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Abriß der Weltgeschichte mit eingehender Berücksichtigung der Kultur- und Kunstgeschichte für höhere Mädchenschulen

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN622812599
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6344225
Titel:
Abriß der Weltgeschichte mit eingehender Berücksichtigung der Kultur- und Kunstgeschichte für höhere Mädchenschulen
Signatur:
HDG-II 19(1,1891)
Autor*in:
Andrä, Jakob Carl
Sevin, Ludwig
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Voigtländer
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geschichtsschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1891
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
mit 12 Geschichtskarten und 8 Tafeln zur Kultur- und Kunstgeschichte

Kapitel

Titel:
Zweiter Teil. Das Mittelalter. Vom Untergang des weströmischen Reiches bis zur Reformation 476-1517
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
Erstes Kapitel. Die Zeiten des Frankenreiches (476-843)
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Abriß der Weltgeschichte mit eingehender Berücksichtigung der Kultur- und Kunstgeschichte für höhere Mädchenschulen
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhalt
  • Geschichtskarten
  • Einleitung
  • Erster Teil. Das Altertum. Von den ältesten Zeiten bis zum Untergange des weströmischen Reiches, x-476 n. Chr.
  • Erstes Kapitel. Geschichte der orientalischen Völker
  • Zweites Kapitel. Geschichte der Griechen
  • Drittes Kapitel. Geschichte der Römer
  • Zweiter Teil. Das Mittelalter. Vom Untergang des weströmischen Reiches bis zur Reformation 476-1517
  • Erstes Kapitel. Die Zeiten des Frankenreiches (476-843)
  • Zweites Kapitel. Geschichte des Deutschen Reiches im Mittelalter (843-1517)
  • Anhang. Die wichtigsten außerdeutschen Länder
  • Dritter Teil. Die neue Zeit. Vom Beginn der Reformation bis zur Gegenwart 1517-1890
  • Erste Periode. Vom Beginn der Reformation bis zum westfälischen Frieden 1517-1648
  • Zweite Periode. Vom westfälischen Frieden bis zum Ausbruch der großen französischen Revolution 1648-1789
  • Dritte Periode. Vom Ausbruch der großen französischen Revolution bis zur Gegenwart 1789-1889
  • Beilagen
  • Werbung
  • Einband

Volltext

— 107 — 
Die Hausmeier (Majores domus) waren die Vorsteher des 
königlichen Haus- und Hofwesens und die Anführer des Lehns- 
Heeres. Unter ihnen wurde vorzüglich Pippin von Heristall (um 
700) mächtig, der sich Herzog und Fürst der Franken nannte. 
Ihm folgte in der Hausmeierwürde sein Sohn Karl Martell (der 
Hammer). Derselbe rettete ganz Europa aus einer großen Gefahr, 
indem er die aus Spanien eingedrungenen Araber in der gewal- ^ 
tigen Schlacht bei Tours und Poitiers 732 zurückschlug. Karls 732 
Sohn Pippin der Kleine entsetzte mit Zustimmung des Papstes 
den letzten Merowinger Childerich III., der nur dem Namen nach 
König war, seiner Würde, schickte ihn in ein Kloster und ließ sich 
selbst zum König der Franken salben 751. So folgte dem 751 
Hause der Merowinger das Haus der Pippiniden oder Karo- 
linger. 
§ 78. 
Dos Christentum bei den Deutschen. Bonifatius. 
1. Vor Bonifatius. Seit Chlodwigs Sieg bei Zülpich hatten sich die 
Franken dem Christentum zugewendet. In das innere Deutschland kam 
das Evangelium zuerst aus Irland, das schon im fünften Jahrhundert sich be- 
kehrt hatte, dann aus dem Reiche der Angelsachsen (England), wo der Papst 
Gregor der Große am Ende des 6. Jahrhunderts das Christentum hatte 
verkündigen lassen. So brachten die irischen Mönche Columbanus und 
G allu's den Alemannen im Wasgenwald und in der Schweiz (Kloster St. 
Gallen), Kilian den Ostfranken bei Würzburg das Evangelium, während der 
Angelsachse Willibrord unter den Friesen an der Nordsee wirkte. Aber nur 
hier und da konnten diese frommen Männer den Samen des Christentums aus- 
streuen; ihre Pflanzungen waren vereinzelt und nicht hinreichend befestigt; die 
Masse des Volkes leistete den Bemühungen der Glaubensboten hartnäckigen 
Widerstand. 
2. Bonifatius. Da wurde der angelsächsische Mönch Winfried, mit 
kirchlichem Namen Bonifatius genannt, der eigentliche Apostel der 
Deutschen. Einem vornehmen Geschlecht im Süden Englands entsprossen, hatte 
er sich im Kloster früh auf den Missionsberuf vorbereitet. Zur Zeit des Haus- 
meiers Kar l Martell kam er nach Deutschland. Zuerst wirkte er unter dem 
wilden Friesenvolke; dann ging er zu den Hessen und Thüringern und 
predigte mit reichen Erfolgen. Bei dem Dorfe Geismar (unweit Fritzlar) im 
Hessenlande stand eine uralte, dem Donnergotts geheiligte Eiche. Bonifatius 
fällte vor versammeltem Volke den mächtigen Baum mit der Axt. Als die 
Eiche zusammenstürzte, ohne daß der Gott sein Heiligtum schützte und den 
Frevler durch seinen Blitzstrahl niederschmetterte, sagte sich das Volk von seinen 
ohnmächtigen Göttern los und nahm willig die Taufe an. An der Stelle, wo 
die Eiche gestanden, errichtete Bonifatius ein Kreuz; aus dem Holze derselben
	        

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Andrä, Jakob Carl, and Ludwig Sevin. Abriß Der Weltgeschichte Mit Eingehender Berücksichtigung Der Kultur- Und Kunstgeschichte Für Höhere Mädchenschulen. Leipzig: Voigtländer, 1891. Print.
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