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Die Weltgeschichte in übersichtlicher Darstellung

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN622966456
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6402090
Title:
Die Weltgeschichte in übersichtlicher Darstellung
Shelfmark:
HDG-II 106(17,1879)
Author:
Weber, Georg
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Engelmann
Document type:
Monograph
Collection:
History textbooks,imperial Germany
Publication year:
1879
Edition title:
17., rev. u. bis zur Gegenwart fortgef. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
Drittes Buch. Die neue Zeit
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
I. Die Vorboten der neuen Zeit
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Die Weltgeschichte in übersichtlicher Darstellung
  • binder
  • Title page
  • Vorrede zur ersten Auflage
  • Inhalt
  • Erstes Buch. Geschichte der alten Welt
  • Einleitung
  • A. Morgenländische Völker
  • B. Die griechische Welt
  • C. Das Römerreich
  • Zweites Buch. Die Völkerwanderung und das Mittelalter
  • A. Die Völkerwanderung und die Begründung des Monotheismus
  • B. Das Mittelalter
  • Drittes Buch. Die neue Zeit
  • I. Die Vorboten der neuen Zeit
  • II. Das Zeitalter der Reformation
  • III. Das siebenzehnte Jahrhundert
  • IV. Das achtzehnte Jahrhundert
  • Viertes Buch. Neueste Geschichte
  • A. Die Vorboten der Revolution
  • B. Die französische Revolution
  • C. Napoleon Bonaparte's Machtherrschaft
  • D. Auflösung des französischen Kaiserreichs und Begründung neuer Zustände
  • E. Die Völker und Staaten Europa's von Stiftung der heiligen Allianz bis zur Gegenwart
  • binder

Full text

I. Die Vorboten der neuen Zeit. 
1. Der Seeweg nach Ostindien nnd die Entdeckung von Amerika. 
§. 308. Im 14. und 15.Jahrhundert kamen mehrere große Erfindungen 
in Anwendung, durch welche die Zustände des Mittelalters eine gänzlicheUmwand- 
lung erfuhren. Ein Italiener aus der Gegend von Amalfi (Flavio Gioja) 
erfand den Compaß oder die Boussole, indem er die Magnetnadel mit 
ihrer wunderbaren Eigenschaft nach Norden zu weisen als Mittel gebrauchen lehrte, 
Überall die Himmelsgegend zu erkennen und sich aus dem Weltmeer zu orientiren, 
und dadurch indieSchifffahrt einen mächtigen Aufschwung brachte; das Schieß- 
Pulver (das nach einigen Angaben von einem deutschen Mönch Berthold 
Schwarz von Freiburg im Breisaau erfunden ward, nach Andern schon im 
Alterthum den Chinesen und Arabern bekannt war) kam in der Mitte des 
14. Jahrhunderts im Kriegswesen zur Anwendung und führte das Ritterthum 
seinem Untergang entgegen. Die folgenreichste Erfindung aber war die Buch- 
druckerkuust, die Johann Gnttenberg von Mainz ins Leben rief. Seine 
Gehülfen bei dem Werk waren der Mainzer Goldschmied Fust oder Faust 
und der Bücherabschreiber Peter Schöffer, die allein Vortheil aus der 
Erfindimg schöpften. Der Letztere führte gegossene metallene Lettern ein anstatt 
der geschnittenen hölzernen, deren sich Guttenberg bedient hatte. Anfangs 
wurde die Kunst geheim gehalten, aber bald trugen deutsche Gesellen sie in alle 
Länder des gebildeten Europa. Dadurch gelangten die Bücher, die bisher nur 
den Neichen zugänglich waren, in die Hände des Volks, da die Leichtigkeit der 
Vervielfältigung den Preis der Bücher sehr verminderte. 
§. 309. Durch die Anwendung des Eompasses wurde es möglich, die Schiff- 
fahrt, die bisher nur Küstenfahrt gewesen und auf das Mittelmeer beschränkt war, 
über den Ocean auszudehnen. Dies geschah zuerst durch die P o r t u g i es e n. Der 
Auffindung der Inseln Porto Santo und M ad era, wo dieÄnpflanMng 
des Weins und des Zuckerrohrs vortrefflich gedieh,folgte bald dieErwer- 
bung der Azoren und die Entdeckung des grünenVorgebirgs,sowie der 
an Goldstaub, Elfenbein und Gummi reichen Küste von Oberguinea. Hier er- 
blickte man die ersten kraushaarigen Neger, welche die menschliche Gewinnsucht 
durch den Sclavenhandel bald auf schmachvolle Weise ausbeuten lernte. 
Unter König Johann 11. wurde auch Unterguinea (Congo) entdeckt. Von 
hier aus gelangte der kühne Bartholomäus Diaz nach Afrika's Südspitze, dessen 
anfängliche Benennung „stürmisches Borge birg" der vertrauensvolle König 
bald in die der „guten Hoffnung" umwandelte. Denn schon zwei Jahrzehnte 
später, nachdem mittlerweile die neue Welt im Westen aufgegangen, entdeckte von 
dort aus unter König Emanne l dem Großen der unternehmende Vaseo 
de timnm den Seeweg nach Oftindien, indenl er von Afrika's Ostküste über den »»*. 
indischen Ocean nach der malabarischen Küste segelte und in den Hafen 
von Calicut einfuhr. Hier gründeten die Portugiesen, unter schweren Kämpfen 
mit den Eingebornen, die ersten europäischen Handels-Niederlassungen, ein Unter¬ 
nehmen, das sie mit Ausdauer und Heldenmuth vollführten. Auf Vasco de 
G ania und Cabral (der bei der Ueberfahrt Brasilien entdeckt und für Por- moo. 
tugal in Besitz genommen hatte) folgte der tapfere Alm ei da, der mehrere in- 
?liche Fürsten zinspflichtig machte und sie zwang, die Anlegung von Factoreien 
lhren Hauptstädten zu dulden; und als'dieser auf der Heimkehr beim 
^ajferholen in Südafrika mit einer Schaar tapferer Gefährten von wilden 
Hottentotten erschlagen ward, erhielt Albuquerque, bei welchem Heldensinn mit 1510 
^ctsheit gepaart war, die indische Statthalterschaft. Dieser eroberte G o a und 
14*
	        

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Weber, Georg. Die Weltgeschichte in Übersichtlicher Darstellung. Leipzig: Engelmann, 1879. Print.
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