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Alte Geschichte (Teil 1)

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN622410423
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-5592399
Titel:
Lehrbuch der Geschichte für die oberen Klassen höherer Lehranstalten
Erscheinungsort:
Hannover [u.a.]
Verlag:
Carl Meyer (Gustav Prior)
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung

Band

Persistenter Identifier:
PPN622410962
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-5592404
Titel:
Alte Geschichte
Signatur:
HEG-II 68(2,04)-1
Autor*in:
Knaake, Emil
Bandzählung:
Teil 1
Erscheinungsort:
Hannover [u.a.]
Verlag:
Carl Meyer (Gustav Prior)
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1904
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
Römische Geschichte
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Lehrbuch der Geschichte für die oberen Klassen höherer Lehranstalten
  • Alte Geschichte (Teil 1)
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhalt
  • Geschichte des Morgenlandes
  • Griechische Geschichte
  • Römische Geschichte
  • Kanon der Jahreszahlen als Grundlage bei Wiederholungen
  • Werbung
  • Einband

Volltext

— 123 — 
Vierter Zeitraum. 
Das Zeitalter der Bürgerkriege 133—30. 
A. Die Grarchischen Unruhen 133—121. 133-121 
Die inneren Zustände des römischen Reichs. 
Die Nobilität. Rom war zwar dem Namen nach eine Demokratie, 
in der Tat aber eine Oligarchie, denn nur wenige vornehme patrizische und 
und plebejische Familien (nobiles oder optimates) bekleideten die höchsten 
Staatsämter (Quästur, Ädilität,°Prätur, Konsulat) und bemühten sich, jeden 
„Neuling" (homo novus) von ihnen auszuschließen.! Die höheren Beamten, 
einst wegen ihrer Einfachheit, ihres Rechtsinns und ihrer Tüchtigkeit geachtet, 
strebten nach Genuß und Reichtümern und erwarben sie sich im Kriege 
oder bei der Verwaltung der Provinzen; sie verwendeten ihre Kapitalien zum 
Erwerb von Großgrundbesitz. Klagen wegen Erpressungen waren gewöhnlich 
vergeblich, weil die Verbrechen wegen Unterschleifs in den ständigen Kriminal- 
gerichten (quaestiones perpetuae) abgeurteilt wurden, deren Mitglieder (Ge- 
schworene) dem Senatorenstande angehörten. / Durch die herrschende Stellung 
des Amtsadels kamen viele unfähige Leute in hohe Stellungen, so daß die 
Kriege oft schlecht geführt und tüchtige Kräfte aus unteren Ständen fern- 
gehalten wurden. 
Der Senat war durch die Cenforen vollständig von Mitgliedern der 
Nobilität besetzt. Der Verfassung gemäß zwar nur eine beratende Behörde, 
übte er in Wahrheit die Regierung und Verwaltung des Staates und konnte 
in Zeiten der Not die Konsuln mit diktatorischer Gewalt bekleiden (videant 
consules, ne quid respublica detrimenti capiat). 
Die Bürgerschaft, der die Wahl der Beamten und die Gesetzgebung 
zustand, war der Bestechlichkeit zugänglich. Die verarmten Bauern zogen in die 
Stadt, fanden auch hier geringen Verdienst und ließen sich bereit finden, bei den 
Wahlen ihre Stimmen zu verkaufen./ Die abhängige Stadtbevölkerung allein 
gab in den Komitien den Ausschlag, da die besseren Bürger durch ganz 
Italien zerstreut wohnten und zu den Abstimmungen nicht nach Rom kommen 
konnten. Eine Vertretung des Volkes durch Abgeordnete war dem Altertum 
fremd. 
Die italischen Bundesgenossen wurden seit dem Hannibalischen Kriege 
immer stärker zur Kriegspflicht herangezogen, mußten ihre Truppen selbst 
besolden, erhielten aber keine politischen Rechte. Daher wurde ihre Stimmung 
gegen die herrschende Stadt immer gereizter.
	        

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Zitierempfehlung

Knaake, Emil. Alte Geschichte. Hannover [u.a.]: Carl Meyer (Gustav Prior), 1904. Print.
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