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Die Geschichte des Österreichischen Erbkaiserthums (Abth. 1, [Schülerband])

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN1736269917
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-20470756
Titel:
Lehrbuch der Europäischen Staatengeschichte
Erscheinungsort:
Wien
Verlag:
k. k. Schulbücher-Verschleiß-Administration
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Österreich
Erscheinungsjahr:
1817
Copyright:
Leibniz-Institut für Bildungsmedien | Georg-Eckert-Institut
Sprache:
Deutsch

Band

Persistenter Identifier:
PPN1736270516
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-20497900
Titel:
Die Geschichte des Österreichischen Erbkaiserthums
Signatur:
A H-115(1,1821)1
Bandzählung:
Abth. 1, [Schülerband]
Erscheinungsort:
Wien
Verlag:
k. k. Schulbücher-Verschleiß-Administration
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Österreich
Erscheinungsjahr:
1821
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Leibniz-Institut für Bildungsmedien | Georg-Eckert-Institut
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
Das Erzherzogthum Oesterreich insbesonders
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Lehrbuch der Europäischen Staatengeschichte
  • Die Geschichte des Österreichischen Erbkaiserthums (Abth. 1, [Schülerband])
  • Einband
  • Titelseite
  • Das Oesterreichische Erbkaiserthum überhaupt
  • Das Erzherzogthum Oesterreich insbesonders
  • Anhang
  • Einband

Volltext

87 
ein, griff den Leopold, der sich bey Mailberg hinter Harras ge- 
lagert hatte, au, und schlug ihn. Allein das folgende Jahr sam- 
melte Leopold ein neues Heer, und gab dem Azzo das Commans 
do über selbiges. D iescr alte Krieger schlug die Böhmen gänz- 
lich, und tricb sie über die Theya zurück. Von dieser Zeit an be- 
saß Leopold seine Markgrafschaft beständig in Ruhe. Er starb 
im 21sten Jahre seiner Regierung, und war der letzte Markgraf, 
der in Melk begraben wurde. 
3) Der heilige Lropold, unter welchem die Kreuzzüge an- 
fangen, und sein Sohn Leopold V. zeichnen sich vor- 
züglich durch Frömmigkeit und Freygebigkeit aus. 
DemMarkgrafen Leopold UI. folgte seinSohn Le o p o ld IF. 
der seine R e si d en z vonMelk in das neue Schloß auf der äußer- 
stenSpite desK a h le n b erg e s,dem heutigenLeopolds-Bergei 10x 
verlezte. Das Merkwürdigste unter seiner Regierung waren die 
DurchzüzederKr euz fahr e r durch Österreich nach Ungarn u. 
von da nach Palästina, um die Örter, wo unser Herr Jesus Chri- 
stus lebte und skarb, den Händen der Ungläubigen zu entreißen. 
Der erste unordentliche Haufe wurde, weil er die größten Räu- 
berryen in Ungarn beging, vomKönigeColomann größtenTheils 
éersreuet, und ging wieder durch Ölterreich zurück. Die zweyte 
große Armce führte der berühmte Go d fr i ed v o n B ou i l- 
lon, Herzog vonN ic d er-Lo thrin g en, der nachherige 
Eroberer von Jerusalem, gleichfalls durch Österreich. Mit demj0g7 
dritten Schwarme von 160,000 Menschen beyderley Geschlech- 
tes zog auh It h a, Leo p o ld s M ut t er, und kamniewieder 
nach Österreich zurück. Leopold selbst aber gewann nie einen Ge- 
schmack an einem Kreuzzuge, sondern bemühte sich sein eigenes 
Laûd in Orduung zu erhaiten, und durch seine persönliche Ge- 
genwart dieGeschäfte zu beleben. Nur zwey Mahl griff er zu den 
Waffen, und zwar gegen die U n g a r u. Das erste Mahl beglei- 
kete er mit seinen Soldaten den K. Heinrich V. nach Ungarn, um 
tie Freundschaft zwischen den beyden Brüdern Colomann und Al- 
mus wieder her zu stellen. Preßburg wurde belagert, alsaber hier- 
auf sich Colomaun wieder mit seinem Bruder aussöhnte, gingen 
Heinrich und Leopold wieder nach Hause. ~ Den zweyten Krieg 
führte er bloß zur Vertheidigung seines Landes, indem Stephan 
[[. König von Ungarn,in Österreich einfiel, und dieGegend an der 
Leytha verheerte Leopold befestigte seine Residenz auf dem Kah- 
lenberge, und als gütigeVorktellungen nichts nügten, verband er 
fich mit dem Herzoge von Böhmen, schlug und vertricb die Un- 
garn, und eroberte Eiscnburg. Er besaß abcr so weni ) Erobe- 
ruungsgeist, daß cr gar nicht an Vergrößerung seiner Fpder 
aM-
	        

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Die Geschichte Des Österreichischen Erbkaiserthums. Wien: k. k. Schulbücher-Verschleiß-Administration, 1821. Print.
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