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[Theil 2] (Theil 2)

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN62269684X
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6247221
Title:
Oeser's Weltgeschichte für das weibliche Geschlecht
Author:
Weber, Georg
Schröer, Tobias Gottfried
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Brandstetter
Document type:
Multivolume work
Collection:
History textbooks, pre-1871
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Volume

Persistent identifier:
PPN622697986
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6252002
Title:
[Theil 2]
Shelfmark:
HDG-II 114(7,1875)-1/3
Author:
Weber, Georg
Schröer, Tobias Gottfried
Volume count:
Theil 2
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Brandstetter
Document type:
Volume
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Publication year:
1875
Edition title:
7. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
Erste Periode. Von dem ersten römischen Kaiser bis zum Untergang des weströmischen Reiches. Vom J. 30 v. Chr.- 476 n. Chr.
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
II. Die römischen Kaiser
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Oeser's Weltgeschichte für das weibliche Geschlecht
  • [Theil 2] (Theil 2)
  • Frontispiece
  • Title page
  • Inhaltsverzeichniß
  • Einleitung
  • Erste Periode. Von dem ersten römischen Kaiser bis zum Untergang des weströmischen Reiches. Vom J. 30 v. Chr.- 476 n. Chr.
  • I. Germanien oder Deutschland
  • II. Die römischen Kaiser
  • III. Cultur und Literatur der letzten Zeit des Heidenthums
  • IV. Sieg des Christenthums über das Heidenthum
  • V. Die Völkerwanderung
  • VI. Zur Bildungsgeschichte dieses Zeitraums
  • Zweite Periode
  • Dritte Periode
  • Vierte Periode
  • Fünfte Periode.

Full text

Krieg und Frieden gleich bedacht, ließ er sechzehn bewährte Senatoren 
einen Reichsrath bilden, während im Heere strenge und kriegskundige 
Männer angestellt wurden, um die Soldaten zum Gehorsam und zur 
Ordnung zurückzuführen. In den dreizehn Jahren seiner Herrschaft ge¬ 
noß das Reich einer lange entbehrten Ruhe und Sicherheit im Innern, 
während die nachdrücklichen und wohlberechneten Unternehmungen des 
römischen Heeres die Barbaren von den Grenzen abhielten. Die Perser 
wurden beschwichtigt; dann wandte sich Alexander an den Rhein, wo 
bie Alemannen die Städte und Lager der Römer angegriffen hatten. 
Ein vorteilhafter Frieden brachte die Ruhe zurück. Allein den zügel¬ 
losen Soldaten gefiel die Mäßigung des edlen Kaisers nicht. Auch er mutzte 
das Opfer des wilden Soldatenübermuthes werden. Die Prätorianer er¬ 
mordeten ihn im Lager bei Mainz mit seiner Mutter Mamäa, die ihm 
während seiner ganzen Regierungszeit mit großer Klugheit, aber auch 
mit großer Herrschsucht zur Seite gestanden hatte, unb riefen einen rohen 
Thrakier, den Maxi minus, zum Kaiser aus. 
Von niedriger Herkunft, hatte bieser sich als gemeiner Solbat burch 
seine körperliche Größe unb Stärke eine gewisse Berühmtheit im Heere 
erworben. Zur Herrschaft gelangt, war Morden unb Morbenlassen sein 
Regieren, Verwüstung unb Blutvergießen seine Kriegskunst. Am schwer¬ 
sten tras sein Arm bas deutsche Volk am Rheine, bas er bis in bie 
Wälber verfolgte, unb, so weit er gelangen konnte, auf's Grausamste 
behanbelte. Enblich fiel auch er unter ben Schwertern ber Solbaten, 
bie seiner Grausamkeiten mübe würben. Rachbem mehrere vom Senate 
gewählte Kaiser schnell nach elnanber gewechselt hatten, behauptete uch 
enblich ber Felbherr Philipp, ein Araber, aus bem Throne, — merk- 
würbig baburch, baß er im Jahre 248 bas taufenbjährige Jubiläum 
ber Stabt Rom feierte. Bei biesem Feste bauerten bie Schau- und 
Kampfspiele, Zechgelage unb Gastmähler brei Tage unb brei Rächte mit 
einer bis zur höchsten Verschwenbung gesteigerten Pracht. Elephanten, 
Tiger, Leoparben, Hyänen, Giraffen, Elennthiere, sogar ein Mlpferb und 
Nashorn erschienen im Cirkus. Doch konnte sich Philipp Weber burch 
seine Tapferkeit, noch burch seine Freigebigkeit länger als.fünf Jahre auf 
bem Throne erhalten; auch er würbe bas Opfer unbänbiger Soldaten. 
Ehrenvoller starb sein Nachfolger Decius; er fiel mit seinem 
Sohne in der Schlacht bei Philippopolis gegen die Gothen, welche sich 
um diese Zeit aus den: nördlichen Europa, bem heutigen Schweben unb 
Norwegen, über Deutschlanb unb Pannonien bis an bie Donau und 
das schwarze Meer herabzogen, wo sie die Halbinsel Krim eroberten. 
So vollkommen war die Niederlage ber Römer, baß nicht einmal bie 
Leiche bes Kaisers aufgefunben warb. Von bieser Gegenb aus über¬ 
wältigten sie balb zu Schiffe, Mb zu Lanbe bie Küsten bes schwarzen 
Meeres unb Kleinasien, im Westen brangert sie bis über bie Donau. 
Nach bes Decius Tobe erhoben sich von allen Seiten verstärkte An-
	        

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Lößl, Vinzenz et al. [Band 6 = 6. Schuljahr, [Schülerband]]. München: Pohl, 1904. Print.
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