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Abriß der Geschichte der neueren Zeit (Teil 3)

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN621452025
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-4604152
Titel:
Abriß der allgemeinen Geschichte
Autor*in:
Assmann, Wilhelm
Erscheinungsort:
Braunschweig
Verlag:
Vieweg
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Untertitel:
in zusammenhängender Darstellung auf geographischer Grundlage ; ein Leitfaden für höhere Lehranstalten

Band

Persistenter Identifier:
PPN621473472
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-4651746
Titel:
Abriß der Geschichte der neueren Zeit
Signatur:
HEG-II 54(9,1879)-3
Autor*in:
Meyer, Ernst
Assmann, Wilhelm
Bandzählung:
Teil 3
Erscheinungsort:
Braunschweig
Verlag:
Vieweg
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1879
Ausgabenbezeichnung:
9., umgearb. Aufl. / von Ernst Meyer [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Untertitel:
in zusammenhängender Darstellung auf geographischer Grundlage ; ein Leitfaden für Gymnasien und Realschulen

Kapitel

Titel:
Erste Periode. Von der Entdeckung Amerikas bis zum westphälischen Frieden, 1492 bis 1648
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Abriß der allgemeinen Geschichte
  • Abriß der Geschichte der neueren Zeit (Teil 3)
  • Einband
  • Titelseite
  • Inhaltsübersicht
  • Geschichte der neueren Zeit
  • Erste Periode. Von der Entdeckung Amerikas bis zum westphälischen Frieden, 1492 bis 1648
  • Zweite Periode. Vom westphälischen Frieden bis zur französischen Revolution, 1648 bis 1789
  • Dritte Periode. Geschichte der neuesten Zeit
  • Tabellen zur Geschichte Deutschlands
  • Tabellen zur Geschichte der außerdeutschen Staaten
  • Werbung
  • Einband

Volltext

Händel der westlichen Mächte über Italien 
— Frankreich. 
3 
E r st e Periode. 
Von der Entdeckung Amerika's bis zum westphälifchen Frieden, 
1492 bis 1648. 
L Unter Händeln in Italien, die von den mächtigeren Staaten 
im westlichen Europa ausgehen, wird der Grund zu einem europäischen 
Staatensystem gelegt. Bei diesen Händeln zeigt sich alsbald 
II. das beginnende Uebergewicht des spanisch österreichi- 
schen Hanses, das mehrere Länder Europa's, aber auch weite Gebiete jen- 
seit der Oceane unter seinem Scepter vereinigt, und seine Vorherrschaft auf 
die Aufrechthaltung der katholischen Kirche zu stützen sucht. Deshalb 
erschüttert 
III. bie Kirchen Reformation nicht nur die Kirche, sondern auch 
das Uebergewicht jenes Hauses; und 
IV. so entsteht eine Reihe von Kämpfen, fast in allen europäischen 
Staaten, die zugleich als Folgen der Reformation (insbesondere der 
Reactionsversuche) und des spanisch-österreichischen Principats 
(wie der Zurückdrängung dieser Uebermacht) erscheinen. 
I. Händel der westlichen Mächte über Italien — Frankreich. 
Italien zog seit dem Ende des Mittelalters theils durch seine Blüthe 
(Reichthum, Kunst und Wissenschaft), theils durch seine Zersplitterung die 
Blicke der Fremden auf sich; ja das Söldnerwesen, das hier zu einem reinen 
Kunstgewerbe wurde, führte jedem Feinde bereitwillige Schaaren zu. Die 
Angriffe der Fremden blieben nicht lange aus. Seitdem im Westen En- 
ropa's die Kraft der Staaten in den Händen der Könige vereinigt war, 
wandten sich diese zu Eroberungen, für die Italien der lockendste Schauplatz 
war. Frankreich, das dort schon feit der Erhebung des Hauses Anjou zum 
Throne von Neapel großen Einfluß übte, griff zuerst ein. Die Ansprüche auf 
Neapel, die schon Ludwig XI. ererbt hatte, machte sein Sohn 
Karl VHI. (1483 bis 1498) mit den Waffen geltend. Klein, bucklig, 1483 bis 
schielend und in der Erziehung vernachlässigt, zeigte er, seitdem er den Thron 1498 
bestieg (13 Jahre alt), ein kühnes Streben; Cäsar und Karl der Große wur- 
den seine Vorbilder. 1494 überzog er Neapel mit einem großen Heere. 
Nach rascher Unterwerfung desselben zeigten sich die Franzosen übermüthig; 
dieß brachte die Neapolitaner gegen sie in die Waffen und Karl mußte das 
Land räumen. Sein Nachfolger (als Gemahl feiner Schwester Johanna) 
Ludwig XII. (von Orleans) (1498 bis 1515), wohlwollend, doch ehr-1498 bis 
geizig, erhob zunächst Erbansprüche auf Mailand (als Abkömmling der Vis- 1515 
conti, gegen Ludovico Moro aus dem Hause Sforza). Als er dieses durch
	        

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Meyer, Ernst, and Wilhelm Assmann. Abriß Der Geschichte Der Neueren Zeit. Braunschweig: Vieweg, 1879. Print.
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