchen.
  • II. Fabeln.
  • III. Parabeln.
  • IV. Paramnthieen.
  • V. Sagen des klassischen Rittertums.
  • VI. Deutsche Götter- und Heldensagen.
  • VII. Deutsche Volkssagen und Volksschwänke.
  • VIII. Erzählungen.
  • IX. Legenden.
  • X. Bilder aus der Weltgeschichte.
  • XI. Bilder aus der Erd- und Völkerkunde.
  • XII. Beschreibungen und Schilderungen aus dem Naturleben.
  • XIII. Scenen und Gruppen.
  • XIV. Bilder und Gemälde
  • XV. Gespräche.
  • XVI. Vergleiche und Parallelen.
  • XVII. Charakterzeichnungen.
  • XVIII. Betrachtungen.
  • XIX. humoristische Skizzen.
  • XX. Abhandlungen und Auseinandersetzungen.
  • XXI. Reden.
  • XXII. Briefe.
  • Zweiter Teil. Poesie.
  • A. Didaktische Poesie.
  • B. Epische Poesie.
  • I. Märchen.
  • II. Sagen.
  • III. Legenden.
  • IV. Idyllen
  • V. Poetische Erzählungen.
  • VI. Balladen und Romanzen.
  • VII. Rhapsodieen.
  • VIII. Epen.
  • C. Lyrische Poesie.
  • Anhang.
  • Einband

Volltext

— 74— 
Auch wenn der Ost nicht weht. Mein Väterchen sagte mir oftmals, 
Klopfend die Wang', ich würde noch krank vor lauter Gesundheit.“ 
Jetzo sagte der Sohn, sein Weib darstellend, der Mutter: 
„Mütterchen, nehmt sie auf Glauben. So zart und schlank, wie sie dasteht, 
Ist sie mit Leib und Seele vom edelsten Kerne der Vorwelt. 
Daß sie der Mutter nur nicht das Herz abschwatze des Vaters! 
Komm denn und bring' als Gabe den zärtlichsten Kuß zum Geburtstag.“ 
Schalkhaft lächelte drob und sprach die treffliche Gattin: 
„Nicht zur Geburtstagsgabe! Was Besseres bring' ich im Koffer 
Unserem Vater zur Lust und dem Mütterchen, ohne dein Wissen!“ 
Sprach's und faßte dem Manne die Hand; die führende Mutter 
Offnete leise die Thür und ließ die Kinder hineingehn, 
Aber die junge Frau, voll Lieb' im lächelnden Antlitz, 
Hüpfte voraus und küßte den Greis. Mit verwunderten Augen 
Sah er empor und hing in der trautesten Kinder Umarmung. 
V. Doelische Erzählungen. 
108. Johann, der munltere Seifensieder. 
Friedrich v. Hagedorn. 
Johann, der muntre Seifensieder, Es wohnte diesem in der Nähe 
Erlernte viele schöne Lieder Ein Sprößling eigennütz'ger Ehe, 
Und sang, mit unbesorgtem Sinn, Der, stolz und steif und bürgerlich, 
Vom Morgen bis zum Abend hin. Im Schmausen keinem Fürsten wich: 
Sein Tagwerkkonnt' ihm Nahrung bringen: Ein Garkoch richtender Verwandten, 
Und wann er aß, so mußt' er singen; Der Schwäger, Vettern, Nichten, Tanten, 
Und wann er sang, so war's mit Lust, Der stets zu halben Nächten fraß 
Aus vollem Hals' und freier Brust. Und seiner Wechsel oft vergaß. 
Beim Morgenbrot, beim Abendessen Kaum hatte mit den Morgenstunden 
Blieb Ton und Triller unvergessen; Sein erster Schlaf sich eingefunden, 
Der schallte recht, und seine Kraft So ließ ihm den Genuß der Ruh' 
Durchdrang die halbe Nachbarschaft. Der nahe Sänger nimmer zu. 
Man horcht, man fragt: „Wer singt Zum Henler! lärmst du dort schon wieder, 
schon wieder?“ Vermaledeiter Seifensieder? 
Wer ist's?“ „Der muntre Seifensieder!“ Ach, wäre doch, zu meinem Heil, 
Im Lesen war er anfangs schwach; Der Schlaf hier, wie die Austern, feil!“ 
Er las nichts als den Almanach, 
Doch lernt' er auch nach Jahren beten, Den Sänger, den er früh vernommen, 
Die Ordnung nicht zu übertreten, Läßt er an einem Morgen kommen 
Und schlief, dem Nachbar gleich zu sein, Und spricht: „Mein lustiger Johann, 
Oft singend, öfter lesend, ein. WVie geht es euch? wie fangt Ihr's an? 
Er schien fast glücklicher zu preisen, Es rühmt ein jeder eure Ware, 
Als die beruf'nen sieben Weisen, Sagt, wie viel bringt sie euch im Jahre?“ 
Als manches Haupt gelehrter Welt, „Im Jahre, Herr? mir fällt nicht bei, 
Das sich schon für den achten hält. — Wie groß im Jahr mein Vorteil sei.
	        

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Löhlein, Theodor, and Karl Holdermann. Lehrbuch Der Allgemeinen Weltgeschichte. Leipzig: Freytag, 1887. Print.
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