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[Teil 2 = Klasse 8, [Schülerband]] (Teil 2 = Klasse 8, [Schülerband])

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN621452025
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-4604152
Titel:
Abriß der allgemeinen Geschichte
Autor*in:
Assmann, Wilhelm
Erscheinungsort:
Braunschweig
Verlag:
Vieweg
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Untertitel:
in zusammenhängender Darstellung auf geographischer Grundlage ; ein Leitfaden für höhere Lehranstalten

Band

Persistenter Identifier:
PPN621473472
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-4651746
Titel:
Abriß der Geschichte der neueren Zeit
Signatur:
HEG-II 54(9,1879)-3
Autor*in:
Meyer, Ernst
Assmann, Wilhelm
Bandzählung:
Teil 3
Erscheinungsort:
Braunschweig
Verlag:
Vieweg
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1879
Ausgabenbezeichnung:
9., umgearb. Aufl. / von Ernst Meyer [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Untertitel:
in zusammenhängender Darstellung auf geographischer Grundlage ; ein Leitfaden für Gymnasien und Realschulen

Tabelle

Titel:
Tabellen zur Geschichte der außerdeutschen Staaten
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Tabelle

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Deutsches Lesebuch für Lyzeen und höhere Mädchenschulen
  • [Teil 2 = Klasse 8, [Schülerband]] (Teil 2 = Klasse 8, [Schülerband])
  • Einband
  • Titelseite
  • Erstes Inhaltsverzeichnis
  • Zweites Inhaltsverzeichnis
  • [Lesestücke 1-20]
  • [Lesestücke 21-40]
  • [Lesestücke 41-60]
  • [Lesestücke 61-80]
  • [Lesestücke 81-100]
  • [Lesestücke 101-120]
  • [Lesestücke 121-140]
  • [Lesestücke 141-144]
  • Einband

Volltext

die Gänse ein gewaltiges Geschrei, und eine nach der andern flog schreiend 
dem Dorfe zu. Sie hatten einen Fuchs bemerkt, der aus dem Walde 
geschlichen kam. In der Angst war auch die Gänsechristel als Gans mit 
fortgeflogen und mit noch vielen andern Gänsen in den Hof eines reichen 
Bauern eingefallen. Als die Bauersfrau die Gänse angeflogen kommen 
sah, sagte sie zornig: „Komm mir nur morgen unter die Finger!" Die 
Gänsechristel, die unter den andern Gänsen stand, zitterte vor Angst, denn 
sie wußte nur zu gut, wem die Drohung galt. Sie lief daher eilig in 
den Gänsestall, und die andern Gänse folgten ihr. Als die letzte Gans 
im Stalle war, verschloß ihn die Bauersfrau und sagte zu der Magd: 
„Morgen kommt meine Frau Base, da wollen wir die beste schlachten!" 
Als die Gänsechristel das hörte, gab sie sich im Stalle geschwind ihre 
rechte Gestatt wieder, denn sie dachte, sie könnte als die beste an das 
Messer geliefert werden. 
Am frühesten Morgen kam die Bauersfrau mit der Magd, schloß 
den Stall auf und sagte: „Kriech hinein und such mir die beste aus!" 
Die Magd kroch in den finstern Stall, tappte umher und erwischte in 
der Dunkelheit die Gänsechristel, die in einer Ecke saß, bei den Haaren. 
„Still!" rief diese, „verrat' mich nicht!" Aber die erschrockene Magd schrie: 
„Laßt mich heraus, laßt mich heraus!" Da öffnete die Frau die Tür 
ein wenig, und die Magd schlüpfte heraus und flüsterte, am ganzen Leibe 
zitternd: „Frau, da drinnen ist's nicht richtig. In dem Stalle steckt ein 
Dieb, wenn's nicht gar der Teufel ist. Das Ding da drinnen griff sich 
ganz haarig an und hatte feurige Augen und brüllte mich an. Habt Ihr 
denn nichts gehört!" Da wurde der Bauersfrau angst und bang, und 
sie rief ihrem Manne. Als der hörte, um was es sich handelte, ergriff 
er einen großen Knüppel und rief drohend: „Heraus, wer da drinnen 
steckt!" und indem er das rief, riß er die Tür weit auf. Die Gänse¬ 
christel hatte sich in ihrer Angst geschwind wieder in eine Gans ver¬ 
wandelt und war die erste, die mit lautem „Gak-gak!" aus dem Stalle 
lief. Die andern Gänse folgten ihr, und alle eilten zum Hofe hinaus, 
und als die Bauersfrau mit der Magd laut schreiend hinterdrein lief, 
flogen die Gänse auf und flogen hoch über das Dorf weg. Die Bauers¬ 
frau aber schlug die Hände über dem Kopf zusammen und jammerte: 
„Ach, meine Gänse! meine fetten Gänse!" Während dies geschah, stand 
der Bauer noch immer mit seinem Knüppel vor dem Stall und rief 
immer zorniger: „Heraus, was da drinnen steckt!" Endlich blickte er 
vorsichtig in den Stall, und als er sah, daß dieser leer war, kratzte er sich 
hinter dem Ohr und brummte: „Bei der Magd ist's wohl im Ober¬ 
stübchen nicht ganz richtig; morgen soll sie den Abschied erhalten." 
Die Gänsechristel war als Gans in den Wald geflogen, aber, o 
Jammer! als sie das zweite Sprüchlein gaken wollte, hatte sie es in all 
der Angst vergessen. Sie hing traurig den Kopf und sann und sann,
	        

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Zitierempfehlung

Porger, Gustav, and Eleonore Lemp. [Teil 2 = Klasse 8, [Schülerband]]. Bielefeld: Velhagen & Klasing, 1916. Print.
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