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Angewandte Geschichte

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN619671998
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-7282188
Titel:
Angewandte Geschichte
Signatur:
HEG-II 29(1,10)
Autor*in:
Wolf, Heinrich
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Dieterich
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1910
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
eine Erziehung zum politischen Denken und Wollen

Kapitel

Titel:
Staat, Volk und Kirche
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
III. Allmählich wachsendes Übergewicht des nationalen Staates über die universale Kirche
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Angewandte Geschichte
  • binder
  • Titelseite
  • Dem Andenken der deutschen Männer und mutigen Vorkämpfer H. von Treitschke und E. Hasse gewidmet
  • Vorwort
  • Inhalt
  • Erstes Buch. Die alte Kulturwelt
  • Der Orient
  • Griechische Geschichte
  • Römische Geschichte
  • Zweites Buch. Die neue Kulturwelt (Mittelalter und Neuzeit)
  • Die Verteilung der Welt im Wandel der Jahrhunderte
  • Der Staat
  • Staat, Volk und Kirche
  • I. Das Christentum und das römische Weltreich
  • II. Allmählich wachsendes Übergewicht der Kirche über den Staat und ihre universale Weltherrschaft
  • III. Allmählich wachsendes Übergewicht des nationalen Staates über die universale Kirche
  • IV. Die neueste Zeit (seit 1814/15)
  • Geschichtslügen und Irrtümer
  • Register
  • Werbung
  • binder

Volltext

344 
des Klerus in der Verwaltung, Rechtsprechung und Steuerzahlung, 
verweltlicht und eingezogen alle Kirchengüter, säkularisiert die Kirchen- 
staaten; alle Hemmungen der Glaubens- und Geistesfreiheit wurden 
beseitigt. 
Aber der Kampf gegen das verrottete Alte führte zu den entsetz- 
lichsten Ausschreitungen. 1793 siegte der Unglaube, und die christ¬ 
liche Kirche wurde abgeschafft. - Dann lenkte man wieder ein, und 
1795 verkündete die Direktorialregierung völlige Religionsfreiheit: „Der 
Kultus ist frei; der Staat befaßt sich mit ihm nicht und besoldet keine 
Diener irgend eines Kultus; der Staat ist religionslos". 
Seit dem Jahre 1796 tritt die Persönlichkeit Napoleons I. in 
den Vordergrund. Dieser Mann mit der rücksichtslosen Energie, mit 
dem eiserneu Willen, erscheint wie eine Gottesgeißel, wie ein willenloses 
Werkzeug in der Hand Gottes, um die völlig morsch gewordenen Reste 
aus der Zeit des Mittelalters zu zertrümmern. Fragen wir nach der 
weltgeschichtlichen Bedeutung Napoleons I., so werden wir zweierlei 
unterscheiden müssen: 
1. Durch ihn ist das römische, halb kirchliche Kaisertum deutscher 
Nation beseitigt, welches ein Fluch sür unser Vaterland geworden 
war; durch ihn ist der morsch gewordene Bau des deutschen Reiches 
zertrümmert; durch ihn sind die geistlichen Fürstentümer säkularisiert 
und zahlreiche kleine Herrschaften ihrer Selbständigkeit beraubt, so daß 
die Bahn frei wurde für ein neues Deutschland. 
2. Napoleon hat zuletzt die ganze römisch-katholische Welt unter 
seinem Szepter vereinigt: Frankreich und Italien beherrschte er direkt; 
Spanien, Portugal, Neapel, den Rheinbund, Österreich, Polen indirekt. 
Er erneuerte das Kaisertum Karls des Großen und erniedrigte den 
Papst zu seinem Werkzeug. Aber zugleich sind durch ihn doch auch die 
Grundsätze völliger Toleranz, der Ausklärung, des omnipotenten Staates 
allenthalben in der katholischen Welt verbreitet worden; überall be- 
trachtete man die französischen Anschauungen wie ein Evangelium. 
Stufe um Stufe war der päpstliche Absolutismus von der ge¬ 
waltigen Höhe, die er im 13. Jahrhundert erreicht hatte, abwärts ge¬ 
sunken. Um 1800 brach das stolze Gebäude völlig zusammen; der 
Papst hatte in Staat und Kirche feine Oberhoheit verloren.
	        

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Wolf, Heinrich. Angewandte Geschichte. Leipzig: Dieterich, 1910. Print.
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