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[Teil 3 = 6., 7. und 8. Schuljahr, [Schülerband]] (Teil 3 = 6., 7. und 8. Schuljahr, [Schülerband])

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN622670778
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6220936
Titel:
Geschichtlich-geographischer Wegweiser für das Mittelalter und die neuere Zeit
Signatur:
HDG-II 117(1,1891)
Autor*in:
Boettcher, Carl
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Teubner
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1891
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Untertitel:
für die mittleren und oberen Klassen höherer Lehranstalten jeder Art, für Seminaristen und Studierende, sowie für Lehrer und für den Privatgebrauch

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Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Werbung

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Deutsches Lesebuch für den Regierungsbezirk Wiesbaden
  • [Teil 3 = 6., 7. und 8. Schuljahr, [Schülerband]] (Teil 3 = 6., 7. und 8. Schuljahr, [Schülerband])
  • Einband
  • Titelseite
  • Erstes Inhaltsverzeichnis
  • Autorenverzeichnis
  • Der Mensch in Beziehung zum Menschen.
  • Der Mensch in Beziehung zur Natur
  • Der Mensch in Beziehung zu Gott
  • Bilder aus der Natur
  • Bilder aus der vaterländischen Geschichte.
  • Bilder aus der Erdkunde
  • Einband

Volltext

— 180 — 
Juni ausschlüpfen, aber erst Ende November flügge sind. Wenn 
so ein Sturmschwälbchen zwölf Jahre alt wird, so hat es fünf Jahre 
lang nur seine Kinder zu warten. 
Haben die Jungen auch nicht viel mit auf die Welt gebracht, 
einen Appetit entwickeln sie, der großartig ist und die Alten von 
Tagesanbruch bis zum Abend nicht recht zu Atem kommen läßt. 
Lieber Himmel! Wie müssen die Tierchen arbeiten ums tägliche 
Brot für sich und ihre Kinder, und wie unermüdlich tun sie es! 
Vielfach bringen die Vögel, wie der Mensch, für ihre Kinder eine 
besondere Diät in Anwendung. Die erste Nahrung, welche die 
jungen Insektenfresser erhalten, sind weiche Kerbtiere, zarte Räup⸗ 
chen, bei vielen auch Spinnen; erst nach und nach werden härtere, 
grob zerkleinerte Insekten verfüttert. 
Doch nicht nur für den Magen ihrer Kinder sorgen viele Vögel; 
sie sind auch noch in andrer Weise auf ihr Wohlergehen bedacht. 
Wenn es im Juni die liebe Sonne gar zu gut meint und den jungen 
Störchen im schattenlosen Neste gar zu sehr aufs Fell brennt, dann 
bringen ihnen die klugen Alten fleißig Wasser im Schnabel, machen 
auch ihr Gefieder naß und schütteln es über ihre schmorenden Kinder 
aus. Raubvögel, denen am Horste aufgelauert wurde, trugen den 
Jungen doch Futter zu, aber sie kreisten oberhalb der Schußweite 
und ließen es von da ins Nest fallen. Nicht minder liegt den Vögeln 
die Sicherheit der Ihrigen am Herzen. 
Raubt man der Eule ein Junges aus dem Neste, so bringt sie 
die übrigen, behutsam im Schnabel tragend, in der nächsten Nacht 
fort, während die Schnepfen bei ähnlichen Veranlassungen ihre 
Kleinen, zwischen Schnabel und Brust eingeklemmt, von dannen 
schleppen. 
Bei sehr vielen Vögeln ist es nicht genug, daß die Eier aus— 
gebrütet und die Jungen aufgefüttert werden; es macht sich viel— 
fach auch eine Art Erziehung nötig. Man beobachte nur einmal 
eine Henne, die ihre Küchlein führt, mit welcher Aufmerksamkeit 
sie das Tun und Treiben der unruhigen kleinen Schar bewacht. 
Eine Katze schleicht über den Hof, hoch in den Lüften zeigt sich ein 
Raubvogel: es genügt ein warnendes Signal der Glucke, um die 
kleine Gesellschaft unter den sicheren Schutz ihrer mütterlichen 
Fittiche zu locken. Ihre Augen sind überall. — Ein Küchlein kommt 
vorlaut und unbedacht nach Kinderart der Jauchenpfütze oder
	        

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Schneider, Karl F. Th., and Johannes Schmarje. Germania. Neuwid: Heuser, 1899. Print.
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