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Lehrbuch der allgemeinen Weltgeschichte für höhere Bildungsanstalten und Gymnasien

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN622812599
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6344225
Title:
Abriß der Weltgeschichte mit eingehender Berücksichtigung der Kultur- und Kunstgeschichte für höhere Mädchenschulen
Shelfmark:
HDG-II 19(1,1891)
Author:
Andrä, Jakob Carl
Sevin, Ludwig
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Voigtländer
Document type:
Monograph
Collection:
History textbooks, imperial Germany
Publication year:
1891
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
mit 12 Geschichtskarten und 8 Tafeln zur Kultur- und Kunstgeschichte

Chapter

Title:
Zweiter Teil. Das Mittelalter. Vom Untergang des weströmischen Reiches bis zur Reformation 476-1517
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Zweites Kapitel. Geschichte des Deutschen Reiches im Mittelalter (843-1517)
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Lehrbuch der allgemeinen Weltgeschichte für höhere Bildungsanstalten und Gymnasien
  • Binder
  • Title page
  • [Widmung]
  • [Vorwort]
  • Vorrede
  • Inhaltsverzeichniß
  • Einleitung
    Einleitung
  • Erster Zeitraum, von Abraham bis auf Cyrus, von 2000 bis 555 v. Ch., eine Zeit von 1445 Jahren
  • Zweiter Zeitraum. Von Cyrus bis auf Alexander den Großen, von 555 bis 333; eine Zeit von 222 Jahren
  • Dritter Zeitraum. Von Alexander dem Großen bis Augustus, von 333 bis 30 vor Christus, eine Zeit von 303 Jahren
  • Vierter Zeitraum. Von Augustus bis zum Untergange des abendlaendischen Kaiserthums, von 30 v. Ch. bis 476 n. Ch.; eine Zeit von 506 Jahren
  • Fuenfter Zeitraum. Mittlere Geschichte. Von Odoacer bis auf Karl den Großen, von 476 bis 768, eine Zeit von 292 Jahren
  • Sechster Zeitraum. Von Karl dem Großen bis auf Gregor VII., v. 768-1073; eine Zeit von 305 Jahren
  • Siebenter Zeitraum. Von Gregor VII. bis Rudolf von Habsburg, v. 1073-1273, eine Zeit von 200 Jahren
  • Achter Zeitraum. Von Rudolf von Habsburg bis auf Karl V. von 1273-1520, eine Zeit von 247 Jahren
  • Neunter Zeitraum. Neuere Geschichte. Von Karl V. bis zur franzoesischen Revolution, von 1520-1789, eine Zeit von 269 Jahren
  • Deutschland
  • Des dreißigjaehrigen Krieges Vorzeit
  • Dreißigjaehriger Krieg
  • Deutschland vom westphaelischen bis zum ryßwicker Frieden
  • Spanischer Erbfolgekrieg
  • Deutschland vom Utrechter Frieden bis zum Beginn des oestreichischen Erbfolgekriegs
  • Oestreichischer Erbfolgekrieg und die zwei ersten schlesischen Kriege
  • Siebenjaehriger Krieg
  • Deutschland vom siebenjaehrigen Kriege bis zur franzoesischen Revolution
  • Frankreich bis zum Erloeschen der Dynastie Valois
  • Frankreich unter den Bourbons bis zur Revolution
  • England. Haus Tudor
  • England. Haus Stuart
  • England. Haus Hannover
  • Spanien unter den Regenten aus dem Hause Habsburg
  • Spanien unter den Regenten aus dem Hause Bourbon
  • Portugal
  • Nordische Reiche. Daenemark
  • Nordische Reiche. Schweden
  • Rußland
  • Polen
  • Suedliche Reiche. Ungarn, Boehmen
  • Tuerkei
  • Koenigreich beider Sicilien
  • Zehnter Zeitraum. Vom Anfange der franzoesischen Revolution bis auf unsere Tage, von 1789-1832, eine Zeit von 43 Jahren
  • Binder

Full text

Frankreich —» Könige aus dem Hause ValoiA. 273 
Halters des Königs, und berief die Reichsstande. Allein diese dach¬ 
ten weniger an die Befreiung des gefangenen Königs, als auf eine 
Umbildung der Verfassung; eine Partei wilder Freiheitsmanners, 
geführt von dem Bischof zu Laon, le Coq, und dem Aeltestcn der 
pariser Kaufmannschaft, Marcel, bemächtigte sich bald aller Ge¬ 
walt, verübte die ärgsten Greuel, unterschied sich durch zweifarbi- 1366 
ge, halb rothe, halb blaue Nat i o n a l m ü tz e n, und ging sogar 
damit um, dem Könige Karl von Navarra die französische Krone 
zu übertragen. Der Dauphin entwich aus Paris, die Gemäßig¬ 
ten schloffen sich an ihn an, gewannen die Oberhand, ein Bür¬ 
ger von Paris, Johann Maillard, spaltete dem wüthenden Marcel 
das Haupt; der Prinzregent kam nach Paris zurück und die Ord¬ 
nung kehrte wieder. Zu gleicher Zeit war auch ein verheerender 
Bauernkrieg durch ganz Frankreich ausgebrochen, wo die Empörer 
mit kannibalischer Wuth die bisherigen Unbilden an ihren Unter¬ 
drückern, den Edelleuten, rächten. Diese Bauernunruhen nannte 
man die Jacquerie, weil man die geplagten Bauern spottweise 
Jacques bon Komme zu nennen pflegte. Sie erlagen zuletzt 
doch der beffern Waffenübung des Adels und geriethen unter ei¬ 
nen hartem Druck, als zuvor. Der Friede zu Bretigny, einem 
Flecken unweit Chartres, gab endlich dem gefangenen Johann die den s. 
Freiheit wieder. Allein die Bedingungen waren hart; er versprach, 
drei Millionen Kronen (écus) in bestimmten Fristen zu zahlen; 13<,° 
die Oberhoheit von Guienne aufzugeben, und noch außerdem die 
Landschaften Poitou, Saintonge, Aunis nebst Röchelte, Agenois, 
Perigord, Limousin, Qucrcy, Angoumojs, Rovergue, Ponthieu, 
Guiñes nebst Calais, mit völliger Souverainitat, an England ab¬ 
zutreten, und bis zur Vollziehung dieser Bedingungen Geiseln zu 
stellen, wogegen Eduard IH. für sich und seine Nachkommen allen 
Ansprüchen auf die Krone von Frankreich, so wie auf die Lander- 
Normandie, Touraine, Maine und Anjou entsagte. Schwere Opfer 
wurden erheischt, um jenen Bedingungen zu genügen. Neue Auf¬ 
lagen, zwei von der Geistlichkeit zu erhebende Zehnten; die Ver¬ 
trustung der jüngsten Tochter Johanns, Jsabella, an Johann Ga- 
leazzo Visconti, nachmaligen Herzog von Mailand, wofür dieser 
600,000 Gulden zahlte; die Verminderung des Münzgehaltes, 
lieferten noch immer nicht die Summen des zu zahlenden Löse¬ 
geldes. Dazu seufzte Frankreich wiederum unter den Verheerun¬ 
gen der brodlosen Miethsoldaten, die unter dem Namen der Cam- 
meradsch asten die östlichen und südlichen Provinzen plagten. 
Die altere Linie der Herzoge von Burgund erlosch. Anstatt Bur- i3Gi 
gund mit der Krone zu verbinden, verlieh es Johann seinem 
jüngsten Sohne Philipp dem Kühnen, wodurch das neu- 
burgundische Haus entstand, das den Königen von Frank- 1303 
reich gefährlich werden sollte; doch endete cs schon wieder unter 
dem vierten Herzoge, Karl dem Kühnen, 1477.. Johann 
18
	        

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Herrmann, August Lebrecht, and Maximilian von Schreibershofen. Lehrbuch Der Allgemeinen Weltgeschichte Für Höhere Bildungsanstalten Und Gymnasien. Meissen: Goedsche, 1833. Print.
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