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Die Weltgeschichte in übersichtlicher Darstellung

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN622966456
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6402090
Title:
Die Weltgeschichte in übersichtlicher Darstellung
Shelfmark:
HDG-II 106(17,1879)
Author:
Weber, Georg
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Engelmann
Document type:
Monograph
Collection:
History textbooks,imperial Germany
Publication year:
1879
Edition title:
17., rev. u. bis zur Gegenwart fortgef. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
Drittes Buch. Die neue Zeit
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
I. Die Vorboten der neuen Zeit
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Die Weltgeschichte in übersichtlicher Darstellung
  • binder
  • Title page
  • Vorrede zur ersten Auflage
  • Inhalt
  • Erstes Buch. Geschichte der alten Welt
  • Einleitung
  • A. Morgenländische Völker
  • B. Die griechische Welt
  • C. Das Römerreich
  • Zweites Buch. Die Völkerwanderung und das Mittelalter
  • A. Die Völkerwanderung und die Begründung des Monotheismus
  • B. Das Mittelalter
  • Drittes Buch. Die neue Zeit
  • I. Die Vorboten der neuen Zeit
  • II. Das Zeitalter der Reformation
  • III. Das siebenzehnte Jahrhundert
  • IV. Das achtzehnte Jahrhundert
  • Viertes Buch. Neueste Geschichte
  • A. Die Vorboten der Revolution
  • B. Die französische Revolution
  • C. Napoleon Bonaparte's Machtherrschaft
  • D. Auflösung des französischen Kaiserreichs und Begründung neuer Zustände
  • E. Die Völker und Staaten Europa's von Stiftung der heiligen Allianz bis zur Gegenwart
  • binder

Full text

216 Die neue Zeit. §. 314^ 
dem Borhaben. Darüber wurden die Kölner so ergrimmt, daß sie ihn der Ketzerei 
anklagten, eine seiner Schriften öffentlich verbrannten und das Erlernen der 
griechischen und hebräischen Sprache verdammten. Dies hatte einen heftigen Feder- 
kneg zur Folge, in welchem alle Freunde der Bildung aus Reuchlin's Seite traten und 
der Humanismus einen vollständigen Sieg erlangte. Der Papst uMersaqte endlich 
den Streit; die Kölner wurden zu den Prozeßkosten verurteilt, und als sie mit der 
Entrichtung zögerten, von Franz v. Sickingen mit Gewalt dazu anaehalten. 
Von dem Kreise, der sich um Reuchlin schaarte, gingen die Briefe der Dunkel- 
Männer aus, bei deren Abfassung, neben dem Haupturheber Crotus Rubianus 
namentlich auch Ulrich v. Hutten thätig gewesen sein soll. In diesen war das 
Treiben und bte ganze Dummdreistigkeit der Klosterleute in ihrem eigenen Mönchs- 
latein getreu, aber satirisch dargestellt. Hutten, einer der kühnsten und kräftigsten 
Kämpfer für Deutschlands Unabhängigkeit und Freiheit, starb flüchtig und verfolgt 
auf der Insel Ufnau im Zürichersee im 36. Jahr feines Lebens. Erasmus 
von Rotterdam, ein feiner Kenner der alten Literatur, kämpfte mit allen 
Waffen des Witzes und Verstandes gegen Scholastik und Mönchswesen. 
Unter fernen zahlreichen Werken sind das satirische Buch „Lob der Narrheit" 
und die Ausgabe des Neuen Testamentes im griechischen Urtexte nebst 
lateinischer Übersetzung und Umschreibung am wichtigsten. Anfangs mit Luther 
und Hutten befreundet, wendete er sich später von ihnen ab und bekämpfte 
sie in heftigen Streitschriften. 
n. Das Zeitalter der Reformation. 
1. Die deutsche Deformation. 
a) Dr. Martin Luther. 
§. 314. Der Ruf nach Verbesserung der Kirche an Haupt und 
Gliedern, der im 15. Jahrhundert durch Europa ging, war von den Pap- 
ften unerhört geblieben und die großen Kirchenversammlungen hatten keinen 
Erfolg gehabt (§§. 264, 266); die Kirche hatte die geforderte freiwillige 
Selbfterneuerung versagt und der Stimme des Volkes keine Beachtung 
geschenkt. Seitdem waren die Uebelstände nicht gemindert worden. Der 
römische Hof zog große Abgaben von den Kirchen anderer Länder; die 
niedere Geistlichkeit war großenteils träge, sittenlos und unwissend und 
nahm an der neuen Bildung und dem dadurch erzeugten Aufschwung wenig 
oder keinen Antheil; der höhere Klerus führte ein weltliches Leben, fand 
Gefallen an sinnlichen Genüssen und fürstlicher Pracht und verlor häufig über 
den Werken der Kunst und Literatur und über der Philosophie des heidnischen 
Alterthums die Lehre des Evangeliums aus dem Auge. Es herrschte eine große 
Verstimmung gegen Kirche und Geistlichkeit unter allen Ständen, und das 
unkirchliche Leben mehrerer Päpste (§.290) trug nicht wenig zur Erhöhung dieser 
Verstimmung bei. Es bedurste nur eines Anstoßes, um die vielen mit der Kirche 
zerfallenen Glieder zu einem mächtigen Widerstand zu vereinigen. Diesen Anstoß 
gab Leo X. Um die Kosten für den Bau der Peterskirche und anderer Kunst- 
werke zu bestreiten, ließ dieser nämlich durch den Kurfürsten Albrecht von 
M ai n z und Bischof von Magdeburg in Norddeutschland einen Ablaß feil bieten, 
wortn dem Käufer Vergebung der Sünden, Wiedererlangung der Gnade 
Gottes und Befreiung von den Strafen des Fegefeuers zugesichert war. Albrecht, 
der dte Hälfte der Einnahme zog, bediente sich dazu in Sachsen des Domini-
	        

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Weber, Georg. Die Weltgeschichte in Übersichtlicher Darstellung. Leipzig: Engelmann, 1879. Print.
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