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[Bd. 2] (Bd. 2)

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN622798847
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6322668
Title:
Lehrbuch der Geschichte der alten Welt
Author:
Döring, Emilie
Place of publication:
Frankfurt am Main
Publisher:
Diesterweg
Document type:
Multivolume work
Collection:
History textbooks,imperial Germany
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
mit besonderer Berücksichtigung von Mythologie, Kunst- und Kultur-Geschichte für höhere Schulen

Volume

Persistent identifier:
PPN622800183
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6325696
Title:
Lehrbuch der Geschichte der Römer
Shelfmark:
HDG-II 15(1,1881)-2
Author:
Döring, Emilie
Volume count:
Teil 2
Place of publication:
Frankfurt am Main
Publisher:
Diesterweg
Document type:
Volume
Collection:
History textbooks,imperial Germany
Publication year:
1881
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
III. Abschnitt. Rom als Kaiserreich, von der Schlacht bei Aktium zum Untergang des weströmischen Reiches durch Odvaker, 30 v. Chr. bis 476 n. Chr.
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
§ 57. Rom und Germanien. Tod des Augustus
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Lehrbuch der Weltgeschichte
  • [Bd. 2] (Bd. 2)
  • binder
  • Prepage
  • Title page
  • Inhalt
  • Drittes Buch. Die neue Zeit
  • I. Die Vorboten der neuen Zeit
  • II. Das Zeitalter der Reformation
  • III. Das siebenzehnte Jahrhundert
  • Viertes Buch. Das Revolutions-Zeitalter
  • Fünftes Buch. Neueste Geschichte
  • binder

Full text

26 Die Vorboten der neuen Zeit. §. 555. 
stet und Mönche und die Albernheit der unpraktischen Schul-Gelehrten. Schon war sein 
Ruhm weit erklungen und der Dichterlorbeer, von Peutingers schöner Tochter geflochten 
und von Kaiser Maximilian zu Augsburg ihm aufgesetzt (1517), umkränzte bereits sein 
Haupt, als ihn der um Künste und Wisienschasten hochverdiente Erzbischof Albrecht 
von Mainz auf Anregung des wackern Kanzlers Eitelwolf vom Stein an seinen Hof 
berief. Allen Warnungen zum Trotz nahm Hutten die Einladung an und entsagte dem 
freien Literatenleben zu derselben Zeit, als Luthers Kampf gegen Rom anhub und in 
Huttens Seele die stärksten Anklänge fand. Nicht lange konnte er dem Drange wider¬ 
stehen, seine freudige Theilnahme für die Reformation zu beurkunden und in Luthers Ton 
einzustimmen. Dies machte seine Stellung unhaltbar, besonders seitdem er den Kölner 
Professor und „Ketzerrichter" Jacob von Hoog st raten auf offener Straße angefal¬ 
len. Papst Leo X. forderte seine Auslieferung; Albrecht von Mainz entzog ihm seine 
Gunst und seinen Schutz; Mörder trachteten ihm nach dem Leben. Da begab sich Hut¬ 
ten zu seinem Freund Franz von Sickingen auf die Ebernburg bei Kreuznach, die 
Zufluchtsstätte verfolgter Reformationsfteunde, eines Aquila, Bucer, Oecolampadius, 
und schleuderte von dort aus heftige Gedichte, Sendschreiben und satirische Gespräche in 
die Welt, nun nicht mehr in lateinischer, sondern in der deutschen Volkssprache. Unter 
diesen sind besonders die in Gesprächsform eingekleidete „Klag und Vermah¬ 
nung wider die übermäßige, unchristliche Gewalt des Papstes", „Vadiscus oder die 
römische Dreifaltigkeit" und „die Anschauenden" zu bemerken, Schriften voll des 
beißendsten Witzes und der heftigsten Jnvectiven, die gerade zu der Zeit erschienen, als der 
Reichstag zu Worms die Gemüther in Aufregung hielt, daher sie von der größten 
Wirkung waren. Durch feine Schriften wie durch sein Leben geht ein Sturm, „der aus 
einem tief leidenschaftlichen Gemüth stammt, und was in demselben brennt, ist nicht das 
weiße, stille Gaslicht der Idee, sondern die brausende, rothe Flamme, welche auf derbere 
Nahrung hinweist." — Von nun an war Huttens Bahn eine gefahrvolle. Statt des 
geistigen Kampfes will er Kampf mit dem Schwerte; die Freiheit und die nationale 
Einheit in kirchlicher und politischer Hinsicht soll mit Gewalt erkämpft werden; die 
unruhigen Bewegungen, die sich hie und da unter den Bauern zeigen, scheinen ihm nicht 
7. M-i 1523.unwillkommen zu fein — da starb sein Beschützer Sickingen in einem Kampfe gegen 
den Erzbischof von Trier auf feinet Burg Landstuhl, und Hutten mußte sich, um der 
Rache seiner Feinde zu entgehen, nach der Schweiz flüchten, wo Elend, Krankheit und 
August 1523. ungestüme Drang feiner Feuerseele ihn in ein frühes Grab stürzten. Er starb im 
36. -3ahr seines Lebens auf der Insel Ufnau im Züricherfee, wohin er sich auf Anrathen 
Zwingli's zu ärztlicher Pflege begeben hatte. „Hutten war ein kleiner, schmächtiger, 
unscheinbarer Mann mit blondem Haar und bunfelm Bart, dessen blasse Gesichtszüge, 
in welchen etwas Strenges, ja Wilbes lag, dem Gedächtniß eines Jeden sich einprägten, 
der ihn einmal gesehen hatte. Ein scharfer und herber Geist, war ihm Ruhe unb Milde 
versagt unb so verlies auch sein Leben ohne Ruhe von ber Wiege bis zum Grab." Sein 
Wahlspruch war: „Ich hab's gewagt!" 
tz. 555. Künstlerischer Aufschwung. Um bie Mitte bes fünfzehnten Iahr- 
hunberts nahm bie Kunst wie bie Literatur burch ben Einfluß bes Antiken eine neue Rich¬ 
tung. Dies geschah zuerst in Italien, wo man ber alten Cultur näher stanb unb wo 
bie Ueberreste bes Alterthums selbst als Muster bienten; unb wie sich hier bas Interesse 
sür alte Literatur zunächst darin bethätigte, daß man von allen Seiten Manuscripte ein¬ 
sammelte, so äußerte sich der Eifer für antike Kunst dadurch, daß man die Trümmer von 
Gebäuden, Denkmälern und Tempeln der alten Welt sorgfältiger vor dem Untergang 
bewahrte und durch Ausgrabungen und Nachforschungen das Verborgene ans Licht zu 
bringen suchte. (Apollo von Belvedere 1500 in Antium, Laokoon 1506 in Rom ent¬ 
deckt.) Die neue Kunstrichtung gibt sich besonders zu erkennen in der Reinigung der 
Form, in ber Rückkehr zum Körperhaften unb Realen, unb in ber Losreißung ber Sculp- 
tur unb Malerei von ber kirchlichen Architektur. Durch btefe Scheibung ber fcilbenben 
Künste von ber Baukunst, burch btefe Emancipation der Bildnerei und Malerei aus bem 
bisherigen Dienstverhältniß gelangte jebe Kunstgattung zu größerer Vollenbung, aber bie
	        

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